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Zahl der Verkehrstoten im Barnim deutlich gestiegen

Verkehrsunfallkommission will Unfallschwere weiter reduzieren

Das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer im Landkreis Barnim hat im vergangenen Jahr insgesamt 14 Todesopfer gefordert. Das sind zehn Menschen mehr als noch 2016. Allein sechs Verkehrsunfälle mit Todesfolge sind auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. „Wir werten diese Unfälle ortsbezogen aus und versuchen so herauszufinden, wo sich Unfälle häufen, worauf sie zurückzuführen sind und welche Maßnahmen als geeignet erscheinen, um Unfälle zu vermeiden“, erklärt Marcel Kerlikofsky, Leiter der Verkehrsunfallkommission.

Trotz dieser kontinuierlichen Arbeit ist auch die Zahl der schweren Verkehrsunfälle in 2017 gestiegen. Bei den Verletzten ist mit fast 14 Prozent der höchste Anstieg seit Jahren zu verzeichnen. Besonders auffällig sind dabei die schweren Baumunfälle, Radverkehrsunfälle und die Verkehrsunfälle mit Senioren (ab 65 Jahren).

weniger Unfälle mit Kindern

Erfreulich ist hingegen, dass es im vergangenen Jahr erneut wieder weniger Unfälle mit Kindern (0 bis 14 Jahre) gegeben hat. Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Barnim hat im Rahmen des Projektes „Mit Rücksicht für mehr Sicherheit“ sehr viele Schulwege und das direkte Umfeld an den Barnimer Schulen untersucht. An diesem Projekt haben bisher über 600 Schüler mitgewirkt und auf Problemstellen hingewiesen.

(Weiterführende Informationen unter www.barnim.de/ruecksicht)

Entwicklung bei den Motorradunfällen

Die Entwicklung bei den Motorradunfällen ist durchaus positiv zu bewerten. Die erfassten Unfallzahlen sind die niedrigsten seit Jahren. Auch die Schwere ist weiterhin rückläufig. Die Verkehrsunfallkommission Barnim hat in den vergangenen drei Jahren eine Vielzahl an Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kradfahrern beschlossen und umgesetzt.

Ungeachtetdessen sind für die Strecke zwischen Eberswalde, Liepe und Oderberg (L 291/L 29) weitere Maßnahmen in Planung. An der Klosterbrücke sollen Leitprofile und Kurventafeln den schwer einzuschätzenden Kurvenverlauf besser verdeutlichen. Die hohe Kontrolldichte zur Überwachung der gefahrenen Geschwindigkeiten soll beibehalten werden.

Für den Kurvenverlauf zwischen Liepe und Oderberg wird ein Verkehrsversuch vorbereitet.  Hier sollen Sondermarkierungen mit Rüttelstreifen installiert werden. Diese dienen zur Reduzierung der Geschwindigkeiten und zur Erhöhung der Aufmerksamkeit.

Verkehrsraum soll dabei sicher gestalten werden

Die Verkehrsunfallkommission Barnim folgt bei ihrer Arbeit dem Leitbild der Vision Zero (Vision Null). Der Verkehrsraum soll dabei sicher gestalten werden, dass es keine Verkehrstoten mehr gibt und Unfallfolgen minimiert werden. „Neben der Straße ist für uns der Faktor Mensch von besonderer Bedeutung. Schließlich können die Fahrzeugführer den wirksamsten Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten und zwar durch Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und eine angemessene Geschwindigkeit“, klärt Marcel Kerlikofsky auf.

Ganz konkret diskutieren die Mitglieder der Verkehrsunfallkommission derzeit wie Baumunfälle und die daraus resultierenden Unfallfolgen künftig besser vermieden werden können. „Eine generelle Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, so wie es der Landstraßenerlass für Alleestrecken vorgibt, soll es weiterhin nicht geben“, macht Kerlikofsky jedoch deutlich. Vielmehr setze man etwa auf Schutzplanken, wie sie jetzt als Folge einer Untersuchung der Unfälle entlang der B 158 aufgestellt werden.

