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Lehmputz im Forsthaus

Wangeliner Workcamp und Stiftung WaldWelten erproben alte Bautechniken im Historischen Forstschreiberhaus

Wangeliner Workcamp

Eberswalde, 01.03.21018: Vom 19.-23. März 2018 findet auf dem Gelände der Stiftung WaldWelten ein Wangeliner Workcamp statt. Unter dem Motto „Dem Original auf der Spur – Ökologische Restaurierung eines alten Hauses“ kooperieren die Stiftung Waldwelten und die Wangeliner Workcamps bei dem Wiederaufbau des Historischen Forstschreiberhauses am Schwappachweg.

Stiftung WaldWelten restauriert

Die Stiftung WaldWelten restauriert das denkmalgeschützte Haus seit 2015 mit Hilfe zahlreicher Förderer. Nach der denkmalschutzgerechten Sanierung des Daches und der Fenster sowie dem Einbau einer Pellets-Heizung steht der Innenausbau an. In Zusammenarbeit mit den Wangeliner Workcamps sollen traditionelle Techniken Anwendung finden. Im Rahmen des Workcamps erlernen junge Erwachsene aus der Region ökologische und traditionelle Techniken bei Arbeiten in dem historischen Fachwerkhaus. Sie führen Lehmputze aus und stellen Lehmoberflächen auf Musterplatten her. Schwerpunkt der Arbeit ist die Restaurierung von Wänden und Decken mit Lehmsteinen, Leichtlehmdämmung und Lehmputzen. Darüber hinaus beschäftigen sich die Teilnehmer*innen mit den Spuren damaliger Lebensweisen und den Erkenntnissen zur Bauweise, zu Naturbaumaterialien und zur Ökologie, die wir heute nutzen können.

vom Bundesumweltministerium gefördertes Projekt

Die Wangeliner Workcamps sind ein vom Bundesumweltministerium gefördertes Projekt, das zukunftsfähiges Bauen und ökologisches Gärtnern in Workshops erlebbar macht. Junge Menschen können unter Anleitung von Experten verschiedene Berufe aus dem ökologischen Handwerk und Bauen ausprobieren. Die Stiftung WaldWelten ist seit mehreren Jahren in der Berufsorientierung engagiert und ermöglicht mit verschiedenen Projekten für Jugendliche und junge Erwachsene Lernerfahrungen in „grünen Berufen“. Teilnehmer des Projekts „Perspektive Natur“ nehmen am Workcamp teil.

Anmelden:

Interessenten können sich unter info@waldwelten.de melden.

Stiftung WaldWelten

Die Stiftung WaldWelten wurde 2010 als gemeinnützige Stiftung von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung und der Stadt Eberswalde ins Leben gerufen. Ihre Schwerpunkte sind die Waldforschung und der Naturschutz, die Umweltbildung und Kulturförderung. Die Stiftung ist offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Daten des Wangeliner Workcamps

Thema:                Lehmputz im Forstschreiberhaus

Zeit:                      19. – 23.3.2018

Ort:                       Historisches Fortschreiberhaus am Schwappachweg

Kosten:                Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bedingung:        Die Teilnehmer müssen zwischen 18 und 24 Jahre alt sein.

Anmeldung:      bis 12.3. unter dem http://www.wangeliner-workcamp.de/workcamps/dem-original-auf-der-spur-oekologische-restaurierung-eines-alten-hauses-w012018

Verkehrssicherheit für alle

 sichere Straßen- und Verkehrssituation

Die Stadt Eberswalde strebt eine sichere Straßen- und Verkehrssituation an, um den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer, vor allem auch denen der schwächeren Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden. Immer wieder werden hinsichtlich der Schaffung eines sicheren Radwegenetzes Anfragen von Einwohnerinnen und Einwohnern sowie politischen Vertretern an die Verwaltung heran getragen. Vor allem am Beispiel der Heegermühler Straße werden die angestrebten oder bereits vorhandenen Radverkehrswege in Teilen in Frage gestellt.

