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Gewässer in Bernau – Herausforderungen und Chancen für eine klimarobuste Stadtentwicklung

Wasser ist ein wertvolles und in Zeiten des Klimawandels ein immer knapper werdendes Gut. Ändert sich das Klima, hat dies auch direkte Auswirkungen auf den Wasserhaushalt sowie die Qualität und Ökologie von Gewässern. Starkregen und Hochwasser, niedrige Wasserstände und Austrocknung sowie Sauerstoffmangel und Versauerung von Gewässern gehören zu den Folgen. Mögliche Änderungen in der Grundwasserneubildung können zu Engpässen in der Trinkwasserversorgung führen. Mit der Renaturierung von Fließgewässern kann ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel geleistet werden, denn naturnahe Flüsse können vor Hochwasser schützen, den Wasserhaushalt regulieren und zur Kühlung des Stadtklimas beitragen.

Die Panke, das größte und wichtigste Fließgewässer in Bernau, ist in ihrer Funktionsfähigkeit gestört. Das soll sich durch die schrittweise Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Form des Gewässerentwicklungskonzepts Panke ändern. Ziel dabei ist es, die Panke möglichst im gesamten Stadtgebiet zu einem mäandrierenden Gewässer zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang lädt das Projektteam Bernau.Pro.Klima am Montag, den 18.02.2019, um 18 Uhr in die Rotunde der Grundschule am Blumenhag, Zepernicker Chaussee 24,16321 Bernau bei Berlin ein. Ziel der Veranstaltung ist der Austausch über den Zustand, die Rolle und das Potenzial der Gewässer in Bernau für eine klimarobuste Stadtentwicklung.

Andreas Krone, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands Finowfließ, wird zu Beginn der Veranstaltung über den Zustand der Gewässer in Bernau und den aktuellen Stand der Umsetzung des Gewässerentwicklungskonzepts informieren. Im Anschluss haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Ideen, Bedenken und Wünsche für Maßnahmen zur Klimaanpassung in Bernau – wie die geplante Renaturierung der Panke im gesamten Gemeindegebiet – einzubringen. Die Ergebnisse des Workshops fließen in eine Klimaanpassungs-Strategie für Bernau und die geplanten Renaturierungsvorhaben des Wasser- und Bodenverbands mit ein.  

Foto: Pressestelle Bernau

Im Rahmen des Projektes Bernau.Pro.Klima entwickelt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bernau eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Bernau. Dabei setzt das Projektteam auf eine möglichst breite Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Veranstaltungsreihe „Klimavorsorge für Bernau“ soll der Auftakt eines breiten Beteiligungsprozesses sein. Der Workshop „Gewässer in Bernau – Herausforderungen und Chancen für eine klimarobuste Stadtentwicklung“ ist dabei die vierte und letzte Veranstaltung dieser Workshop-Reihe. Die Ergebnisse aller Workshops fließen in die Strategieentwicklung zur Klimaanpassung in Bernau mit ein.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

Reden, planen und gestalten Sie mit!

Kontakt und Informationen:

Ansprechpartnerin: Maren Michaelsen (Beteiligung & Kommunikation)

E-Mail: klimaanpassung@bernau-bei-berlin.de

Telefon: 03338/365-212 oder 03334/657-284

www.natuerlich-barnim.de/bernau-pro-klima/

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Innenstadtforum /Städteforum Brandenburg

Unbenannt

Bild: Der Vorstand des Städteforums, von links nach rechts: Dr. Wolfgang Schönfelder, Ines Bild: Der Vorstand des Städteforums, von links nach rechts: Dr. Wolfgang Schönfelder, Ines Hübner, Friedhelm Boginski und Helmut Wenzel.

Bereit für neue Aufgaben: Aus dem Innenstadtforum wird das Städteforum Brandenburg
Das 2004 gegründete Innenstadtforum ist mit 40 Mitgliedern die größte kommunale Arbeitsgemeinschaft Brandenburgs, die sich Themen der Stadtentwicklung widmet. Die Mitglieder, darunter 33 Kommunen, nutzen dieses Netzwerk zum fachlichen Austausch, aber auch zur Interessenvertretung und Positionierung zu wichtigen Stadtentwicklungsthemen. Auf der Mitgliederversammlung am 21. Juni 2016 haben die Vertreter eine thematische Neuausrichtung beschlossen, die sich auch in einer Namensänderung widerspiegelt. Beschlossen wurde die Umbenennung in „Städteforum Brandenburg“.
Das Städteforum wird sich auch weiterhin den Themen der Innenstadtstärkung widmen, denn starke Innenstädte sind die Voraussetzung dafür, dass die Städte ihre Rolle als Anker im Raum wahrnehmen können. Darüber hinaus werden künftig auch Themen der sozialen Stadtentwicklung stärker in den Blick genommen. Dazu gehören Fragen der Entwicklung der Bildungsinfrastrukturen oder der sozialen Integration der Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement. Das Städteforum möchte sich damit auch als Netzwerk der 26 am Bund-Länder-Förderprogramm beteiligten Brandenburger Kommunen profilieren. Das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) unterstützt diesen interkommunalen Fachdialog im Rahmen des Städteforums. Ministerin Kathrin Schneider übergab dem Städteforum im Rahmen der Mitgliederversammlung dafür einen Zuwendungsbescheid über 50.000 Euro. Sie betonte in ihrem Grußwort die Flexibilität des Programms „Soziale Stadt“ und wünschte sich, dass es auch für eine präventive Stadtentwicklung eingesetzt werden kann.
Neben allen Neuigkeiten gab es auf der Mitgliederversammlung jedoch auch Kontinuität an zentraler Stelle: Der seit langem engagierte Vorstand unter dem Vorsitz von Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde, wurde im Amt bestätigt. Zum Vorstand gehören weiterhin Dr. Wolfgang Schönfelder vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. und Helmut Wenzel, Bürgermeister der Stadt Lübbenau / Spreewald. Verstärkt wird er durch Ines Hübner, Bürgermeisterin der Stadt Velten, die sich vor allem für das Netzwerk Soziale Stadt einsetzen möchte.
Für die kommenden Monate wurde ein vielfältiges Arbeitsprogramm beschlossen. Geplant sind zwei dauerhaft angelegte Arbeitskreise zur „Sozialen Stadt“ und zur „Funktionsvielfalt der Innenstädte“ sowie Fachveranstaltungen und Publikationen

Quelle: Pressemitteilung Städteforum Brandenburg