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Kulturhaus Heidekrug 2.0 Joachimsthal – „angesagter Kulturclub“

Jahresrückblick 2017 / Ausblick 2018

In seinem siebten, gar nicht verflixten Veranstaltungsjahr konnte der Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V. zu fünfundsechzig Kulturveranstaltungen insgesamt mehr als 2.700 Besucher im Joachimsthaler Heidekrugsaal und im Skulpturengarten begrüßen. Für ein ausschließlich ehrenamtlich betriebenes Kulturhaus ist das enorm. Doch es hat sich für die Vereinsaktiven gelohnt, ihre Freizeit dem ambitionierten Unternehmen zu widmen. Das Publikum ist dafür sehr dankbar. In einem Beitrag von rbb24 wurde der Heidekrug als „angesagter Kulturclub“ bezeichnet und das ist er auch – weit über Joachimsthal hinaus.
Im kommunalen Kino gab es ein abwechslungsreiches zweites Kinojahr mit insgesamt 45 sehenswerten Filmen. Der Freitagabend hat sich als Kinoabend herumgesprochen; es hat sich ein Stammpublikum aus der ganzen Region zusammengefunden. Höhepunkt war die Vorführung von Toni Erdmann im Februar mit mehr als 100 Zuschauern. Gelegentliche Dokumentarfilme wie „ Rabbi Wolff“, „Parchim International“, „Zwischen den Stühlen“ und „I Am Not Your Negro“ wurden ebenfalls interessiert angenommen.

Ferienkino-Veranstaltungen

Eine gute Tradition sind auch die Ferienkino-Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Jugendclub der Stadt Joachimsthal, die von insgesamt 210 Kinder besucht wurden. Dazu kam noch das Kinderkino an Nikolaus mit den Grüffelo-Filmen, zu dem 150 Kinder aus den Kindergärten in den Heidekrug kamen. In den Sommerferien bestand ein Drittel des fast hundertköpfigen Publikums aus Feriengästen, deren Urlaub in Joachimsthal auf diese Weise bereichert wurde.
Ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Jugendclub wurde im Oktober ein Workshop „Digitale Fotografie“ durchgeführt, bei dem 15 begeisterte Teilnehmer im Heidekrug und davor auf Motivsuche gingen.
Publikumsmagnet waren wie schon in den Vorjahren die Gastspiele der Uckermärkischen Bühnen Schwedt – seien es die Stücke aus dem Ekel-Alfred-Zyklus oder die Kinderproduktionen. Zu den Vorstellungen von „Der Sittenstrolch“ im März, „Die Bombe“ im November und „Peter Pan“ am ersten Advent war der Saal rappelvoll.
Seit dem ersten Veranstaltungsjahr gehören die beliebten Konzerte des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde zum Programm des Heidekrugs. Das Konzert „Die Welt der Musicals“ im Mai begeisterte etwa 40 Zuschauer. Das traditionelle Weihnachtskonzert – diesmal am dritten Advent, weil der vierte auf den Heiligabend fiel – war wie in den Jahren zuvor bereits Wochen im Voraus ausverkauft.

Konzerte

Weitere Konzerte gab es mit KRISPIN im März, Attila & Friends im September und zum Musikfest MUSAIK im Mai mit Harry‘s Freilach und den Polkaholix. Die Resonanz war gut, hätte aber für alle Bands noch besser sein können.
Die traditionelle Outdoor-Aktivität war 2017 das Überqueren eines künstlichen Tals – ein Pilotprojekt des Kletterwaldes Schorfheide, das allen Beteiligten viel abverlangt und gerade deswegen Spaß gemacht hat.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres waren TENGU DAIKO – die Japan-Trommler aus Hamburg im Skulpturengarten am 30. Juli mit mehr als 180 Zuschauern. Die großen Trommeln waren in ganz Joachimsthal zu hören. Ebenfalls in den Skulpturengarten kam im August zum dritten Mal die Magirus-Deutz-Feuerwehr des Wanderkinos – diesmal mit Filmen von Charlie Chaplin und Buster Keaton.
Im September wurde im Rahmen des Programms „Queeres Brandenburg“ ein Themenwochenende „Queeres Joachimsthal“ durchgeführt. Am 22.09. wurde der Film „Looping“ von Leonie Krippendorf gezeigt, mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin. Am 23.09. gastierte das Theater „oliv“ aus Mannheim mit seinem Lebensbild des Ludwigshafener Transsexuellen Liddy Bacroff in Joachimsthal.

