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Infoabend zur künftigen Unterbringung von Flüchtlingen in Ützdorf – Gemeindeverwaltung lädt am 10. Mai ein
Noch in diesem Jahr soll das ehemalige katholische Schwesternheim Sankt Afra in Ützdorf als Übergangswohnheim für die Unterbringung von insgesamt 46 Flüchtlingen  genutzt werden. Für Dienstag, den 10. Mai, lädt die Wandlitzer Verwaltung deshalb die Anwohner aus Ützdorf und Lanke zu einer Einwohnerversammlung um 19 Uhr in den Garten der zukünftigen Flüchtlingsunterkunft in der Wandlitzer Straße 4 ein. Vor Ort werden neben der Wandlitzer Bürgermeisterin, Dr. Jana Radant, die Landkreisdezernenten Matthias Tacke und Silvia Ulonska über den Stand der Flüchtlingsbetreuung im Landkreis allgemein sowie das konkrete Wohnprojekt in Ützdorf informieren und Fragen beantworten. Der Betreiber des künftigen Übergangswohnheims wird sein Betreuungskonzept vorstellen und für Interessenten einen Rundgang durch das Haus anbieten.

Ab 1926 diente die ursprünglich privat genutzte Villa Fürstenberg als Ferienheim für Kinder und Jugendliche. Ordensschwestern des St. Afra-Stifts aus Berlin sorgten für das Wohl der jugendlichen Gäste. Den Einwohnern von Ützdorf und Lanke wurden von den katholischen Ordensschwestern ab 1929 auch Nähkurse angeboten. In der NS-Zeit wurden das Kinderheim und die Nähschule aufgelöst und die Rote Armee richtete sich kurzzeitig dort ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen die Schwestern das Haus wieder in Besitz. Sie nahmen heimatvertriebene Ordensschwestern auf und boten für Ützdorf und die Nachbarorte ambulante Krankenpflege an, gaben Religionsunterricht und arbeiteten in der Mütterberatung. Ab 1949 diente das Gebäude als Altersheim für Ordensleute. Nach der Wende erfolgte 1993 eine gründliche Renovierung des Hauses. Bis zu seinem Verkauf vor einigen Jahren diente es als Gäste-Herberge und wurde von Ordensschwestern des St. Afra-Stifts und weltlichen Mitarbeitern betrieben.

Wir haben heute den ganzen Tag, das 110. Jahresfest in Lobetal begleitet. Das ist seit Jahren ein MUß für uns. Viele Bekannte trifft man dort. Sei es Feuerwehr, die Rettungshundestaffel des DLRG, die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg Diana Golze, die Präsidentin des Landtages Brandenburg Britta Stark, den Landrat vom Barnim Bodo Ihrke, die Dezernentin für Sozial- und Umweltangelegenheiten des Landkreises Barnim Frau Silvia Ulonska, der Bürgermeister von Bernau André Stahl, Mitglieder des Vereins Eltern helfen Eltern, Rumpelstolz, den Lionsclub und viele bekannte Bernauer Gesichter. Alle zusammen an diesem Tag, der unter dem Motto MITEINANDER stand. Hier ein paar Eindrücke:

     

    In Oderberg wurde Richtfest für das Asylbewerberheim gefeiert.

    Die  Botschaft  des  Richtspruches  war  kurz  und  prägnant:  „Dem Haus und seinen Bewohnern soll kein Leid geschehen“, hieß es  am   Freitag   beim   Richtfest   für   das   Asylbewerberheimes   in Oderberg.

    Das Heim wird im Auftrag des Landkreises Barnim vom  Evangelischen  Jugend- und  Fürsorgewerk (EJF) gebaut. Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk ist ein diakonisch sozialer Träger mit über 100 Einrichtungen in Berlin, Brandenburg,   Niedersachsen,   Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Polen und Tschechien.

    Das EJF wird das Heim in Zukunft betreiben. Ab Ende Juni soll es fertig sein, so dass die ersten Flüchtlinge einziehen können. „Wir  sind  mit  den  Arbeiten  voll  im  Zeitplan,  können  nach derzeitigem  Stand  die  ersten  Flüchtlinge  im  Juni  aufnehmen“,  freute  sich Sirgid  Jordan-Nisch,  die für  das EJF  das  Bauprojekt in  Oderberg  betreut.
    Barnims  Sozialdezernentin  Silvia  Ulonska  geht davon aus, daß das Heim ein Zugewinn für Oderberg wird. Profitieren werden die 80 Flüchtlinge ebenso wie die Oderberger.

     

    Auf dem Gelände eines ehemaligen Ferienlagers in Joachimsthal entsteht zur Zeit eine weitere Einrichtung die auch vom EJF betreut wird. Dort sollen 120 Flüchtlinge untergebracht werden.

    Sind die Unterkünfte fertig und bezogen wird das Übergangswohnheim in Althüttendorf im Laufe des Jahres geschlossen.

    „Die Einrichtung stand schon lange in der Kritik und entsprach nicht mehr den Anforderungen“, so Silvia Ulonska. „Darauf haben wir als Landkreis reagiert. Nach den derzeitigen Planungen wird der Vertrag mit dem Träger Mitte des Jahres auslaufen.“

    Foto: Pressestelle Richtfest-Oderberg

    Foto: Pressestelle Richtfest-Oderberg

    Am Mittwoch (04.03.15) wurde zum 5. Mal der Tierschutzpreis des Barnims vergeben. Die Auszeichnung erhielt Frau Berndt. Vorgeschlagen wurde sie vom Tierschutzverein Niederbarnim. Ausgezeichnet wurde sie, im Namen des Landrats, von der Dezernentin Silvia Ulonska und Amtstierarzt Volker Mielke.