Führungsform des Radverkehrs

Die  Bestimmung der Führungsform des Radverkehrs hat in einer grundlegenden Untersuchung als strategische, gesamtstädtische Planung  und unter besonderer Berücksichtigung der Verkehrssicherheit  zu erfolgen. Dies erfolgte in Eberswalde mit dem im Jahr 2015 beschlossenen Radnutzungskonzept unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit. „So verschieden wie die Straßen- und Verkehrssituationen innerhalb einer Stadt sind, so unterschiedlich können auch die gewählten Radverkehrs-Führungsformen für die jeweilige Straße sein“, so Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner. Es ist möglich, verschiedene Führungsformen anzuwenden, es kommt auf die sichere Art der Verknüpfung an.

Schutzstreifen existieren

In Eberswalde existieren seit vielen Jahren Schutzstreifen, die unfallfrei funktionieren. Aber noch ist das Eberswalder Radverkehrsnetz nicht komplett, die kontinuierliche Umsetzung ermöglicht aber die Beseitigung von noch vorhandenen Problembereichen.

Schutzstreifen in der Heegermühler Straße

Hinsichtlich des Schutzstreifens in der Heegermühler Straße gibt es viele Nachfragen. „Ein Zurück zu einstigen Führungsformen kann es hier nicht geben, da sich die Anforderungen an Rad- und Gehwege geändert haben, der notwendige Platz an vielen Stellen nicht vorhanden ist. Zum Schutzstreifen gibt es hier nicht wirklich eine Alternative“, so die Baudezernentin. Auch ist der durch eine Bürgerinitiative angestrebte Wunsch, die Schutzstreifen von der Fahrbahn durch ein Bürgerbegehren entfernen zu lassen, unzulässig. „Bei der Anordnung über die Entfernung eines Schutzstreifens für Radfahrer handelt es sich um eine behördliche Maßnahme, die dem Aufgabenkreis der Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung zuzuordnen ist. Laut Kommunalverfassung ist dagegen ein Bürgerbegehren nicht möglich“, so Robby Segebarth, der Wahlleiter der Stadt Eberswalde.

Kritik wird ernst genommen

Nichtsdestotrotz werden die Sorgen und Kritiken der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen. „Gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Straßenwesen, in dessen Zuständigkeit die Heegermühler Straße liegt, haben wir ein Verkehrsaudit vereinbart. Dies soll unter anderem aufzeigen, wo es Schwachstellen gibt, was verbessert werden kann“, so Eberswaldes Baudezernentin. Jedoch liegt das Ergebnis des Audits noch nicht vor, weshalb genau diese Punkte noch nicht endgültig analysiert werden konnten“, so die Dezernentin.

In der Vergangenheit fanden bereits Gespräche mit den verschiedensten Interessensvertretern zum Thema statt und auch zukünftig steht die Verwaltung als Ansprechpartner beiseite.

Zudem wird es am 6. Juni 2018 eine Landesradverkehrskonferenz in Eberswalde geben. Unter dem Thema „Kommunikation und Information“ diskutieren Städte und Interessensvertreter auf Einladung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung sowie der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Brandenburg.

 

Quelle: Stadt Eberswalde

Freigabe der Oberheide

 

Freigabe des Waldgebietes Oberheide: damit ist nun auch das zweite der ursprünglich drei gesperrten Waldgebiete wieder freigegeben und der Stadtwald ist nun fast wieder für die Öffentlichkeit nutzbar.

Ursprünglich war eine Sperrung der Waldgebiete „Macherslust“, „Die Höllen“ und „Oberheide“ bis zum 30. April 2018 vorgesehen. Grundlage hierfür war eine Allgemeinverfügung des Landesbetriebs Forst Brandenburg als untere Forstbehörde.

