Beiträge

Sie dankte dem Verein Panke-Park Kulturkonvent e. V. mit seinem Vereinsvorsitzenden Michael Junghans und dem Spiritus Rector Prof. Kaltenborn, die seit Jahren die Entwicklung des Gebietes forderten und förderten. Sie hätten den Vor-Ort-Termin erst ermöglicht und engagiert mit vorbereitet. Bürgermeister Stahl (DIE LINKE) stand danach Rede und Antwort. Er informierte darüber, dass ein privater Investor das 14 Hektar große Areal entwickeln wolle. Die Stadt Bernau unterstütze dieses Vorhaben und habe den Entwurf eines Bebauungsplanes vorgelegt, der die Planungsziele der Stadt wie folgt definiere: Entwicklung eines allgemeinen Wohngebietes für ca. 500 Wohnungen, Entwicklung eines Mischgebietes, wo Wohnen und stilles Gewerbe erlaubt sind und eines eingeschränkten Gewerbegebietes im Norden des Gebiets. Der Bebauungsplanentwurf sichere auch eine Fläche für den öffentlichen Wohnfolgebedarf, wie z. B. den Bau einer Kita, erklärte Stahl. Die Erschließung des Gebietes solle durch den Anschluss an den Schönfelder Weg und die Vorbereitung der Anbindung an die Albertshofer Chaussee gesichert werden. Die Entwicklung des Gebietes, das seit 20 Jahren leer steht, fand die die ungeteilte Zustimmung der Besucher. Kritisch gesehen wurde allerdings - vor allem von den Anliegern der benachbarten Wohnsiedlungen- die Haupt-Erschließung über den Schönfelder Weg, der schon heute, vor allem vom Schwerlastverkehr in das dahinter liegende Gewerbegebiet, zu stark belastet sei. Hier sein eine zweite Anbindung an die Albertshofer Chaussee zwingend erforderlich. Auch empfahl man die schnellst mögliche Umsetzung der geplanten Parkanlage um den Teufelspfuhl zur Ergänzung des neuen Wohngebietes. Angefragt wurde auch, ob die Stadt die notwendigen Kita-, Schul- und Hortplätze sichern könne. Zum derzeitigen Zeitpunkt sieht Stahl dafür noch keine Notwendigkeit, bei wachsendem Bedarf werde die Stadt aber die nötigen Erweiterungen planen und vornehmen. Er verwies weiterhin darauf, dass der Entwurf des Bebauungsplanes "Wohnen am Panke-Park", bestehend aus Planzeichnung und rund 100 Seiten textlichen Festsetzungen, sowohl auf der Home-Page der Stadt Bernau b. Berlin unter der Rubrik Planen und Bauen/Bürgerbeteiligung, als auch im Rathaus (1. Etage) vor dem Ratssaal zu den allgemeinen Öffnungszeiten (Mo., Mi. und Do. von 7.00-16.30, Die. von 7 bis 18.30 und Fr. von 7 bis 13.30 Uhr) öffentlich ausliegen und eingesehen werden können. Anregungen, Kritiken und Änderungsvorschläge zum Bebauungsplan können bis zum 11. Mai 2015 im Rathaus der Stadt Bernau b. Berlin auch formlos, schriftlich oder zur Niederschrift eingereicht werden. Diese würden dann in einem Abwägungsverfahren im Stadtentwicklungsausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung vor Beschuss der Satzung des B-Planes beraten. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Bauleitplanung sei vorgesehen und ausdrücklich erwünscht, versicherte Stahl.

Am heutigen Montag (10. Februar 2020) wird mit bauvorbereitenden Arbeiten im künftigen Panke-Park begonnen. Dazu müssen auf dem 19 Hektar großen Areal zwischen Bahntrasse und Schönfelder Weg entlang des künftigen Wegesystems Bäume gefällt und Sträucher gerodet werden. „Der Wegeverlauf wurde so gewählt, dass erhaltenswerte Bäume auch erhalten bleiben“, informiert Marika Herbert vom Bauamt der Stadt. Bevor die Bäume gefällt werden, werden sie auf mögliche Niststätten untersucht.

Bis Ende Februar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Stadtverwaltung bittet sowohl Einwohner als auch Besucher der Stadt, die abgesperrten Bereiche des künftigen Pankeparks bis dahin nicht zu betreten.

Mit dem Bau des Pankeparks rund um den Teufelspfuhl soll im Juni begonnen werden. Als Ersatz für die gefällten Bäume werden dann auch neue gepflanzt. Der Park wird ein Naherholungsgebiet für die Bernauer sein. Ideal gelegen ist er für die Bewohner des neuen Wohngebietes Pankebogen. Die letzten der 600 neuen Wohnungen dort werden noch in diesem Jahr fertiggestellt. Schon im Frühjahr wird die neu gebaute Kita Pankewichtel eröffnet.

Quelle: Stadt Bernau

.

.

.

 

1994 zogen die sowjetischen Truppen aus Deutschland ab und hinterließen große brachliegende Militärflächen. 25 Jahre später blickten die Mitgliedskommunen des Brandenburger Netzwerkes FOKUS auf die Entwicklungen von Konversionsflächen im gesamten Land zurück.