    Frau Berndt kümmert sich, wie sie erzählte um freilebende Katzen. Angefangen hat alles vor vielen Jahren als sie an ihrem Grundstück 5 Kätzlein fand. Sie fütterte  und pflegte sie. Als die Zeit heran war, wurden die Katzen kastriert/sterilisiert. Seit dieser Zeit hat sich Frau Berndt den streunenden und verwilderten Hauskatzen verschrieben. Sie fand im Tierheim Ladeburg einen hilfreichen Partner. Nun konnten die Katzen in z.T. langwierigen Aktionen eingefangen werden. Das Tierheim Ladeburg übernahm die Kastration/Sterilisation. Danach wurden die Katzen wieder an ihrem Fundort freigesetzt. Amtstierarzt Volker Mielke berichtete, das leider noch nicht alle Katzenhalter ihre freilaufenden Katzen Kastrieren/sterilisieren lassen. Aber wir sind im Barnim auf gutem Wege.

    Die mit dem Barnimer Tierschutzpreis verbundenen 300 Euro., spendete Frau Berndt sogleich für den Tierschutz.

    Wer in seinem Barnimer Umfeld , Menschen kennt die sich für den Tierschutz einsetzen kann sie für den nächsten Tierschutzpreis vorschlagen. Diese Vorschläge können bereits jetzt beim Landkreis oder dem Tierheim eingereicht werden.

     

    Rund einhundert Besucher waren am Dienstag zur Sitzung des Ortsbeirates Lobetal in das Begegnungszentrum in Alt-Lobetal gekommen. Sie alle wollten vor allem eins: genauere Informationen über die anstehende Unterbringung von Flüchtlingen in dem Bernauer Ortsteil.

    Zwischen dem Landkreis Barnim und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal wurde die Unterbringung von 26 Flüchtlingen in Wohnungen der Stiftung vereinbart. Da der Einzug bereits für Anfang März geplant ist, wurde die Ortsbeiratssitzung genutzt, um die Bevölkerung umfassend zu informieren und Fragen zu beantworten. Silvia Ulonska, Sozialdezernentin des Landkreises Barnim, erläuterte die aktuelle Situation im Barnim: 440 Flüchtlinge hatte der Landkreis im vergangenen Jahr unterzubringen, in diesem Jahr werden es wohl über 800 Personen sein.

    Im Lobetaler Haus „Bucheneck“ werden im März 26 Menschen in zwei Wohngemeinschaften und eine große Wohnung ziehen. „Das Haus ist in den letzten Wochen renoviert worden. Ein Mietvertrag wurde mit dem Landkreis zu ortsüblichen Konditionen geschlossen, so dass nun gute Voraussetzungen bestehen, damit die Flüchtlinge den Schritt in ein wohnliches Umfeld gehen können“, so die Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Pastor Johannes Feldmann und Martin Wulff.

    Eine Wohngemeinschaft wird aus Männern aus dem Tschad bestehen, sie beziehen als erste ihre neue Unterkunft, erklärte Silvia Ulonska. In die zweite Wohngemeinschaft ziehen voraussichtlich Mitte des Monats syrische Flüchtlinge. Ende März wird dann noch eine Familie in die Wohnung im „Bucheneck“ einziehen. Die neuen Bewohner werden durch Sozialbegleiter des Landkreises Barnim und den Migrationsfachdienst der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal begleitet. Wie der Landkreis weiter mitteilte, hätten die Flüchtlinge teilweise bereits gute Deutschkenntnisse und werden in ihren aktuellen Übergangseinrichtungen „auf das eigenständige Leben in Wohnungen“ vorbereitet.

    Bürgermeister André Stahl betonte: „Bernau muss und will als zweitgrößte Stadt im Landkreis Barnim ihrer Verpflichtung bei der Unterbringung von Flüchtlingen nachkommen. Wir haben als reiches Land gemeinsam diese Aufgabe zu schultern. Und wir sollten vor allem eins nicht tun: Die Kritik, die es an der Asylpolitik in Deutschland gibt, auf dem Rücken der Schwächsten austragen, die zu uns fliehen.“ Er sei zuversichtlich, dass die Lobetalerinnen und Lobetaler sich als gute Nachbarn zeigen. Er versicherte, dass die Stadt sie dabei unterstützen werde.

    Viele nutzten die Einwohnerfragestunde, um ihre Sorgen vorzutragen: Wie können die Flüchtlinge im Ort integriert werden? Welche Rechte und Pflichten haben sie? Wie kann man das Sicherheitsgefühl der Menschen verbessern? Am Ende stellte Ortsvorsteher Hans-Günther Hartmann fest: „Die ausländischen Flüchtlinge und neuen Einwohner und Einwohnerinnen sind in unserer Ortschaft willkommen. Wir werden alles tun, damit sie hier schnell heimisch werden.“ Vorbehalte könne man schließlich nur ausräumen, indem man miteinander ins Gespräch komme. Daher solle es bald einen Willkommensabend für die neuen Nachbarn geben.

     

    Das Bernauer Netzwerk für Weltoffenheit hat eine Willkommensinitiative angeregt, koordiniert wird sie über die Agentur Ehrenamt, Brauerstraße 9, E-Mail: info@ehrenamt-barnim.de, Tel. 03338 3603137, Sprechzeiten: Dienstag  9–12 Uhr und Donnerstag 9–15 Uhr.

     

    Quelle: Pressestelle Stadt Bernau bei Berlin