Geschwindigkeitsbeschränkung

Auf der Kreisstraße zwischen Tempelfelde und Albertshof wird es zudem zukünftig eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h und teilweise ein Überholverbot geben. Die Straßenverkehrsbehörde hat nach dem Beschluss der Verkehrsunfallkommission die Anordnung vorzubereiten.

Neupflanzungen entlang der Hauptverkehrsstraßen

Besonders kritisch werden von den Experten auch Neupflanzungen entlang der Hauptverkehrsstraßen diskutiert. Das Straßenumfeld sollte so ausgebildet sein, dass ein Abkommen von der Fahrbahn nicht zu schweren Unfallfolgen führt. Ist eine solche Gestaltung nicht möglich, sind Schutzplanken erforderlich. „Beim Pflanzen neuer Bäume in Fahrbahnnähe muss uns bewusst sein, dass diese zu gefährlichen Hindernissen heranwachsen. Sinnvoller wäre es Baumpflanzungen entlang von Radwegen zu fördern, hier spenden sie dem Radler sogar Schatten“, erklärt Kerlikofsky weiter.

Handlungsbedarf  beim Radverkehr

Generell sieht der Leiter Verkehrsunfallkommission beim Thema Radverkehr noch Handlungsbedarf: „Der Radverkehr nimmt beträchtlich zu. Die Verkehrssicherheit ist aufgrund der mangelhaften Infrastruktur jedoch nicht gewährleistet. Das wirkt sich besonders stark auf die schwächeren und unsicheren Radfahrer aus.“ Ohne entsprechende Maßnahmen befürchte Kerlikofsky daher weiterhin steigende Unfallzahlen. Als Schwerpunkte hat er in diesem Zusammenhang die Stadt Bernau und der Gemeinde Wandlitz ausgemacht.

Wie es funktionieren kann, zeigt indes die Stadt Eberswalde. Dort ereigneten sich 2017 nur 53 Radverkehrsunfälle. Das sind immerhin 15,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stadt Eberswalde hat ein aktuelles Radnutzungskonzept und ist in diesem Bereich wesentlich besser aufgestellt. Aus dem Radnutzungskonzept werden Schritt für Schritt Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für die Radfahrenden umgesetzt.

Verkehrsunfälle mit Beteiligung Senioren (+ 65 Jahre)

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit beteiligten Senioren wird auch für das Jahr 2017 ansteigen. In 58 Prozent der Fälle waren die Senioren Hauptverursacher und dieser Anteil ist im Vergleich zu den Vorjahren gleichbleibend. Anders ist es mit der Unfallschwere, diese nimmt weiterhin zu. Nach der Unfallschwere gehören neben den Kindern und Jugendlichen die Senioren zu den besonders gefährdeten Personenkreisen.

„Im Jahr 2000 wurden auf den Straßen Brandenburgs 1544 Verkehrsunfälle registriert, bei denen Personen beteiligt waren, die 65 Jahre und älter waren. Diese Zahl haben wir nun innerhalb eines Jahres allein im Landkreis Barnim erreicht. Deshalb sollten wir unsere Verkehrssicherheitsmaßnahmen stärker an den Bedürfnissen der schwächeren Verkehrsteilnehmer ausrichten oder noch besser bereits bei den Verkehrsplanungen berücksichtigen“, ist sich Marcel Kerlikofsky sicher. Zudem sei es wichtig, die Kraftfahrer noch intensiver über altersspezifische Verhaltensweisen von Kindern und älteren Menschen aufzuklären und sie verstärkt anzuhalten, ihrer Verantwortung gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern nachzukommen.

