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Neuer Teammanager bei ProB-Basketballern des SSV LOK BERNAU

 

Dr. Christian Leschke ist neuer Teammanager für die Mannschaft der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Er übernimmt damit die Aufgaben von Thomas Schönhoff, der nach elf Jahren in dieser Funktion beim SSV LOK BERNAU im März seinen Rückzug erklärte. Zudem wird Ricardo Steinicke wieder die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen.

 

Die Mitgliederversammlung des SSV LOK BERNAU wählte im März einen neuen Vereinsvorstand. Die langjährig Verantwortlichen um Jörg Düring und Thomas Schönhoff erklärten bereits im Vorfeld ihren Verzicht auf eine weitere Legislatur. Sebastian Weege wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen Thomas Hirschmann (Stellvertreter), Ulf Winkler (Jugendwart) und Dr. Christian Leschke (Kassenwart).

 

Leschke übernimmt in Personalunion auch die Aufgaben des Teammanagers für die Bernauer ProB-Mannschaft. Der 54-jährige Panketaler und seine Familie sind schon zehn Jahre im Verein engagiert. Seine beiden Kinder haben die Jugendmannschaften von LOK BERNAU durchlaufen. Seine 16-jährige Tochter Isabel ist bereits Trainerin bei den U12-Mädchen sowie Schiedsrichterin. Christian Leschke selbst übernahm vor etwas mehr als drei Jahren die ersten Aufgaben beim SSV im Bereich Sponsoring und Marketing. Der neue Teammanager studierte Chemie, promovierte anschließend in der Pharmazie und arbeitet seit 2003 in einem Biotechnologie-Unternehmen im Norden Berlins.

Neue Zuständigkeit in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Des Weiteren wird sich Ricardo Steinicke ab sofort wieder um die medialen Auftritte von LOK BERNAU in der 2. Basketball-Bundesliga ProB kümmern. Der 36-Jährige wird nach einem Jahr Pause wieder die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantworten und die offizielle Funktion des Pressesprechers für das ProB-Team übernehmen. Steinicke war bereits von 2010 bis 2017 in dieser Funktion aktiv.

 

Die Planungen für die neue Saison und den neuen Mannschaftskader sind derweil seit einigen Wochen angelaufen. Erste Entscheidungen werden in Kürze fallen. Fest steht bereits, dass dem Verein für die Spielzeit 2018/19 durch die 2. Basketball-Bundesliga die Lizenz mit rein formalen Auflagen für die ProB erteilt wurde.

 

Sebastian Weege (Vorsitzender SSV LOK BERNAU): „Diese beiden Personalien schließen die Lücke, die durch den Rückzug von Thomas Schönhoff und seinem Sohn Simon entstanden sind. An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen des gesamten Vereins nochmals für das Engagement und den Einsatz von Thomas und Simon über all die Jahre!“

 

Quelle: Ricardo Steinicke

 

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Die Vorfreude wächst … auf den 15. Bärchen-Cup

 

bei den kleinsten Lok-Basketballern. Bald ist es wieder soweit.

Der 15. Bärchen-Cup findet am 23. Juni in Bernau statt.

Dort werden dann 25 Mannschaften in 5 Altersklassen die Jagd nach dem orangenen Leder starten.

 

Dieses Jahr können die Organisatoren auch wieder mal eine weitgereiste Mannschaft begrüßen. Die weibliche U 11-Vertretung vom SV Halle wird in die Hussitenstadt kommen. Alle anderen Basketballeleven kommen aus Berlin und Brandenburg.

Das Hauptfeld kommt aus der Bundeshauptstadt. Gäste aus Friedenau, Hermsdorf, Lichtenrade, Lichterfelde, Marzahn, Wedding und Zehlendorf werden erwartet.

 

Die „Brandenburger Fraktion“ ist vertreten durch Fürstenwalde, Potsdam und natürlich Bernau.

 

Zurzeit wird gerade dran gearbeitet wie das Ganze vorbereitet werden kann. Es werden die Rahmenbedingungen festgelegt,  Aufgaben verteilt, weitere Helfer; Schieds- und Kampfrichter gesucht und alles nötige besorgt und organisiert.

 

Die Sporthallen „Heinersdorfer Straße“ und „Zepernicker Chaussee“ sind gebucht. Der Finanzplan steht.

 

Das Projekt wird mit einer Gruppe unter Leitung von Sebastian Weege vorange-trieben.