Herbststurm „Xavier“

Nötig wurde sie aufgrund des Herbststurms „Xavier“ der am 5. Oktober 2017 sehr deutliche Spuren der Verwüstung im Eberswalder Stadtwald hinterlassen hatte. Die Schadmengen beliefen sich insgesamt auf mehr als 6000 Festmeter Holz. Die Stadt Eberswalde als Waldbesitzer hatte direkt nach dem Sturm zum Schutz der Waldbesucher die Allgemeinverfügung beantragt.

Waldgebiete geräumt

Der Stadtförster, sein Team und die zusätzlich hinzugezogenen Kräfte haben in den letzten fünf Monaten ununterbrochen die Waldgebiete geräumt. „Die Freigabe der Oberförsterei bedeutet aber nicht, dass wir alle Aufräumarbeiten im Wald erledigt haben, nichtsdestotrotz sind wir auf einem Stand, wo die Sperrung nicht mehr nötig ist“, so Stadtförster Mattes Krüger. Er bittet die Bewohner dennoch um Vorsicht, denn Holztransporte und ähnliches finden nach wie vor im Waldgebiet zwischen Lutherplatz und Waldcampus statt.

Waldgebiet „Die Höllen“

Das Waldgebiet „Die Höllen“ ist nach wie vor gesperrt. Hier werden der Stadtförster und sein Team erst tätig, wenn alle Arbeiten in der „Oberheide“ abgeschlossen sind.

 

Quelle: Stadt Eberswalde

Barnims Migrations- und Integrationsbeirat nimmt Arbeit auf

Unterstützung durch Dr. Sylvia Setzkorn als neue Migrations- und Integrationsbeauftragte

Der neu gewählte Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim will an die Arbeit der vergangene Jahre anknüpfen und hat sich auch für die neue Wahlperiode viel vorgenommen. Das ist das Ergebnis der ersten inhaltlichen Sitzung nach der Wahl. Geplant sind unter anderem mehrere jährlich stattfindende Integrationsveranstaltungen. Dazu zählen etwa Kinder- und Zuckerfeste, Fußballturniere oder Familienkonzerte. Aber auch an der bundesweit organisierten Interkulturellen Woche wollen sich die Mitglieder mit eigenen Veranstaltungen beteiligen.

 

Um Geflüchtete zu unterstützen sind Besuche in den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises angedacht. Auch die vielen Initiativen, die sich mit den Belangen von Migranten im Landkreis Barnim beschäftigen, sollen besser miteinander vernetzt werden.

Der Migrationsbeirat

Der Migrationsbeirat ist ein in der Satzung des Landkreises Barnim festgeschriebenes Gremium, durch das die Belange von im Landkreis lebenden Migranten gestärkt werden sollen. So nimmt er etwa Stellung, wenn Beschlüsse des Kreistages Auswirkungen auf die soziale Integration von Ausländern und Menschen mit Migrationshintergrund haben. Er kann in diesem Zusammenhang dem Kreistag, seinen Ausschüssen oder dem Landrat Anregungen vortragen. Der Beirat ist für drei Jahre gewählt.

 

Unterstützt wird der eigenständige Beirat in seiner Arbeit durch die Beauftragte für Migration und Integration des Landkreises Barnim. Diese Aufgabe nimmt seit einigen Wochen Dr. Sylvia Setzkorn wahr. Sie tritt damit die Nachfolge von Marieta Böttger an.

 

Dr. Sylvia Setzkorn ist promovierte Sprach- und Kulturwissenschaftlerin und arbeitete zuletzt als pädagogische Mitarbeiterin in der Kreisvolkshochschule Barnim. Davor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität Berlin. Sie studierte in Köln, Greifswald, Paris und Florenz und spricht neben Englisch auch fließend Französisch und Italienisch.

