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Lobetal: Pastor Dr. Johannes Feldmann nach 23 Dienstjahren herzlich in den Ruhestand verabschiedet

 

Mit einer festlichen Veranstaltung in Lobetal wurde am 15. Juni Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, nach 23 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Dazu konnte der Lobetaler Geschäftsführer Martin Wulff im Saal Alt-Lobetal Persönlichkeiten aus Diakonie und Kirche, dem politischen Raum, aus dem Wirtschaftsleben, langjährige Weggefährten, Mitarbeitende sowie Betreute aus den einzelnen Einrichtungen und Diensten begrüßen. Anwesend waren der Landrat des Landkreises Barnim, Bodo Ihrke, Bürgermeister aus Städten und Gemeinden der Region, die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Dr. Ingeborg von Schubert, sowie alle Mitglieder des Vorstandes der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

In seiner Dankansprache würdigte Martin Wulff das langjährige Engagement Pastor Dr. Johannes Feldmanns zum Wohle der Stiftung, der vertrauensvollen Zusammenarbeit im Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und der Entwicklung der Verbandsarbeit im Rahmen der Diakonie:

Nahezu der gesamte Immobilienbestand der Hoffnungstaler Anstalten sei ab den frühen 1990er Jahren und bis heute andauernd saniert oder erneuert worden. „So konnten die für zahlreiche neu geschaffene Angebote notwendigen Räumlichkeiten errichtet werden. Bis heute wirkt für mich in diesem Zusammenhang die Idee der damaligen Brandenburger Sozialministerin Regine Hildebrandt, die Ziele und die Förderung des sozialen Wohnungsbaus auch für Menschen mit Behinderungen zu erschließen“, erklärte Martin Wulff.

„Zeitgleich zu den baulichen Erfordernissen gab es die Um- und Neugestaltung der sozialrechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen auf der Grundlage des neuen bundesdeutschen Sozial-, Rechts- und Wirtschaftssystems“, so Martin Wulff weiter. Die Umgestaltung des betrieblichen Handelns auf die neuen Grundlagen hin zu organisieren, gleichzeitig weiterhin diakonische Werte zu befördern und drittens bewährte Trägertraditionen nicht zu verlieren, sei eine jahrelange beständige Herausforderung und manchmal auch ein ziemlich großer Spagat gewesen.

Martin Wulff betonte: „Menschen in Not gibt es heute wie auch in den vergangenen Jahrzehnten, zur Gründungszeit unserer Stiftung und auch davor. Und auch die Bedingungen, diesen Menschen zu helfen, könnten besser sein, damals wie heute. Das hat Sie, lieber Pastor Dr. Feldmann, in den vergangenen Jahrzehnten aber nicht mutlos gemacht sondern war Ansporn für neues Denken und mutiges Handeln.“

Pastor Dr. Feldmann hatte und habe „einen weiten Blick und ein weites Herz für Lobetal“. Wulff dankte ihm von Herzen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte ihm und seiner Gattin für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen. Anschließend überreichte er ihm ein persönliches Erinnerungsgeschenk und eine Bildchronik.

Der Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Pastor Ulrich Pohl, hob hervor, Dr. Feldmann habe sich im Verlaufe seiner Tätigkeit große Verdienste um die Entwicklung der Hoffnungstaler Stiftung erworben und sie seit 1994 maßgeblich mitgeprägt. Er zog Parallelen zur biblischen Geschichte, in der Mose mit großen und schwierigen Aufträgen Gottes konfrontiert worden sei. Eine der Aufgaben, vor die Pastor Dr. Feldmann gestellt wurde, sei der 2010 vollzogene Übergang der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal in die Rechtsform einer Stiftung gewesen.  Als eine der vier v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel setzt sie seitdem ihren diakonischen Auftrag fort.

2011 wurde Dr. Feldmann Mitglied im Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Im Rahmen des Netzwerkes „Bethel in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt“ war er in weiteren Leitungsämtern tätig, darunter auch als Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge in Berlin.

