Herausragende Qualität in der Dorfentwicklung bescheinigt

Groß Schönebeck erfolgreich beim Europäischen Dorferneuerungswettbewerb 2018

Das brandenburgische Groß Schönebeck hat mit einem hervorragendem Ergebnis am diesjährigen Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2018 „Weiter Denken“ teilgenommen. Das hat die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung mitgeteilt. Neben der Siegergemeinde Hinterstoder (Österreich) schaffte es der Schorfheider Ortsteil Groß Schönebeck in die Kategorie jener Orte, die sich nach Juryeinschätzung durch eine „ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität“ auszeichnen. Von den insgesamt 23 Teilnehmern aus ganz Europa erreichten 14 weitere diese höchste Kategorie.

Groß Schönebeck besteche durch die Bewältigung des radikalen Funktionswandels in der Forstwirtschaft und in der Jagd nach der Wende sowie durch das Annehmen und innovative Weiterentwickeln der neuen Gegebenheiten, die durch die Ausweisung des Biosphärenreservates Schorfheide entstanden seien, heißt es in der Jurybegründung.

Auffällig sei die intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte, die unter anderem in der Ausstellung „Jagd und Macht“ ihren Ausdruck finde und als sinnvolle „Nachnutzung der Vergangenheit“ gewertet werden dürfe. Und weiter: „Die Schaffung eines neuen Lebensgefühls durch eine herausragende und durchgängige Offenheit gegenüber Neuem und Andersartigem, die sich in mehreren erfolgreichen Projekten manifestiert, sowie die Entwicklung und konsequente Umsetzung hochwertiger partizipatorischer Prozesse werden dem Motto „we!ter denken“ besonders gerecht.“

In der Gemeinde Schorfheide hat die Nachricht von der Einstufung in die höchste Preiskategorie entsprechende Freude ausgelöst. Bürgermeister Uwe Schoknecht beglückwünschte die Groß Schönebecker und verwies darauf, dass das gemeinsame Bemühen um eine erfolgreiche Dorfentwicklung in Groß Schönebeck nun auch gewürdigt werde.

Groß Schönebecks Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs erklärte im Namen der Vorbereitungsteams und aller Aktiven: „Wir freuen uns riesig, dass wir die Jury durch unsere guten Bewerbungsunterlagen und auch bei ihrem Besuch Anfang Juni vor Ort offensichtlich überzeugen konnten. Diese Anerkennung gibt unserem Dorf noch einmal einen Schub und wird alle Akteure motivieren, sich weiter einzubringen.“

Fest steht bereits, dass die Groß Schönebecker eine Abordnung zur Preisverleihung entsenden werden. Die Preisverleihung, die den Höhepunkt einer mehrtägigen Veranstaltung mit Exkursionen, Ausstellungen und kulturellen Begegnungen bildet und ein großes europäisches Fest sein wird, findet vom 20. bis 22. September 2018 in der Siegergemeinde des vergangenen Wettbewerbes, nämlich in der Tiroler Gemeinde Fließ, statt.

 

Quelle: Gemeinde Schorfheide

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