 

In ihrer jetzigen Funktion als Migrations- und Integrationsbeauftragte gehört es zu den Aufgaben von Dr. Sylvia Setzkorn Lösungsansätze für ein gutnachbarliches Zusammenleben unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen zu vermittelt und durch ihre Tätigkeit den Abbau der Diskriminierung von Migranten zu fördern. Sie ist  Ansprechpartnerin für Migranten, für ratsuchende Deutsche, Verbände, Vereine und Institutionen sowie Behörden.

 

Zum Tätigkeitsfeld gehören beispielsweise:

 

  • Beratung beim Umgang mit Behörden
  • Beratung und Unterstützung von Verbänden und Initiativen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Projekten u.a. zum Thema Integration und Antidiskriminierung
  • Organisation von Veranstaltungen zur Migrationsthematik
  • Unterstützung der Selbstorganisation von Migrantinnen und Migranten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Projekte zur Förderung interkultureller Öffnung und Verständigung
  • Vernetzung der Angebotsstrukturen

 

Quelle: pressestelle kvbarnim

Winterferien in der Zooschule vom 5.02. bis 9.02. 2018

Angebote:

Von Montag bis Freitag von 9.30 Uhr – 12.00 Uhr und 13.00-16.00 Uhr können Kinder in der Zooschule
Kerzen ziehen oder Futterglocken für die Vögel basteln. An den Nachmittagen werden spezielle
Führungen mit Tierfütterungen angeboten.

So können Kinder:
am Montag um 13.00 Uhr Krokodilfütterung ansehen,
am Dienstag um 14.30 Uhr die Pinguine füttern,
am Mittwoch um 13.00 die Erdmännchen füttern,
am Donnerstag um 13.00 Uhr eine Beschäftigung für die Tiger basteln
und am Freitag um 13.00 Uhr die Wölfe füttern.

Treffpunkt für alle Aktivitäten ist die Zooschule.
Dauer Bastelangebot: 1 Stunde
Dauer Führung mit Fütterung: 1 Stunde
Anmeldungen unter der Tel.: 03334 22809 oder E-Mail: zooschule@eberswalde.de

Es warten auf Euch spannende Erlebnisse. Wir hoffen, wir haben eure Neugierde geweckt!

Wir freuen uns auf Eren Besuch!

An der Zookasse sind pro Kind 5,00 € Eintritt zzgl. 1,50 € für die Zooschulkarte zu bezahlen.
Begleitende Erwachsene zahlen den normalen Zooeintritt.

 

Quelle; Zoo Eberswalde

Wahlhelferinnen und Wahlhelfer gesucht

Landratswahlen stehen im April 2018 an

Seit 2010 werden die Landräte in Brandenburg von der Bevölkerung direkt gewählt. Für die Durchführung der Wahl der neuen Landrätin bzw. des neuen Landrates des Landkreises Barnim am 22. April 2018 sowie für eine eventuell notwendig werdende Stichwahl am 6. Mai 2018 sucht die Stadt Eberswalde Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die sich in einem der 35 zu bildendenden Wahllokale engagieren wollen.
Alle an der Übernahme eines Wahlehrenamtes interessierten Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich im Wahlbüro der Stadtverwaltung zu melden:
per E-Mail: wahlbuero@eberswalde.de
per Telefon: 03334/64157 oder per Telefax: 03334/64159
oder persönlich bzw. postalisch: Breite Straße 41-44 (Rathaus)

Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Mitglieder der Wahlvorstände werden im Vorfeld als Wahlvorsteherinnen bzw. Wahlvorsteher und als deren Stellvertreterinnen bzw. Stellvertreter geschult und am Wahlsonntag in ihre Aufgaben eingewiesen. Wünsche der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer hinsichtlich ihres Einsatzortes und der Funktion werden so weit wie möglich berücksichtigt.

Für ihre Tätigkeit am Wahlsonntag erhalten die Mitglieder der Wahlvorstände ein Erfrischungsgeld. Dieses beträgt gemäß der Brandenburgischen Kommunalverfassung für die Wahlvorsteherinnen und Wahlvorsteher 20 Euro und für alle weiteren Wahlvorstandsmitglieder 15 Euro.