 

Quelle: kvbarnim

 

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Arbeit der Barnimer Verkehrsunfallkommission trägt Früchte

Der Langzeittrend zeigt: Die Unfallzahlen im Landkreis Barnim gehen kontinuierlich zurück. Seit 2011 stagniert diese Entwicklung jedoch – obwohl in den vergangenen Jahren zahlreiche Unfallhäufungsstellen entschärft werden konnten. „Der Fokus unserer Arbeit liegt auf der Vermeidung schwerer Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden oder gar ums Leben kommen“, erklärt Marcel Kerlikofsky, Leiter der Verkehrsunfallkommission Barnim und erläutert, dass man vor allem in diesem Bereich einen Anstieg um 8,5 Prozent zu verzeichnen habe.

Dass der Ansatz, die Unfallhäufungsstellen zu entschärfen, dafür richtig ist, belegt ebenfalls ein Blick in die Statistik. Die Verkehrsunfälle an den Unfallhäufungsstellen (UHS) ging in diesem Jahr um 17 Prozent zurück. Insgesamt acht dieser Stellen konnten soweit entschärfen, dass diese nicht weiter beobachtet werden müssen. In der aktuellen Liste führt die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Barnim nun noch neun Unfallhäufungsstellen. „Dennoch müssen wir an dieser Stelle weiterarbeiten“, so Kerlikofsky weiter.

Denn auch im vergangenen Jahr verloren vier Menschen auf Barnimer Straßen ihr Leben. Ursächlich hierfür war in zwei Fällen Alkohol und einmal der Konsum von Betäubungsmitteln. Beim vierten Fall hatte ein Pkw-Fahrer auf der L 200 einen Radfahrer nicht rechtzeitig erkannt, und es kam zur Kollision.

Positive Entwicklung bei Baumunfällen

Eine positive Entwicklung gab es bei der Zahl der Baumunfälle. Besonders auffällige Strecken wie etwa zwischen Buckow und Altenhof oder zwischen Althüttendorf und Joachimsthal wurden entschärft. Dabei wurden die Kurvenverläufe verdeutlicht, Messstellen festgelegt und teilweise durch eine Oberflächenbehandlung die Griffigkeit der Fahrbahn verbessert.

Für die B 158 (Seefeld – Werneuchen – Tiefensee) wurde zudem der Beschluss gefasst, dass in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Ost die Unfallkonzentrationen ermittelt werden. In den entsprechenden Bereichen soll das Straßenumfeld dann so ausgebildet werden, dass ein Abkommen von der Fahrbahn nicht zu schweren Unfallfolgen führt (Prinzip des Fehler verzeihenden Straßenumfeldes). Ist eine solche Gestaltung nicht möglich, sind Fahrzeugrückhaltesysteme (Schutzplanken) erforderlich. Dieses Prinzip soll auch für andere Unfallhäufungsstellen übernommen werden.

Beim Pflanzen neuer Bäume in Fahrbahnnähe ist darüber hinaus zu berücksichtigen, dass diese zu gefährlichen Hindernissen heranwachsen. Bäume sollen deshalb nur in Bereichen gepflanzt werden, die von abkommenden Fahrzeugen nicht erreicht werden können (z. B. hinter Fahrzeug-Rückhaltesystemen oder auf Einschnittböschungen).

Als einen Unfallschwerpunkt für Motorradfahrer hat die Verkehrsunfallkommission bereits vor einiger Zeit die Strecke zwischen Eberswalde, Liepe und Oderberg ausgemacht. Dort finden ständige Geschwindigkeitskontrollen statt. Nun wird es zudem einen Verkehrsversuch an der Unfallhäufungsstelle auf der L 29 (Ortsausgang Liepe in Fahrtrichtung Oderberg) geben. Hierzu sollen Sondermarkierungen mit Rüttelstreifen installiert werden. Diese dienen zum Reduzieren der Geschwindigkeiten und zum Erhöhen der Aufmerksamkeit. Die Maßnahme wird Anfang des Jahres beim zuständigen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung beantragt.