In seinem Festvortrag zum Thema „Diakonie und öffentliche Theologie“ unterstrich Prof. Dr. Ulrich H. J. Körtner, Universität Wien, unter dem Beifall der Anwesenden, dass Theologie und Religion in der modernen Gesellschaft aufgerufen sind, eine aktive Rolle bei der Beantwortung drängender Lebensfragen zu spielen. Dieses Thema hat das berufliche Engagement Pastor Dr. Feldmanns im Haupt- und Ehrenamt zu allen Zeiten und an allen Stationen in besonderer Weise geprägt.

Das Wirken Pastor Dr. Feldmanns genießt in der Diakonie hohe Wertschätzung. Ausdruck hierfür war u.a. 2015 seine Wahl zum Vorsitzenden des Diakonischen Rates des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO). Seit 1996 ist er Vorstandsvorsitzender des Verbandes für Altenhilfe und Pflegerische Dienste im DWBO. Diese Ämter wird er bis zum Ende der Wahlperiode weiter wahrnehmen.

Unser Foto:

Verabschiedung in Lobetal: Pastor Dr. Johannes Feldmann (Mitte) und seine Frau nehmen aus den Händen von Geschäftsführer Martin Wulff ein Erinnerungsgeschenk entgegen.

Foto: Hoffnungstaler Stiftung Lobetal/Stephan Bertheau

Stark mit Ehrenamt
Lobetal ehrte engagierte Bürgerinnen und Bürger

„Denn uns ist klar: das Gute stammt: fast ausnahmslos vom Ehrenamt!“  heißt es unter anderem in einem Gedicht von J.T. Hübner, mit dem Lobetal Ortsvorsteher,  Dr. Hans-Günther Hartmann die rund 150 jungen und älteren Ehrenamtlichen im Bonhoeffer Haus am 25. Mai begrüßte.
Der Ortsbeirat Lobetal und die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal luden an diesem Tag zu einem Dankeabend für das Ehrenamt ein. „Über 200 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in Lobetal, und das bei 700 Einwohnerinnen und Einwohnern, damit liegt man weit über dem Bundesdurchschnitt von ca. 30% engagierten Menschen.“, freute sich Dr. Hartmann in seiner Begrüßung. Besonders die gelungene Integration von geflüchteten Menschen in Lobetal  hob er hervor. So sind sie, unter anderem,  in der Ukrainehilfe Lobetal und in der 160530-EhrenamtLandwirtschaft aktiv.
Bernaus Bürgermeister, André Stahl, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass Lobetal nicht nur als großer Arbeitgeber, sondern auch durch sein soziales Engagement und das vielfältige Ehrenamt schon sehr lange auch nach Bernau ausstrahlt.
Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorsitzender der Lobetaler Geschäftsführung und Bethel-Vorstand, überbrachte den Dank der Stiftung. „Ohne das Ehrenamt könnten viele gute und wichtige Dinge nicht geleistet werden“ sagte er.
Andreas Rohr, Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr in Lobetal, nutzte die Gelegenheit, für die Feuerwehr zu werben, und schilderte die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden.
„Denn auch in Zukunft Gutes stammt:  fast ausnahmslos vom Ehrenamt“ so endet das Gedicht von J.T. Hübner, und in diesem Sinne bot der Abend eine gute Gelegenheit sich bei bei Essen und Trinken zu stärken und sich über die Arbeit auszutauschen.
Unter den Gästen war auch Bernaus Alt-Bürgermeister Hubert Handke, der über seine Amtszeit hinweg Lobetal auch ehrenamtlich verbunden ist.
Der Abend wurde durch die Stadt, Bernau bei Berlin, die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und viele Lobetaler Vereine unterstützt und ermöglicht.
Für die musikalische Umrahmung sorgte ein begeisterndes Bläsertrio der Musikschule Barnim/ Standort Bernau.

Quelle:

Lutz Reimann Öffentlichkeitsarbeit Koordinator Agentur Ehrenamt Bernau und Ahrensfelde „aNdereRSeits“  – Galerie für Außenseiterkunst