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Bürgermeister soll helfen und Existenzängste dem Land übermitteln

Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Wirtschaft hatte Bürgermeister André Stahl am vergangenen Freitag zum Gespräch ins Neue Rathaus eingeladen. Sein Ziel: sich ein aktuelles Bild von der Lage der Gewerbetreibenden zu verschaffen. Gut ein Dutzend Bernauer Unternehmerinnen und Unternehmer der unterschiedlichsten Branchen vom Friseurgewerbe, über Gastronomie- und Eventgewerbe, Einzelhandel, aus dem sozialen Bereich sowie Vertreter des Barnimer Mittelstandshauses und des Vereins Stadtmitte baten Bernaus Bürgermeister am 19. Februar 2021 eindringlich um Hilfe. Sie alle einen Existenzsorgen, Probleme mit den staatlichen Hilfsangeboten und vor allem eine fehlende Perspektive des Landes, die Wirtschaft strategisch wieder hochzufahren.

„Die Situation der Unternehmen macht mir große Sorgen. Die Vertreter brachten die branchenübergreifende Verzweiflung sehr deutlich zum Ausdruck. Sie berichteten von zu spät kommenden oder gar nicht greifenden Hilfspaketen, zunehmenden Existenzängsten und vor allem von fehlenden Perspektiven“, so Bernaus Bürgermeister. Er sicherte den Unternehmern seine Unterstützung zu und versprach, sich mit einem Appell an die Landesregierung zu wenden.

In einem Brief an den Ministerpräsidenten will Bürgermeister André Stahl vor allem darüber informieren, dass die mittelständische Wirtschaft trotz vielschichtiger staatlicher Hilfen von großen Existenzsorgen geplagt ist, Hilfen zu spät kommen oder zum Teil gar nicht erst greifen. Weiterhin will der Bürgermeister gegenüber der Landesregierung zum Ausdruck bringen, dass die Unternehmen mit der nächsten Eindämmungsverordnung ein Regelwerk erwarten, dass eindeutig Rechte und Pflichten benennt und vor allem eine Perspektive bietet. „Die Unternehmen brauchen Planbarkeit. Sie brauchen einen Maßnahmeplan, der aufzeigt, was wann gilt und wann mit Schritten in Richtung Öffnung unter welchen Bedingungen zu rechnen ist. Die Unternehmen brauchen dringend einen Fahrplan zurück in die Normalität. Die wochenweisen wagen Vorausschauen belasten und verstärken die Unsicherheit“, so André Stahl.

Bernaus Bürgermeister nimmt die Sorgen sehr ernst. „Wir werden als Stadt natürlich versuchen zu helfen wo wir können, wohlwissend, dass der Handlungsspielraum für Kommunen sehr gering ist. Wir werden umgehend die genauen Probleme übermitteln und um zielgenauere Hilfen bitten.“

Quelle; Stadt Bernau