Großen Nachholbedarf sehen die Experten nach wie vor in Sachen Sicherheit für Radfahrer. „Während der Radverkehr beträchtlich zunimmt, sehe ich erhebliche Defizite bei der Verkehrssicherheit durch mangelhafte Infrastruktur“, erklärt Marcel Kerlikofsky. Für den Februar ist deshalb eine Sonderveranstaltung zum Radverkehrsunfallgeschehen geplant. Die Verkehrsunfallkommission lädt die Gemeinden, Straßenverkehrsbehörden und weitere Träger der Verkehrssicherheit zum Runden Tisch der Verkehrssicherheit ein. Dabei soll es unter anderem um die Themen

  • Radwegebenutzungpflicht – Handlungsstrategien für Kommunen
  • Hauptunfallursachen bei den Radfahrenden
  • Unfallprävention/Entschärfung von Unfallstellen
  • Planung und Bau von Radwegen mit alternativen Führungen für den Radverkehr (Markierungslösungen, Radfahr- und Schutzstreifen)
  • Gestaltung von Radverkehrsanlagen an Knotenpunkten

gehen.

Senioren als Unfallverursacher

Mit Sorge ist der seit einigen Jahren anhaltende Trend zu betrachten, wonach immer mehr Senioren (ab 65 Jahre) in Verkehrsunfälle verwickelt werden. Bis Ende November ereigneten sich im Landkreis Barnim bereits 1065 Verkehrsunfälle mit Senioren. In mehr als zwei Drittel der Fälle waren die Senioren auch Hauptverursacher. Die Verkehrsunfallkommission wird diese Unfallgeschehen genauer analysieren und etwaige Präventionsmaßnahmen daran ausrichten.

 

Quelle:  KVBarnim

Die Auswertung der Verkehrsunfallkommission hat für 2015 folgendes ergeben:

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist fast gleich geblieben, leider hat es deutlich mehr Verkehrstote gegeben trotz Entschärfung von 10 Unfallhäufungsstellen. „Es zeigt, dass wir mit unserer Arbeit an den richtigen Stellen ansetzen“ so Marcel Kerlikofsky der Leiter der Kommission. „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die hohe Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. Dabei ist das Sicherheitsniveau der Straße ein ganz wesentlicher Faktor, den man im Augen haben muss“, so der Verkehrsexperte.

Aufgenommen hat die Polizei 2015,  5282 Verkehrsunfälle, das sind 168 mehr als im Vorjahr. Dabei waren 637 Unfälle mit Personenschaden bei denen 797 Personen verletzt wurden. Leider waren auch 15 Todesopfer zu beklagen. (10 mehr als 2014) Hauptunfallursachen waren  überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer und Verletzung der Vorfahrt.

Die Verkehrsunfallkommission untersuchte die Unfallhäufigkeitsstellen und legte unterschiedlichste Maßnahmen fest um diese zu entschärfen.

Weiter zu den Problembereichen zählen Motorradunfälle sowie Unfälle mit Radfahrern. Auf den bekannten und beliebten Strecken für Motorräder um den Werbellinsee und zwischen Oderberg und Eberswalde wurden 10 neue Messstellen errichtet. Die Kontrolldichte wird 2016 erhöht werden.

Konfliktstellen für Radfahrer liegen verstärkt in Bernau und in Wandlitz.

Wir fragen uns, ob nicht bereits bei der Planung von Straßenerneuerungen oder Straßenneubauten auf Unfallstellen mehr geachtet werden könnte. So das nicht wie z.B. in der Bernauer Fichtestraße Unfallschwerpunkte neu geschaffen werden. Wer diese Straße öfter befährt kennt die Problematik der parkenden Autos und des verbauten Gehweges in Richtung Ladeburg. Wir hoffen nur das dort nichts passiert. Der Sommer kommt und damit nehmen auch die Radfahrer zu. Also bitte alle aufpassen!