 

Auch in der Projektgruppe steigt der Pegel und alle fiebern dem Brandenburger Minibasketballhöhepunkt entgegen.

 

Aufstellung der teilnehmenden Mannschaften:

 

9 männlich 10 männlich 11 männlich 12 männlich 11 weiblich
TuS Lichterfelde VfB Hermsdorf VfB Hermsdorf TuS Lichterfelde SV Halle (Saale)
Lok Bernau Friedenauer TSC Friedenauer TSC Lok Bernau Lok Bernau
BG Zehlendorf TuS Lichterfelde TuS Lichterfelde WSG Fürstenwalde
Basket Dragons Marzahn Lok Bernau Lok Bernau
WSG Fürstenwalde BG Zehlendorf USV Potsdam
VfL Lichtenrade Basket Dragons Marzahn Weddinger Wiesel
WSG Fürstenwalde WSG Fürstenwalde
VfL Lichtenrade

LOK BERNAU musste sich im letzten Auswärtsspiel der Hauptrunde den ETB Wohnbau Baskets Essen mit 83:94 geschlagen geben. Während die Gastgeber mit dem Sieg über die Bernauer Korbjäger ihre Negativserie von neun Niederlagen in Folge beenden konnten, rutschten die Hussitenstädter am vorletzten Spieltag der regulären Saison auf den fünften Tabellenplatz ab.

Die ersten Punkte der Partie markierte Scharfschütze Robert Kulawick von der Dreierlinie. Doch die 3:0 Führung sollte die einzige des Abends für die LOK bleiben. Die ETB Wohnbau Baskets antworten mit einem 11:0 Lauf und nutzten dabei immer wieder leichtsinnige Ballverluste der LOK aus. Insbesondere Dilhan Durant und Adam Touray punkten in der Bernauer Zone quasi nach Belieben. Während man Big Man Touray mit 20 Punkten, 8 Rebounds und vier Blocks als Leistungsträger der Essener durchaus auf dem Zettel hatte, überraschte Point Guard Durant wohl alle Anwesenden in der „Sporthalle am Hallo“ mit seiner unglaublichen Performance an diesem Abend. Die 24 Punkte, 9 Assists und 6 Rebounds des 21-Jährigen hatten nicht viel mit seinen Saisondurchschnittswerten von 5,5 PpS, 2,5 ApS und 1,6 RpS gemein. Das erste Viertel ging somit mit 13:26 an die Gastgeber. Bis zur 14. Spielminute zeigten die Bernauer nun eine bessere Leistung und konnten den Spielstand auf 25:34 verkürzen. Doch im nächsten Angriff kassierte der glücklos agierende Kory Brown ein Offensivfoul und anschließend noch ein technisches Foul. Die Essener in Form von Kelvin Okundaye – der mit 13 Zählern ebenfalls weit über Saisonschnitt (2,5 PpS) punktete – nutzten den Bruch im Bernauer Spiel aus und zogen wieder auf 25:39 davon. Headcoach René Schilling griff zur Auszeit. Anstatt nun über kontrollierte Spielzüge zurück in die Partie zu finden, endeten auch die nächsten beiden Angriffe mit einem Fehlwurf und einem Ballverlust. Essen schraubte die Führung so bereits im zweiten Viertel auf 20 Zähler hoch. Auf Bernauer Seite konnte nur Power Forward Dexter Werner dagegenhalten, der zur Halbzeit bereits 16 seiner insgesamt 28 Punkte auf dem Konto hatte. Mit 36:53

Foto zeigt: Dexter Werner
Fotograf: Andreas Knopf

ging es in die Kabine.

