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„Wir sind viele“ – beeindruckende Porträtausstellung im

Deutschen Bundestag eröffnet

 

Jim Rakete fotografierte auch Klienten aus Lobetaler Einrichtungen

 

„Wir sind viele“ – so lautet der Titel einer Porträtausstellung, die der weltbekannte Fotograf Jim Rakete anläßlich des 150jährigen Jubiläums der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zusammengestellt hat. Menschen aus den verschiedensten Einrichtungen und Diensten Bethels, darunter auch aus Einrichtungen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, sind von ihm porträtiert worden.

50 Porträts – 50 Menschen – 50 Leben. „Die Bilder fangen ein, schnörkellos und authentisch, was der Fotograf vorgefunden hat: Menschliches Leben. In seiner ganzen Vielfalt“, sagte Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) bei der Eröffnung der zutiefst beeindruckenden Schau im Paul-Löbe-Haus in Berlin.  „Menschen, die lieben, die fröhlich oder nachdenklich sind. Im Vordergrund dieser Arbeiten stehen die Menschen. Nicht die Behinderung.“ Diese sei, so die Politikerin, lediglich eine von vielen Facetten menschlichen Lebens.

In dem Fotoprojekt richtet Jim Rakete seinen Sucher nicht auf die prominentesten Vertreter unserer Gesellschaft, sondern auf diejenigen, die im öffentlichen Leben immer um Wahrnehmung kämpfen müssen. Menschen mit Behinderungen, mit Epilepsie, mit psychischen Leiden, mit Gewalt- und Suchterfahrungen, mit unheilbaren Krankheiten. Menschen, die obdachlos und schutzbedürftig sind.

Viele prominente Gäste besuchten die Ausstellung, mit der Bethel in sein Jubiläumsjahr 2017 startet, unter anderem Regisseur Wim Wenders, die Schauspielerin Martina Gedeck oder die Verlegerin Friede Springer.

Entstanden sei die Ausstellung während einer „stillen und unaufgeregten Reise“, so Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl. Über Monate hinweg habe Jim Rakete die unterschiedlichsten Bethel-Einrichtungen besucht, von Bielefeld bis Berlin, von Hannover bis Dortmund und von Freistatt über Lobetal bis Blütenberg. „Einfach so fand Begegnung statt“, blickte Pastor Pohl in seiner Rede zurück. „Begegnung, die geprägt war von Offenheit und Geduld und echter Herzlichkeit.“ Der berühmte Fotograf nahm sich Zeit, hörte zu, lernte die Menschen zunächst kennen, die er vor seine Linse bat. „Da wurde keiner in Szene gesetzt oder gestellt. Kein Druck. Kein ‚Lach doch mal!‘, oder ‚Guck noch mal so wie eben!‘“

Im Gegenzug kamen viele der von Jim Rakete fotografierten Menschen zur Eröffnungsfeier, um ihre großformatigen Porträts an den Wänden des Deutschen Bundestags zu bewundern.

 

Die Ausstellung kann noch bis zum 10. Februar in der Zeit von montags bis freitags 9 bis 17 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1, 11011 Berlin nach vorheriger Anmeldung unter: ausstellungen@bundestag.de besichtigt werden

 

Im angeregten Gespräch: Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Martin Wulff, Lobetaler Geschäftsführer, und Hubert Handke, Mitglied des Betheler Verwaltungsrates.

Besuch in Blütenberg

2015-08-22-Blütenberg im Gespräch MdL Axel Vogel besuchte am vergangenen Mittwoch die Lobetaler Einrichtung Blütenberg Von links nach rechts: Martin Wulff, Axel Vogel, Matthias Waldmann, Foto: Lutz Weigelt

MdL Axel Vogel besuchte am vergangenen Mittwoch die Lobetaler Einrichtung Blütenberg Von links nach rechts: Martin Wulff, Axel Vogel, Matthias Waldmann, Foto: Lutz Weigelt

Lobetaler Einrichtung war Station auf der Sommerreise von MdL Axel Vogel, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag

Blütenberg war eine der Stationen der diesjährigen Sommerreise des Eberswalder Landtagsabgeordneten Axel Vogel. Der Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag besichtigte vor allem die in diesem Frühjahr in Betrieb genommene Pflanzenkläranlage. Hier werden täglich durch ein System mehrerer Abwasserkammern und Sickerfelder 15 Kubikmeter Abwasser gereinigt. Die Blütenberger Anlage könnte beispielgebend werden für Ansiedlungen, die bisher ihr Abwasser sammeln und abfahren lassen müssen, würdigte Vogel das ökologische Engagement der diakonischen Einrichtung. Bei dem Besuch, bei dem ihn der Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Martin Wulff, begleitete, ging es auch um die weiteren zum Blütenberger Verbund gehörenden Einrichtungen, die vor allem betreutes Wohnen in der

von rechts nach links: Axel Vogel, Martin Wulff, Matthias Waldmann vor dem ehemaligen Herrenhaus Blütenberg Foto: Lutz Weigelt

von rechts nach links: Axel Vogel, Martin Wulff, Matthias Waldmann vor dem ehemaligen Herrenhaus Blütenberg Foto: Lutz Weigelt

Region und in Eberswalde anbieten. Damit wird den dort Betreuten möglichst viel Selbstständigkeit im Alltag ermöglicht. Wichtig sei mit diesem diakonischen Engagement der Einrichtung die Integration ihrer Arbeit und Angebote in die Gesellschaft, sagte Martin Wulff. Der Leiter des Blütenberg-Verbundes der Hoffnungstaler Stiftung, Matthias Waldmann, berichtete über die 80jährige Geschichte des ehemaligen Landgutes, das Pastor Paul Gerhard Braune 1935 erworben hatte. Zunächst wurden hier 74 junge Männer mit Behinderungen betreut, nach dem Krieg kamen Flüchtlinge dazu, heute hat Blütenberg insgesamt 120 Einwohner.

Weitere Informationen:

Matthias Waldmann, Leiter Blütenberg-Verbund Tel. 03334 2028 10