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Wer auf dem Berlin-Usedom-Radweg in Richtung Panketal unterwegs ist, nähert sich bei Eichwerder der Zepernicker Chaussee. Kurz davor hat der Wasser- und Bodenverband (WAV) Finowfließ auf einem 120 Meter langen Teilstück die Panke renaturiert.

Dabei schuf der WAV eine Überschwemmungsfläche, die seitlich bis an den Radweg heranreicht. Am gegenüberliegenden Ufer wurde die Panke an zwei Stellen etwas oberhalb der mittleren Wasserlinie erweitert. Diese Einbuchten im Uferbereich, so genannte „semiaquatische Bereiche“, werden bei höherem Wasserstand überschwemmt und sind über viele Wochen im Jahr ideale Lebensräume für Amphibien, aber auch für Pflanzen, die bevorzugt in Feuchtgebieten siedeln. Einige Stauden wurden hier bereits eingesetzt, etwa Sumpfdotterblumen, Wasserschwertlilien, Blutweiderich oder echten Baldrian. Der Eschenwald blieb erhalten, zusätzlich wurden noch zehn junge Erlen gepflanzt.

Foto: Stadt Bernau

Das renaturierte Stück gibt der Panke mehr Raum und bietet Fauna und Flora einen ökologischen Mehrwert. Über einen längeren Zeitraum hinweg werden seit einigen Jahren solche Biotope entlang der Panke geschaffen – in Bernau ist dies bereits am Ausgang des Teufelspfuhls und in der Hesselwiese umgesetzt worden. Dass diese Teilstücke nicht länger sind oder zusammenhängend gestaltet werden können, hat mehrere Gründe, unter anderem die dichtere Bebauung in manchen Flussbereichen oder kompliziertere Grundstücksfragen. In Eichwerder jedoch war die Stadt Bernau Grundstückseigentümer, weshalb hier mit der Planung rascher begonnen werden konnte. Die Kosten für Planung und Bau betrugen rund 160.000 Euro und wurden aus dem „Renaturierungsfonds“ des Landkreises finanziert.

Radfahrenden, Wandernden und Erholungssuchenden bietet dieser Bereich nun willkommene Abwechslung und der Natur mehr Entfaltungsmöglichkeiten. Wollte man die Panke mit einer Halskette vergleichen, könnte man sagen, dass hier eine weitere ökologische Perle aufgezogen wurde.

Quelle: Stadt Bernau Nr. 256/2020 vom 1.12.2020

Der diesjährige „Baum des Jahres“ – eine Flatterulme (Ulmus laevis) am 25. April 2019 in Schönow gepflanzt

Foto: Barnim-Plus

Die Flatterulme kann bis zu 35 Meter Hoch werden. Sie wächst in Mitteleuropa. Gern steht sie an Gewässern, wie hier in Schönow an der PAnke. Sie ist nicht so anspruchsvoll wie andere Ulmen und ist gegen den Schädling der andere Ulmen in vielzahl vernichtet nahezu resistent. Sie hat eine Vorliebe für warme Standorte. Bei den steigenden Temperaturen in Europa ist sie so ein Baum mit Zukunft.

Die Flatterulme ist als Frühblüher bekannt. Sie blüht eher unscheinbar im März. Unter guten Bedingungen werden sie bis zu 250 Jahren alt.

Die Flatterulme erkennt man an ihren Brettwurzeln. Diese Wurzelform ist eigentlich nur bei Bäumen des Regenwaldes bekannt. So wurde ein interessanter Baum in Schönow gepflanzt dem wir ein langes langes Leben wünschen.

Gewässer in Bernau – Herausforderungen und Chancen für eine klimarobuste Stadtentwicklung

Wasser ist ein wertvolles und in Zeiten des Klimawandels ein immer knapper werdendes Gut. Ändert sich das Klima, hat dies auch direkte Auswirkungen auf den Wasserhaushalt sowie die Qualität und Ökologie von Gewässern. Starkregen und Hochwasser, niedrige Wasserstände und Austrocknung sowie Sauerstoffmangel und Versauerung von Gewässern gehören zu den Folgen. Mögliche Änderungen in der Grundwasserneubildung können zu Engpässen in der Trinkwasserversorgung führen. Mit der Renaturierung von Fließgewässern kann ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel geleistet werden, denn naturnahe Flüsse können vor Hochwasser schützen, den Wasserhaushalt regulieren und zur Kühlung des Stadtklimas beitragen.

Die Panke, das größte und wichtigste Fließgewässer in Bernau, ist in ihrer Funktionsfähigkeit gestört. Das soll sich durch die schrittweise Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Form des Gewässerentwicklungskonzepts Panke ändern. Ziel dabei ist es, die Panke möglichst im gesamten Stadtgebiet zu einem mäandrierenden Gewässer zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang lädt das Projektteam Bernau.Pro.Klima am Montag, den 18.02.2019, um 18 Uhr in die Rotunde der Grundschule am Blumenhag, Zepernicker Chaussee 24,16321 Bernau bei Berlin ein. Ziel der Veranstaltung ist der Austausch über den Zustand, die Rolle und das Potenzial der Gewässer in Bernau für eine klimarobuste Stadtentwicklung.

