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Nachdem das Hussitenfest in Bernau bei Berlin abgesagt wurde, öffnen jetzt der Kunstraum und Museen in Bernau wieder.

Schrittweise öffnen die kulturellen Einrichtungen Bernaus wieder ihre Türen, nachdem die letzten Tage genutzt wurden, um die notwendigen Schutzmaßnahmen zur Einhaltung der Hygieneregeln vorzubereiten. Noch in dieser Woche öffnet der Kunstraum Innenstadt seine Türen für Besucherinnen und Besucher.

Ab dem 30. April 2020 ist der Kunstraum Innenstadt in der Alten Goethestraße 3 zu den regulären Öffnungszeiten donnerstags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Maximal vier Besucher können den Kunstraum gleichzeitig besuchen unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern. Die Besucher werden jedoch gebeten, den Kunstraum nicht länger als 20 Minuten zu besuchen. Von Veranstaltungen und Führungen wird derzeit abgesehen.

Die Museen der Stadt, das Henkerhaus und das Museum im Steintor, öffnen am 5. Mai 2020 wieder mit reduzierten Öffnungszeiten ihre Türen für den Publikumsverkehr. Die Besucher beider Einrichtungen werden jedoch gebeten, ihre Besuche vorher telefonisch anzumelden. In den Museen gelten die üblichen Hygiene- und Abstandregeln. Die Besuche der Einrichtungen werden auf 20 Minuten begrenzt.

Das Henkerhaus wird dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein sowie samstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Telefonisch erreichbar ist es unter der Nummer 2245.

Das Museum im Steintor wird dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 geöffnet sein und samstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Telefonisch erreichbar ist es unter der Nummer 2924.

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10. November: Kunstraum-Gespräch über Wilfried Fitzenreiter

 

 

Zu einem Kunstraum-Gespräch über den Bildhauer Wilfried Fitzenreiter lädt das Bernauer Kulturamt zu Donnerstag,
den 10. November, 19 Uhr in die Ausstellungsräume in der Alten Goethestraße 3 ein. Zu sehen ist dort die Skulpturensammlung der Bernauer Waldsiedlung. In einem einführenden Vortrag spricht Daniel Fitzenreiter über „Das zeichnerische Werk des Plastikers“. Das anschließende Gespräch moderiert Thomas Kumlehn, Kurator der Ausstellung. Der Eintritt ist frei.

 

Die beiden Söhne, Dr. Martin und Daniel Fitzenreiter, bewahren den Nachlass des Vaters Wilfried Fitzenreiter (1932–2008). Mit Hilfe der Söhne konnte die für die Waldsiedlung geschaffene Knabengruppe aus dem Jahr 1959 während der Bernauer Erstpräsentation im „Kunstraum Innenstadt“ als Auftragswerk des Vaters identifiziert werden.

 

Dr. Martin Fitzenreiter, der sich hauptsächlich um die Bewahrung, Erschließung und Vermittlung des plastischen Werks kümmert, kommentierte 2015 die Werkgenese: „Mein Vater war seinerzeit Meisterschüler bei Heinrich Drake und dieser war es wohl auch, der Grzimek und Gläske auf ihn hingewiesen hat. […] Der Guss ist in jedem Fall erst angefertigt worden, nachdem der Auftrag unter Dach und Fach war. Laut Werkverzeichnis wurden keine weiteren Güsse angefertigt; das Gipsmodell ist nicht erhalten. Offenbar hat er das Modell noch im Atelier der Akademie der Künste am Robert-Koch-Platz angefertigt.“

 

Innerhalb des Vortrags von Daniel Fitzenreiter, der sich mit dem zeichnerischen Nachlass seines Vaters befasst, werden erstmals Zeichnungen vorgestellt, die während des Entstehungsprozesses der Knabengruppe entstanden sind. Am Beispiel dieser Zeichnungen wird die Bedeutung des zeichnerischen Werks für das plastische Werk beispielhaft erläutert.

 

Besucher haben die exklusive Möglichkeit, die Originale zu betrachten. Nachvollziehbar wird dadurch, wie intensiv und akribisch sich der Künstler mit dem Standort und der Gestaltungsidee beschäftigt hat, um dieses Werk zu schaffen. Die Knabengruppe gehört zum Frühwerk des Künstlers. 1979, zwanzig Jahre nach der Aufstellung, schrieb Heinrich Drake: „Wilfried Fitzenreiter […] befaßt sich in der Hauptsache mit der figürlichen Darstellung des Menschen, wobei er nicht ein Anknüpfen an Meisterleistungen vergangener Kunstepochen verleugnet.“

 

Text: Thomas Kumlehn

 

Daniel Fitzenreiter ist der jüngere Sohn des Bildhauers Wilfried Fitzenreiter. Nachdem er 1990 an der Hochschule für bildende Künste Dresden sein Studium als Diplom-Restaurator abgeschlossen hatte und folgend Meisterschüler bei Prof. Ingo Sander war, arbeitet er seit 1994 als Gemälderestaurator in den Restaurierungswerkstätten Potsdam, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

 

Kontakt: Kulturamt Stadt Bernau bei Berlin,

Telefon: (03338) 365-311, E-Mail: kulturamt@bernau-bei-berlin.de

 

Kunstraum Innenstadt

Alte Goethestraße 3, Telefon (03338) 7068756

Geöffnet: Mittwoch 10–18 Uhr, Samstag 10–16 Uhr, feiertags geschlossen, Ausstellungsbesuche von Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung

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Foto:

–      Wilfried Fitzenreiter, Knabengruppe für Brunnen Wandlitz, Bronze, 1959 und Heinrich Drake, Jaguar, Bronze, 1938 in den Ausstellungsräumen Kunstraum Innenstadt, Foto: M. Winkler

Quelle; Stadt Bernau

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