Gastgeber der Fachtagung Konversionssommer 2019 war die Stadt Bernau bei Berlin. Hier blickten die Fachleute nicht nur in die Geschichte, sondern auch auf das Stadtumbaugebiet Pankeaue, wozu eine umfangreiche Grundwassersanierung des Teufelspfuhls eine wichtige Voraussetzung ist und zugleich zum derzeit größten Konversionsprojekt in der Stadt zählt.

Botschafter für Bernau - Barnim-plus

Konversion ist eine in Brandenburg flächendeckende Aufgabe, resümierte Markus Hennen, der Sprecher der FOKUS-Städte. „In der Staatskanzlei in Potsdam ist derzeit eine umfassende Ausstellung zu 25 Jahren Konversion zu sehen. Die Schau zeigt eindrucksvoll, welche Aufgaben die Kommunen bisher gestemmt haben und wie enorm die Aufgabe im Jahr 1994 mit Abzug der Truppen war. Es gab auf einmal massenhaft leer gefegte Flächen im Land, 83 Kasernen, 89 Wohngebiete, 19 Flugplätze, 45 Truppenübungsplätze.“ 

Einen Blick in die Bernauer Konversionsgeschichte gaben Bürgermeister André Stahl und Museumsleiter Bernd Eccarius. „In Bernau haben wir 145 Hektar ehemals militärisch genutzter Flächen. Wie auf Landesebene hat auch die Stadt Bernau eine Gesellschaft gegründet. Ein Erfolgsbeispiel ist das Gewerbegebiet Rehberge. Die STAB Grundstücksentwicklungs-gesellschaft hat die einstige Luftwaffennachrichtenkaserne auf einer Fläche von 25 Hektar zu einem Gewerbegebiet, zu Sport- und Freizeitflächen und Wohnbauflächen entwickelt“, so der Bürgermeister. Museumsleiter Eccarius zeigte den Gästen am Beispiel der Geschichte der Hussitenstadt, dass Konversion kein neuzeitliches Phänomen ist, sondern wiederholt in den Geschichten der Städte zu finden ist. Vor allem die Geschichte Bernaus zeigt, dass Konversion eine wichtige Rolle in der Stadtentwicklung spielte und heute noch spielt. „Für die Entwicklung von Wohngebieten sind wir nicht auf die grüne Wiese gegangen. Bewusst haben wir uns für die Entwicklung von städtischen Flächen entschieden, die zum Beispiel durch einstige militärische Nutzung belastet sind“, so der Bürgermeister.

Foto: Stadt Bernau

Die Tagungsteilnehmer konnten sich im Rahmen eines Rundgangs die Grundwasserreinigung des Teufelspfuhls ansehen. Das Gewässer liegt direkt am ehemaligen Heeresbekleidungsamt, wo die sowjetischen Truppen auch eine Reinigung hatten. 1960 ereignete sich hier ein Unfall mit Lösungsmitteln, ein enormer Umweltschaden.

Martina Freygang von der Brandenburgischen Boden Gesellschaft berichtete von der Herausforderung des Sanierungsprojektes. „1997 fanden erste Begutachtungen der Schadenssituation statt. Da sich der Umweltschaden auf einer sehr großen Fläche erstreckt, haben Stadt, Land und Deutsche Bahn eine Kooperation geschlossen. Der Grundwasserspiegel wurde gesenkt, eine Vielzahl an Pumpen und Leitungssystemen wurden zur Sanierung in den Boden gebaut. 25 Sanierungsbrunnen pumpen und reinigen am Tag 34 Kubikmeter Wasser“, so die Umweltmanagerin.

2,5 Millionen Euro wird die Altlastensanierung kosten. Ab 2022 will die Stadt die 19 Hektar große Fläche um den Teufelspfuhl als PankePark wieder nutzen.   „Die Konversionsprojekte, die die Kommunen jetzt beginnen, sind mehr als anspruchsvoll. In Bernau gehört dazu die Konversionsfläche an der Schwanebecker Chaussee, für die die Altlastensanierung auf etwa 10 Millionen Euro geschätzt wird. Für solche Projekte brauchen wir den Erfahrungs- und Wissensaustausch untereinander“, so Bernaus Bürgermeister. Bernau ist eine von insgesamt 20 Städten, die im Netzwerk Konversion aktiv ist.  

Quelle: Stadt Bernau

.

.

.

https://optik-reusner.de/
unser Partner in Bernau

 

Grund sind gesundheitsgefährdende Belastungen

Das Bodenschutzamt des Landkreises Barnim weist mit Beginn der warmen Jahreszeit erneut darauf hin, dass der Gebrauch des Teufelspfuhls als Angel- und Badegewässer sowie die Nutzung der Panke zwischen dem Ablauf Teufelspfuhl und der Unterführung der Bundesautobahn A11 in Bernau auf unbestimmte Zeit verboten sind. Grund sind die gesundheitsgefährdenden Belastungen der Gewässer.

 

Die vorhandenen Verbotsschilder sind unbedingt zu beachten. Zudem sollten Eltern und Erzieher vor allem Kinder und Jugendliche immer wieder darauf hinweisen, die Gewässer nicht zu nutzen. Die behördlichen Kontrollen am Teufelspfuhl und an der Panke finden weiterhin regelmäßig statt.

Uferbereiche ungefährlich

Als unbedenklich gilt hingegen ein Aufenthalt im Uferbereich der Gewässer.