Andreas Krone, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands Finowfließ, wird zu Beginn der Veranstaltung über den Zustand der Gewässer in Bernau und den aktuellen Stand der Umsetzung des Gewässerentwicklungskonzepts informieren. Im Anschluss haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Ideen, Bedenken und Wünsche für Maßnahmen zur Klimaanpassung in Bernau – wie die geplante Renaturierung der Panke im gesamten Gemeindegebiet – einzubringen. Die Ergebnisse des Workshops fließen in eine Klimaanpassungs-Strategie für Bernau und die geplanten Renaturierungsvorhaben des Wasser- und Bodenverbands mit ein.  

Foto: Pressestelle Bernau

Im Rahmen des Projektes Bernau.Pro.Klima entwickelt die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bernau eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Bernau. Dabei setzt das Projektteam auf eine möglichst breite Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Veranstaltungsreihe „Klimavorsorge für Bernau“ soll der Auftakt eines breiten Beteiligungsprozesses sein. Der Workshop „Gewässer in Bernau – Herausforderungen und Chancen für eine klimarobuste Stadtentwicklung“ ist dabei die vierte und letzte Veranstaltung dieser Workshop-Reihe. Die Ergebnisse aller Workshops fließen in die Strategieentwicklung zur Klimaanpassung in Bernau mit ein.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

Reden, planen und gestalten Sie mit!

Kontakt und Informationen:

Ansprechpartnerin: Maren Michaelsen (Beteiligung & Kommunikation)

E-Mail: klimaanpassung@bernau-bei-berlin.de

Telefon: 03338/365-212 oder 03334/657-284

www.natuerlich-barnim.de/bernau-pro-klima/

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Renaturierung der Panke wird fortgesetzt

 

Die Panke ist das größte und wichtigste Fließgewässer in Bernau und Panketal. Sie hat ihre Quelle im Pankeborn nördlich von Bernau und mündet nach 27 km in Berlin in den Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts war die Panke fischreich und lud zum Baden ein. Mit der zunehmenden Besiedlung und Industrialisierung des Berliner Nordens wurde aus dem munteren Bächlein jedoch die „Stinke-Panke“. Zuletzt wurde die Panke im Jahr 1984 für die zunehmenden Abflüsse aus Industrie und Regenentwässerung begradigt und ausgebaut.

Foto mit freundlicher Genehmigung vom Bernauer Altstadtkurier

Im Jahr 2009 begannen Untersuchungen und Planungen zur Renaturierung der Panke. Im Rahmen von Beteiligungswerkstätten wurden die Ergebnisse vorgestellt und diese mit interessierten Anliegern und Bürgern diskutiert. Die Anregungen und Hinweise wurden bei der weiteren Planung berücksichtigt. Im Herbst 2016 konnte die Panke an der Dransemündung in Zepernick bereits renaturiert werden.

Nach Abschluss der Planungen und Vorliegen aller Genehmigungen, beginnen in der kommenden Woche die Bauarbeiten zur Renaturierung von zwei Abschnitten der Panke in Bernau. An der Hesselwiese, die sich am Usedom-Radweg zwischen Schwanebecker Chaussee und der Kleingartenanlage „Neue Gärten“ befindet sowie im Abschnitt zwischen Teufelspfuhl und Börnicker Chaussee werden sogenannte Sekundärauen hergestellt. Dabei werden die Gewässerränder auf einer Breite von 20 bis 30 m so weit abgeflacht, dass die Panke in diesem Abschnitt bei höheren Abflüssen über die Ufer treten kann, ohne die angrenzenden Nutzflächen zu vernässen. Diese künstliche Aue kann bei Starkniederschlägen auch mehr Wasser speichern und so die Hochwassergefahr in der Panke reduzieren. Innerhalb der künstlichen Aue wird die heute noch begradigte Panke wieder mäandierend verlaufen und kann sich zu naturnahen Gewässerabschnitten entwickeln.

Der Bodenaushub wird an der Hesselwiese sofort abgefahren, was zeitweise zu Verkehrseinschränkungen auf dem Usedom-Radweg führen wird. Am Teufelsfpuhl wird der Erdaushub dagegen zunächst auf den östlich angrenzenden Flächen zwischengelagert und von dort später abgefahren. Nach Fertigstellung der Erdarbeiten erhalten die neugeschaffenen Auen eine Initialpflanzung mit heimischen Bäumen und Sträuchern.

Die mit EU-, Bundes- und Landesmitteln finanzierten Bauarbeiten werden bis zum Jahresende abgeschlossen.

 

Weitere Unterlagen finden Sie auf der hompage des Wasser- und Bodenverbandes „Finowfließ“ unter www.wbv-finow.de (Projekte/GEK Panke/Hesselwiese und Teufelspfuhl).

 

 

 

 

 

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