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Landkreis will Blumberger Grundschulstandort übernehmen

Landkreis Barnim – 29.06.2018 13:31 CEST

Landrat und Bürgermeister unterzeichnen öffentlich-rechtliche Vereinbarung

Der Landkreis Barnim und die Gemeinde Ahrensfelde haben eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Übernahme der Blumberger Grundschulstandort durch den Landkreis geschlossen. Landrat Bodo Ihrke und Bürgermeister Wilfried Gehrke unterzeichneten die Vereinbarung am Freitag im Beisein von Schulleiterin Patricia Franke.

„Die Gemeinde Ahrensfelde liegt am Berliner Rand und gehört dadurch zu den dynamischsten Kommunen in unserem Landkreis“, weiß Landrat Bodo Ihrke. Um mit dieser Dynamik Schritt halten zu können, müsse die kommunale Infrastruktur weiterentwickelt werden. „Das Thema Bildung liegt uns dabei am Herzen. Das haben wir bereits an anderer Stelle bewiesen und diesen Beweis werden wir auch hier antreten“, so der Landrat weiter.

Ähnlich sieht das auch Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke: Unsere Gemeinde hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Diese Entwicklung muss sich auch in der Schullandschaft widerspiegeln. Wir haben lange für die Oberstufe in Ahrensfelde gekämpft und sind froh, gemeinsam eine Lösung gefunden zu haben.“

Mit dem Vertrag kommt der Landkreis seiner Verpflichtung aus dem brandenburgischen Schulgesetz zur Trägerschaft weiterführender Schulen nach. Der Kreistag hatte in einem Grundsatzbeschluss ebenfalls noch einmal bekräftigt, alle weiterführenden Schulen im Landkreis aus kommunaler Hand übernehmen zu wollen.

Unter den Augen von Schulleiterin Patricia Franke unterzeichnen Landrat Bodo Ihrke (l.) und Bürgermeister Wilfried Gehrke die Vereinbarung. Foto: Oliver Köhler

In dem nun ausgehandelten Vertrag sind die wichtigsten Vorhaben geregelt. So wird der Landkreis das Gebäude der derzeitigen Grundschule „Friedrich von Canitz“ im Ortsteil Blumberg zum 1. August 2021 übernehmen. Der Kaufpreis wird bei fünf Millionen Euro liegen. Zum Schuljahresbeginn 2021/22 wird der Landkreis dann aus der Grundschule eine Oberschule mit Grundschule machen. Während der Grundschulteil zweizügig statt wie bisher fünfzügig betrieben werden soll, ist für die Oberschule eine Zwei- bis Dreizügigkeit geplant.

Eine Gefährdung derzeit bestehender Schulen ist durch diese Maßnahme ausgeschlossen, da alle Schulstandorte des Planungsbereichs zur Deckung des künftigen Bedarfs erforderlich sind und durch die vorgesehenen Maßnahmen im Planungsbereich keine Überkapazitäten geschaffen werden.

Die Kreisverwaltung mit Hauptsitz in Eberswalde ist für eine Vielzahl von Aufgaben zuständig. Dazu zählen unter anderem Bauaufsicht, Kommunalaufsicht, Schulverwaltung, Jugendamt, Grundsicherung, Bodenschutz, Gesundheitsamt, Strukturentwicklung und Katasteramt.

Darüber hinaus hat sich der Landkreis zahlreiche freiwillige Aufgaben gegeben. So werden seit Jahren die Nachhaltigkeitsstrategie „Die Zukunft ist erneuer:bar“ und die Bildungsinitiative Barnim verfolgt.

CDU Bernau spricht sich für den Bildungsstandort Bernau aus und lehnt Übernahme der weiterführenden Schulen durch den Landkreis entschieden ab

 

Die Absicht von Teilen der Barnimer Kreistagsfraktionen und der Kreisverwaltung, die weiterführenden Schulen in Klosterfelde, Finowfurt, Werneuchen, Zepernick und Bernau in kreisliche Trägerschaft zu übernehmen, stößt bei der Bernauer CDU auf eine klare Ablehnung. Über mehr als zwei Jahrzehnte waren die Städte und Gemeinden gute Schulträger, haben mehr als große finanzielle und materiell-technische Anstrengungen unternommen, um „ihre“ Schulen vor Ort auszustatten und zu guten, im Sinne der Standortpflege, weichen Infrastrukturfaktoren im örtlichen Umfeld zu machen. Nicht nur in Bernau, sondern im gesamten Niederbarnim erfolgreich gelebte und kluge Praxis.

 

Oftmals haben die kommunalen Schulträger auf Prestigeobjekte verzichtet, um nachhaltig in gute Bildungseinrichtungen zu investieren. Das erkennen neben den Schülern und Lehrern im Besonderen auch die Eltern an. Zugezogenen Familien fallen immer wieder der überdurchschnittlich gute Ausstattungsgrad und die positive Ausstrahlung der Schulen auf. Die schnelle und erfolgreiche Zusammenarbeit der Schulen mit der städtischen Schulverwaltung ist ein wesentlicher Erfolgsgarant dafür, sie braucht den Vergleich mit den kreislichen Einrichtungen wahrlich nicht fürchten.

 

Nun, 25 Jahre nach der Wende greift der Landkreis mit der Begründung von „der Herstellung gleicher Standards“ nach den Oberschulen. Bernau hat sich in den letzten Jahrzehnten immer vorbildlich zu seinen Schulen bekannt, die Schulen sind zu Identifikationseinrichtungen vor Ort geworden. Das soll auch in der Zukunft so bleiben. Nach einem klaren Bekenntnis aller Fraktionen im heutigen Hauptausschuss zum Schulstandort Bernau wird die Bernauer CDU einen entsprechenden Resolutionsentwurf in die SVV-Sitzung im Juli 2015 einbringen. Damit soll auch für die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer ein klares Bekenntnis dazu abgegeben werden, dass auch bei einer Kreisgebietsreform die Stadt Bernau bei Berlin ihre Verantwortung für weiterführende Schulen in städtischer Trägerschaft als Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge wahrnehmen wird. Die Bernauer CDU-Fraktion ruft alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung dazu auf, ein klares Bekenntnis zum Schul- und Bildungsstandort Bernau abzugeben.

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29. Mai 2015 / Pressemitteilung