Daumenkino

Unvergesslich wird allen, die es miterlebt haben, Volker Gerlings Daumenkino bleiben – ein weiterer Höhepunkt des Veranstaltungsjahres 2017.
Für 2018 sind bereits zahlreiche Veranstaltungen geplant. Das Kommunale Kino startet nach der Winterpause am 2. März mit dem neuen Dokumentarfilm „Inschallah“ von Judith Keil und Antje Kruska, der bei den Duisburger Filmfestspielen 2017 den Publikumspreis gewann. Der Film begleitet einen Neuköllner Imam durch seinen Alltag. Sofern es dem Verein gelingt, Fördermittel zu akquirieren, werden die Regisseurinnen zum Gespräch nach Joachimsthal kommen.
Am 24. März tritt Gerhard Schöne mit seinem Programm „Ich pack in meinen Koffer“ im Heidekrug auf.
Am 15. April, einem Sonntagnachmittag, wird es ein weiteres Musicalkonzert mit dem Brandenburgischen Konzertorchester geben. Auch das traditionelle Weihnachtskonzert am Vierten Advent, der 2018 auf den 23.12. fällt, ist bereits geplant. Theatergastspiele sind ebenfalls in Vorbereitung.

„Outdoor“-Wochenende im April

Für das jährliche „Outdoor“-Wochenende im April steht schon die Fotoshow „Siddhartha Highway“ mit Misha Schoeneberg am 20. April fest und für MUSAIK, das Joachimsthaler Musikfest am 25. Mai „Vorwärtsfolk“ mit FloBêr. Das Wanderkino wird am 23. August wieder mit Stummfilm mit Livemusik in den Skulpturengarten kommen.
Für September ist eine „Lange Nacht der Lausitz“ in Vorbereitung mit den Dokumentarfilmen „Erinnerung an eine Landschaft“ von Kurt Tetzlaff (1984) und „Träume der Lausitz“ von Bernhard Sallmann (2009).
Sofern dafür Fördermittel zur Verfügung stehen, ist auch eine Neuauflage von „Queeres Joachimsthal“ angedacht.
Das Organisieren und Durchführen so vieler Veranstaltungen macht Spaß, ist aber mit erheblichem Aufwand verbunden. Wie in den Vorjahren gilt deshalb auch dieses Jahr wieder: Es werden kulturinteressierte Menschen aus Joachimsthal und Umgebung gesucht, die die eine oder andere Aufgabe übernehmen und sich mit eigenen Ideen einbringen wollen. Eine Mail an info@heidekrug.org genügt. Oder sprechen Sie die Vereinsmitglieder bei den Veranstaltungen an. Sie können den Saal auch für eigene Veranstaltungen oder Feierlichkeiten mieten.

Spenden

Außerdem wird weiterhin um Spenden gebeten. Zum einen musste für die Sanierung im Rahmen der LEADER-Förderung für den aufzubringenden Eigenanteil ein Kredit in Höhe von 50.000 Euro aufgenommen werden, für den eine monatliche Rate fällig wird. Zum anderen reichen die Eintrittsgelder und die geringfügige Förderung der Kulturprojekte kaum für die Bezahlung der Künstler und der Unkosten. Die Vereinsmitglieder selbst arbeiten ausschließlich ehrenamtlich.
Spenden können auf das Konto des Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V. bei der Sparkasse Barnim Eberswalde eingezahlt werden (IBAN: DE68 1705 2000 3000 0555 91, BIC: WELADED1GZE). Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und berechtigt, Spendenquittungen auszustellen. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Internetseite unter www.heidekrug.org. Dort findet sich auch das aktuelle Programm mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen.

 

Quelle Kulturhaus Heidekrug Foto: Ulrike Hahn