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Verkehrssicherheit für alle

 sichere Straßen- und Verkehrssituation

Die Stadt Eberswalde strebt eine sichere Straßen- und Verkehrssituation an, um den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer, vor allem auch denen der schwächeren Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden. Immer wieder werden hinsichtlich der Schaffung eines sicheren Radwegenetzes Anfragen von Einwohnerinnen und Einwohnern sowie politischen Vertretern an die Verwaltung heran getragen. Vor allem am Beispiel der Heegermühler Straße werden die angestrebten oder bereits vorhandenen Radverkehrswege in Teilen in Frage gestellt.

Führungsform des Radverkehrs

Die  Bestimmung der Führungsform des Radverkehrs hat in einer grundlegenden Untersuchung als strategische, gesamtstädtische Planung  und unter besonderer Berücksichtigung der Verkehrssicherheit  zu erfolgen. Dies erfolgte in Eberswalde mit dem im Jahr 2015 beschlossenen Radnutzungskonzept unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit. „So verschieden wie die Straßen- und Verkehrssituationen innerhalb einer Stadt sind, so unterschiedlich können auch die gewählten Radverkehrs-Führungsformen für die jeweilige Straße sein“, so Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner. Es ist möglich, verschiedene Führungsformen anzuwenden, es kommt auf die sichere Art der Verknüpfung an.

Schutzstreifen existieren

In Eberswalde existieren seit vielen Jahren Schutzstreifen, die unfallfrei funktionieren. Aber noch ist das Eberswalder Radverkehrsnetz nicht komplett, die kontinuierliche Umsetzung ermöglicht aber die Beseitigung von noch vorhandenen Problembereichen.

Schutzstreifen in der Heegermühler Straße

Hinsichtlich des Schutzstreifens in der Heegermühler Straße gibt es viele Nachfragen. „Ein Zurück zu einstigen Führungsformen kann es hier nicht geben, da sich die Anforderungen an Rad- und Gehwege geändert haben, der notwendige Platz an vielen Stellen nicht vorhanden ist. Zum Schutzstreifen gibt es hier nicht wirklich eine Alternative“, so die Baudezernentin. Auch ist der durch eine Bürgerinitiative angestrebte Wunsch, die Schutzstreifen von der Fahrbahn durch ein Bürgerbegehren entfernen zu lassen, unzulässig. „Bei der Anordnung über die Entfernung eines Schutzstreifens für Radfahrer handelt es sich um eine behördliche Maßnahme, die dem Aufgabenkreis der Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung zuzuordnen ist. Laut Kommunalverfassung ist dagegen ein Bürgerbegehren nicht möglich“, so Robby Segebarth, der Wahlleiter der Stadt Eberswalde.

Kritik wird ernst genommen

Nichtsdestotrotz werden die Sorgen und Kritiken der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen. „Gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Straßenwesen, in dessen Zuständigkeit die Heegermühler Straße liegt, haben wir ein Verkehrsaudit vereinbart. Dies soll unter anderem aufzeigen, wo es Schwachstellen gibt, was verbessert werden kann“, so Eberswaldes Baudezernentin. Jedoch liegt das Ergebnis des Audits noch nicht vor, weshalb genau diese Punkte noch nicht endgültig analysiert werden konnten“, so die Dezernentin.

In der Vergangenheit fanden bereits Gespräche mit den verschiedensten Interessensvertretern zum Thema statt und auch zukünftig steht die Verwaltung als Ansprechpartner beiseite.

Zudem wird es am 6. Juni 2018 eine Landesradverkehrskonferenz in Eberswalde geben. Unter dem Thema „Kommunikation und Information“ diskutieren Städte und Interessensvertreter auf Einladung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung sowie der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Brandenburg.

 

Quelle: Stadt Eberswalde

10. Juli 2015 / Pressemitteilung

Keine Verkehrsberuhigung An der Plantage und Am Fliederbusch – Antrag für mehr Verkehrssicherheit in Ladeburg abgelehnt

In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung fand ein Antrag, mit dem Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Bernauer Ortsteil Ladeburg initiiert werden sollten, nur die Zustimmung der einreichenden CDU-Fraktion, der Fraktion Bündnis90/Grüne/Piraten und des Stadtverordneten der Freien Fraktion.

Die Vertreter von SPD, Linkspartei, Bündnis für Bernau (BfB), NPD und Unabhängigen stimmten gegen den Antrag bzw. enthielten sich und haben damit bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres einer höheren Verkehrssicherheit in Ladeburg eine Abfuhr erteilt. Während bei dem Vorjahresantrag, ebenfalls von der CDU-Fraktion eingebracht, die Ablehnung damit begründet wurde, dass es nicht erforderlich und viel zu aufwändig sei, in allen Orts- und Stadtteilen mögliche Ideen für eine bessere Verkehrsberuhigung in Tempo 30-Zonen zu sammeln und auf ihre verkehrsrechtliche und straßenbauliche Umsetzbarkeit durch die Polizei, die Untere Straßenverkehrsbehörde und die Kreisverkehrswacht prüfen zu lassen, wurde diesmal die Ablehnung damit begründet, dass solche Probleme in allen Stadt- und Ortsteilen auftreten und man dies nicht nur für einen Ortsteil oder einen Straßenzug prüfen dürfe. Wenn, dann müsse dies für das gesamte Stadtgebiet betrachtet werden.

Das einstimmige Votum des Ortsbeirates Ladeburg für den Antrag war für die breite Ablehnungsfront ebenso wenig von Belang, wie die Redebeiträge von zwei betroffenen Anwohnern aus dem Fliederbusch bzw. von der Plantage. Selbst der Hinweis auf vergleichbare bereits umgesetzte Maßnahmen in anderen Bernauer Stadt- und Ortsteilen zum Beispiel in Rehberge (Konrad-Zuse-Straße), Im Blumenhag (Edelweißstraße, Rosenstraße) bzw. in Schönow (Mittelstraße) und der Verweis auf die Zulässigkeit nach dem gültigen Straßenausbaukonzept der Stadt Bernau bei Berlin – tragende Sachargumente – blieben unberücksichtigt.

Nach der Abstimmung zeigten sich Sebastian Bruch, sachkundiger Einwohner im Verkehrsausschuss, und der Stadtverordnete Daniel Sauer enttäuscht: „Probleme vor Ort mit Vorschlägen der Betroffenen vor Ort zu lösen und somit einen großen Beitrag für Verkehrsberuhigung und Lebenszufriedenheit im heimatlichen Umfeld zu schaffen, das ist es, was uns bewegt. Wirkliche Sachgründe für die Ablehnung waren in der heutigen Debatte nicht zu vernehmen. So bleibt uns nur der Schluss, dass der Wunsch nach mehr Verkehrssicherheit in Ladeburg auf dem Altar der politischen Auseinandersetzung geopfert wurde.“

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