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Pressemitteilung 19.6.15

Seit zwei Jahren vollführen die Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim erfolgreiche Aufklärungsarbeit und Prävention gegen Beißvorfälle

(Eberswalde, den 15.06.2015) Mami –  ich möchte einen Hund! Mit solchen Wünschen können Kinder nach Hause

Foto: Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim

Foto: Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim

kommen, wenn sie einen Projekttag mit der Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim verbracht haben. Seit nunmehr zwei Jahren finden im Frühling, Sommer und Herbst Projekttage mit Eberswalder Schülern statt. Ziel dieser ehrenamtlichen Veranstaltungen ist es, den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Hunden zu lehren und ihnen einen Einblick in das Können eines Rettungshundes der DLRG zu geben.

Am Montag erwarteten die Mitglieder der Rettungshundestaffel einige Schulklassenkinder im Eberswalder Stadtwald. Die allererste Frage lautet: Wer von Euch hat denn einen Hund zu Hause? Vereinzelt recken sich Arme in die Höhe und schon ist man mittendrin im Thema. Wie gehe ich auf einen Hund zu? Darf ich jeden Hund streicheln? Und warum bellen Hunde den Postboten an? Nacheinander und in Ruhe werden alle Fragen zum Thema Begegnung mit einem Hund von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim beantwortet. Wer den Mut hat sein erlerntes Wissen anzuwenden darf auch gleich den Rettungshund „Cliff“ streicheln und sich von ihm beschnuppern lassen. Anjuta Klauke – langjähriges Mitglied und erfahrene Hundeführerin der DLRG- erklärt den Kindern ganz ruhig was der Hund erfasst und warum der Hund so reagiert wie er reagiert.

Doch just in diesem Moment werden die Kinder Zeugen eines fingierten Überfalls auf die mitgebrachten Süßigkeiten.

Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim

Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim

Die vermeintlichen Diebe können mit der Beute entkommen. Das ist jetzt ein Fall für den Personenspürhund „Hunter“. Hunter ist ein acht Monate alter sog. Schweißhund, der auf das Verfolgen von Spuren gezüchtet wurde und nun die Ausbildung zum Personenspürhund durchläuft. Die Diebe haben ihre Sonnenbrille beim Überfall verloren und somit kann „Hunter“ die Spur aufnehmen. Die Kinder werden jetzt zu Assistenten des Rettungshundeführers und der Personenspürhund kann die Diebesbande verfolgen und aufspüren, die Süßigkeiten sind gerettet und die Diebe werden verhaftet. Die Kinder sind begeistert und alle wollen wissen: Wie funktioniert denn eine Hundenase und warum wollen denn Hunde arbeiten? Die Mitglieder der Rettungshundestaffel erklären die verschiedenen Aufgabengebiete ihrer Hunde und das benötigte Zubehör. Das können die Kinder anfassen und ausprobieren. Der Flächensuchhund „Kalle“ zeigt den Kindern seine Arbeit indem er eine Person im Wald sucht und durch Verbellen anzeigt. Nun dürfen sich auch die Kinder in Begleitung im Wald verstecken und sich von den Spürhunden der DLRG suchen lassen. Das ist für alle wieder sehr aufregend und spannend. Aber zum Schluss müssen sich alle nochmal konzentrieren. Ein mündlicher Test steht an, jetzt Fragen nämlich die Mitglieder der Rettungshundestaffel die Schüler, für richtige Antworten gibt es etwas Süßes und wer bis zum Schluss gut aufgepasst hat, ist klar im Vorteil.

Die Rettungshundestaffel der DLRG KV Barnim

Pressemitteilung der Rettungshundestaffel der DLRG Barnim

 

DLRG Rettungshundestaffel Barnim bringt ersten Wasserortungshund in Brandenburg und Berlin hervor!

Das Rettungshundeteam der DLRG Barnim Petra Nentwig-Zimmermann und ihr Berner Sennenhund „Ado“ bestehen erfolgreich die Prüfung für die biologische Ortung nach Vermissten zu Wasser.