Polizei

Zahl der Verkehrstoten im Barnim deutlich gestiegen

Verkehrsunfallkommission will Unfallschwere weiter reduzieren

Das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer im Landkreis Barnim hat im vergangenen Jahr insgesamt 14 Todesopfer gefordert. Das sind zehn Menschen mehr als noch 2016. Allein sechs Verkehrsunfälle mit Todesfolge sind auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. „Wir werten diese Unfälle ortsbezogen aus und versuchen so herauszufinden, wo sich Unfälle häufen, worauf sie zurückzuführen sind und welche Maßnahmen als geeignet erscheinen, um Unfälle zu vermeiden“, erklärt Marcel Kerlikofsky, Leiter der Verkehrsunfallkommission.

Trotz dieser kontinuierlichen Arbeit ist auch die Zahl der schweren Verkehrsunfälle in 2017 gestiegen. Bei den Verletzten ist mit fast 14 Prozent der höchste Anstieg seit Jahren zu verzeichnen. Besonders auffällig sind dabei die schweren Baumunfälle, Radverkehrsunfälle und die Verkehrsunfälle mit Senioren (ab 65 Jahren).

weniger Unfälle mit Kindern

Erfreulich ist hingegen, dass es im vergangenen Jahr erneut wieder weniger Unfälle mit Kindern (0 bis 14 Jahre) gegeben hat. Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Barnim hat im Rahmen des Projektes „Mit Rücksicht für mehr Sicherheit“ sehr viele Schulwege und das direkte Umfeld an den Barnimer Schulen untersucht. An diesem Projekt haben bisher über 600 Schüler mitgewirkt und auf Problemstellen hingewiesen.

(Weiterführende Informationen unter www.barnim.de/ruecksicht)

Entwicklung bei den Motorradunfällen

Die Entwicklung bei den Motorradunfällen ist durchaus positiv zu bewerten. Die erfassten Unfallzahlen sind die niedrigsten seit Jahren. Auch die Schwere ist weiterhin rückläufig. Die Verkehrsunfallkommission Barnim hat in den vergangenen drei Jahren eine Vielzahl an Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kradfahrern beschlossen und umgesetzt.

Ungeachtetdessen sind für die Strecke zwischen Eberswalde, Liepe und Oderberg (L 291/L 29) weitere Maßnahmen in Planung. An der Klosterbrücke sollen Leitprofile und Kurventafeln den schwer einzuschätzenden Kurvenverlauf besser verdeutlichen. Die hohe Kontrolldichte zur Überwachung der gefahrenen Geschwindigkeiten soll beibehalten werden.

Für den Kurvenverlauf zwischen Liepe und Oderberg wird ein Verkehrsversuch vorbereitet.  Hier sollen Sondermarkierungen mit Rüttelstreifen installiert werden. Diese dienen zur Reduzierung der Geschwindigkeiten und zur Erhöhung der Aufmerksamkeit.

Verkehrsraum soll dabei sicher gestalten werden

Die Verkehrsunfallkommission Barnim folgt bei ihrer Arbeit dem Leitbild der Vision Zero (Vision Null). Der Verkehrsraum soll dabei sicher gestalten werden, dass es keine Verkehrstoten mehr gibt und Unfallfolgen minimiert werden. „Neben der Straße ist für uns der Faktor Mensch von besonderer Bedeutung. Schließlich können die Fahrzeugführer den wirksamsten Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten und zwar durch Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und eine angemessene Geschwindigkeit“, klärt Marcel Kerlikofsky auf.

Ganz konkret diskutieren die Mitglieder der Verkehrsunfallkommission derzeit wie Baumunfälle und die daraus resultierenden Unfallfolgen künftig besser vermieden werden können. „Eine generelle Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, so wie es der Landstraßenerlass für Alleestrecken vorgibt, soll es weiterhin nicht geben“, macht Kerlikofsky jedoch deutlich. Vielmehr setze man etwa auf Schutzplanken, wie sie jetzt als Folge einer Untersuchung der Unfälle entlang der B 158 aufgestellt werden.