FOTO: Rettungshundestaffel DLRG Barnim

FOTO: Rettungshundestaffel DLRG Barnim

Als Wasserrettungsorganisation ist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) prädestiniert für das blaue Element. Ihre dazugehörige Rettungshundestaffel des Kreisverbandes Barnim beschäftigt sich neben der Vermisstensuche an Land ebenso mit der Suche auf dem Wasser. Neben den bisherigen geprüften Hunden für die Flächensuche im Wald und Feld, der Personensuche in der Stadt (Mantrailing) sowie der Trümmersuche, können die Barnimer eine weitere Einsatzsparte mit ihren Hunden bedienen. Die als Wasserortung bezeichnete Sparte, welche die Arbeit der Polizei und Feuerwehren unterstützt, dient der Lokalisierung eines Ertrunkenen im Wasser.
Wie der Name es verrät, spielt sich eine solche Spürleistung des Hundes auf einem Boot ab. Nicht jeder Hund ist für diese spezielle Aufgabe geeignet. Die Wasserortungshunde werden mit den besonderen Geruchsbildern vertraut gemacht und lernen diese dem Hundeführer, erst an Land und dann auf dem Wasser, anzuzeigen. Die Gewöhnung der Arbeit aus dem Boot heraus ist ein wesentlicher Bestandteil. Die Vorteile einer Wasserortung mittels Hund liegen hierbei auf der Hand. Die Tauchzeiten der Einsatztaucher verringern sich durch die gezielte Suche, dadurch lässt sich für sie weiterhin Atemluft einsparen und das planlose und manchmal gefährliche absuchen des Grundes wird ebenso vermindert. Es reichen winzige, aufsteigende Geruchsmoleküle in den Luftströmungen aus, um eine Reaktion des geschulten Hundes dafür auszulösen.
„Ein ausgebildeter Wasserortungshund kann vom Boot aus Personen bis zu 50 Meter und mehr unter Wasser orten und dem Hundeführer anzeigen, wo der menschliche Geruch an die Oberfläche steigt. Auf diese Weise kann man den Einsatztauchern Anhaltspunkte für ihre Suchen geben.“ So die erfahrene Hundeführerin Petra Nenntwig-Zimmermann von der DLRG Barnim.  Sie betreibt schon Jahrelang diese Arbeit mit ihrem Hund und weiß um die Besonderheiten und Schwierigkeiten der Ausbildung. „Man muss bei seiner Suchtaktik alle Umwelteinflüsse des Wassers berücksichtigen, dazu gehören unter anderem: Lufttemperatur, Wind und Strömung, Wassertemperatur sowie die Beschaffenheit des Wassers an sich.“

FOTO: Rettungshundestaffel DLRG Barnim

FOTO: Rettungshundestaffel DLRG Barnim

An die zwei Jahre dauerte die umfangreiche Ausbildung des Teams, denen eine erfolgreiche Ausbildung in der Flächensuche zuvor liegt. Zur Prüfung fuhren Petra und Ado nach Halle an der Saale, wo die Prüfung durch zwei Oberprüfer der DLRG abgenommen wurde. Es galten jeweils einen See oder ein fließendes Gewässer abzusuchen, dies unter Berücksichtigung der Einsatztaktik auf dem Wasser. Entscheidend sind die Suchrichtungsangaben und Kursvorgabe an den Bootsführer sowie die Markierung der Anzeige mittels GPS auf dem Wasser. Nachdem sie den See abgesucht hatten musste Petra nun ihre Markierungspunkte auf der Karte setzen und am Computer auswerten. Ein Hauptkriterium ist die Entfernung der Anzeige des Hundes zum Geruchsstoff, der vor der Suche, für die Prüflinge unwissend, versenkt wurde. An diesem Wochenende konnten Petra und Ado alleinig diese Prüfung für sich entscheiden, indem Ado sogar als einziger Hund punktuell über dem Geruchsstoff Anzeigte.
Petras Fazit über die Prüfung: „Vertraue Deinem Hund!“
Die DLRG Barnim gratuliert dem Team besonders herzlich und ist stolz auf diese Leistung.

Weitere Infos zur Wasserortung und der Rettungshundearbeit: www.rettungshundestaffel-barnim.de

Zur Rettungshundestaffel der DLRG Barnim:       Alarmierung: 0152 032 80 189
Die Rettungshundestaffel der DLRG Barnim wurde im Jahre 2011 gegründet. Sie betreibt die ehrenamtliche Suche nach vermissten Menschen und steht der Polizei für Sucheinsätzen, kostenfrei 24h am Tag und ganzjährig zur Verfügung. Zurzeit gehören 26 Hundeführer-, und Führerinnen zur Staffel, davon stehen geprüfte Hunde sowie zertifizierte Einsatzleiter zur Verfügung. Die Staffel ist mitunter die alleinige in Brandenburg und Berlin, die geprüfte Hunde jeder Einsatzsparte zur Verfügung stellen kann. Es stehen geprüfte Hunde für die Flächensuche, der Trümmersuche, dem Mantrailing und der Wasserortung den Behörden zur Verfügung. Bisher wurden mehr als 30 Einsätze durch die Staffel bewältigt und mehrere Menschenleben gerettet.

Zur Wasserortung:

Wasserortungshunde suchen vom Boot aus nach menschlichem Geruch eines Ertrunkenen, der aus dem Wasser aufsteigt. Dabei sind bereits Ortungstiefen von 50 und mehr Metern beschrieben worden. Dies ist notwendig, damit ertrunkene Personen in Gewässern gefunden und durch Taucher geborgen werden können. Sie ermöglichen einen effektiveren Einsatz von Taucherteams.
Wir danke Swantje Krüger für die freundliche Zusammenarbeit