Geschwindigkeitsbeschränkung

Auf der Kreisstraße zwischen Tempelfelde und Albertshof wird es zudem zukünftig eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h und teilweise ein Überholverbot geben. Die Straßenverkehrsbehörde hat nach dem Beschluss der Verkehrsunfallkommission die Anordnung vorzubereiten.

Neupflanzungen entlang der Hauptverkehrsstraßen

Besonders kritisch werden von den Experten auch Neupflanzungen entlang der Hauptverkehrsstraßen diskutiert. Das Straßenumfeld sollte so ausgebildet sein, dass ein Abkommen von der Fahrbahn nicht zu schweren Unfallfolgen führt. Ist eine solche Gestaltung nicht möglich, sind Schutzplanken erforderlich. „Beim Pflanzen neuer Bäume in Fahrbahnnähe muss uns bewusst sein, dass diese zu gefährlichen Hindernissen heranwachsen. Sinnvoller wäre es Baumpflanzungen entlang von Radwegen zu fördern, hier spenden sie dem Radler sogar Schatten“, erklärt Kerlikofsky weiter.

Handlungsbedarf  beim Radverkehr

Generell sieht der Leiter Verkehrsunfallkommission beim Thema Radverkehr noch Handlungsbedarf: „Der Radverkehr nimmt beträchtlich zu. Die Verkehrssicherheit ist aufgrund der mangelhaften Infrastruktur jedoch nicht gewährleistet. Das wirkt sich besonders stark auf die schwächeren und unsicheren Radfahrer aus.“ Ohne entsprechende Maßnahmen befürchte Kerlikofsky daher weiterhin steigende Unfallzahlen. Als Schwerpunkte hat er in diesem Zusammenhang die Stadt Bernau und der Gemeinde Wandlitz ausgemacht.

Wie es funktionieren kann, zeigt indes die Stadt Eberswalde. Dort ereigneten sich 2017 nur 53 Radverkehrsunfälle. Das sind immerhin 15,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stadt Eberswalde hat ein aktuelles Radnutzungskonzept und ist in diesem Bereich wesentlich besser aufgestellt. Aus dem Radnutzungskonzept werden Schritt für Schritt Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für die Radfahrenden umgesetzt.

Verkehrsunfälle mit Beteiligung Senioren (+ 65 Jahre)

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit beteiligten Senioren wird auch für das Jahr 2017 ansteigen. In 58 Prozent der Fälle waren die Senioren Hauptverursacher und dieser Anteil ist im Vergleich zu den Vorjahren gleichbleibend. Anders ist es mit der Unfallschwere, diese nimmt weiterhin zu. Nach der Unfallschwere gehören neben den Kindern und Jugendlichen die Senioren zu den besonders gefährdeten Personenkreisen.

„Im Jahr 2000 wurden auf den Straßen Brandenburgs 1544 Verkehrsunfälle registriert, bei denen Personen beteiligt waren, die 65 Jahre und älter waren. Diese Zahl haben wir nun innerhalb eines Jahres allein im Landkreis Barnim erreicht. Deshalb sollten wir unsere Verkehrssicherheitsmaßnahmen stärker an den Bedürfnissen der schwächeren Verkehrsteilnehmer ausrichten oder noch besser bereits bei den Verkehrsplanungen berücksichtigen“, ist sich Marcel Kerlikofsky sicher. Zudem sei es wichtig, die Kraftfahrer noch intensiver über altersspezifische Verhaltensweisen von Kindern und älteren Menschen aufzuklären und sie verstärkt anzuhalten, ihrer Verantwortung gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern nachzukommen.

 

Quelle: kvbarnim

 

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