Doch auch nach der Pause konnten die Bernauer nicht aufschließen. US-Guard Kory Brown kassierte zweieinhalb Minuten nach dem Seitenwechsel sein fünftes persönliches Foul und blieb an diesem Abend ohne Punkte. Essen hingegen hatte in den ersten 20 Minuten sichtlich Selbstvertrauen getankt und baute die Führung in der 26. Spielminute auf 26 Punkte (42:68) aus. Die LOK kam nun über erfolgreiche Dreipunktwürfe zurück in die Partie. Robert Kulawick, Jacob Knauf, Sebastian Fülle und Badu Buck streuten bis zum Viertelende jeweils einen Distanzwurf ein und konnten den Rückstand vor dem Schlussabschnitt auf 60:75 verkürzen. Nachdem die Gastgeber bis dato deutlich mehr Energie und Kampfgeist investiert hatten, legten die Hussitenstädter im letzten Viertel noch einmal den Schalter um. Allem voran Dexter Werner war nun unter den Körben nicht mehr zu halten und sammelte einen Offensivrebound nach dem anderen ein. Am Ende der Partie gingen 15 Rebounds auf sein Konto, acht davon am offensiven Brett. Über die zweiten Wurfchancen schloss die LOK immer näher an die in Front liegenden Baskets auf. Doch jedes Mal, wenn die Möglichkeit bestand den Rückstand in den einstelligen Bereich zu drücken, leistete man sich erneut einfache Ballverluste oder vergab den offenen Wurf. So kamen die Bernauer nie näher als auf zehn Punkte (36. Minute 74:84) heran und kassierten am Ende eine verdiente 83:94 Niederlage im Pott. Überraschend bei dieser Niederlage war vor allem, dass bei Essen nicht Topscorer Montrael Scott das Spiel an sich riss, sondern die vermeintlichen Rollenspieler des ETB mit viel Kampfgeist und offensivem Selbstvertrauen das Spiel zu ihren Gunsten entschieden.

LOK-Trainer René Schilling mit dem Fazit: „Wir haben es heute leider in der ersten Halbzeit nicht geschafft die Aggressivität, die Essen uns erwartungsgemäß entgegengebracht hatte, zu unserem Vorteil zu nutzen. Zudem haben wir viele einfache Korbleger zugelassen und so das Selbstvertrauen der Essener gestärkt. In der zweiten Halbzeit sind wir dann zwar aufgewacht, haben aber in den entscheidenden Szenen entweder einfache Punkte liegen lassen, einen Turnover gemacht oder einen defensiven Fehler begangen. Insgesamt hat Essen über die gesamten 40 Minuten einfach mehr investiert und daher auch verdient gewonnen.“

Da die Konkurrenten aus Rostock und Bochum ihre Spiele unterdessen gewinnen konnten, rutscht die LOK für den Moment auf Tabellenplatz fünf ab. Ganz abschreiben muss man den Heimvorteil im Playoff-Achtelfinale jedoch noch nicht. Je nach Ausgang des letzten Spieltags ist aufgrund der engen Tabellensituation und diverser direkter Vergleiche sogar noch Platz drei drin. Im Worst-Case-Szenario können die Bernauer Basketballer aber auch noch bis auf Platz sechs zurückfallen. Die Generalprobe für die in drei Wochen beginnenden Playoffs steht kommenden Samstag (24.02., 19.30 Uhr) an, wenn die LOK Tabellenführer FC Schalke 04 zum letzten Spiel der Hauptrunde in der Erich-Wünsch-Halle empfängt.

LOK BERNAU: Dexter Werner (28 Punkte), Robert Kulawick (19), Sebastian Fülle (12), Badu Buck (12), Jonas Böhm (4), Jacob Knauf (4), Kresimir Nikic (4), Malte Delow (0), Kory Brown (0)

Simon Schönhoff

LOK löst Playoffs-Ticket in Wolfenbüttel

 

Das verletzungsgeplagte und nur mit acht Spielern angereiste LOK-Team holt beim MTV Herzöge Wolfenbüttel einen immens wichtigen 67:59 Auswärtssieg. So brechen die Bernauer nicht nur den sich zuletzt andeutenden Negativtrend, sondern stehen nun auch sicher in den Playoffs und können mit neu geschöpften Selbstvertrauen in die letzten drei Saisonspiele gehen.

 

Erneut besagten die Vorzeichen nichts Gutes für die vom Verletzungspech verfolgte LOK. Im Abschlusstraining am Freitagabend knickte Robert Glöckner um und musste somit für das Wochenende passen. Die nächste Hiobsbotschaft ereilte das Team am Samstagmorgen als sich Routinier Robert Kulawick mit einem Magen-Darm-Infekt krankmeldete. Da Jonas Mattisseck weiterhin beim Kooperationspartner ALBA Berlin im Einsatz war, machten sich am Samstagmittag lediglich acht LOK-Spieler auf den Weg nach Wolfenbüttel. Doch auch die Gastgeber mussten mit den Big Men Tom Alte und Lars Lagerpusch auf zwei wichtige Akteure verzichten.

 

Headcoach René Schilling schickte Jonas Böhm, Dexter Werner, Konstantin Kovalev, Sebastian Fülle und den wieder genesenen Kory Brown als Startformation aufs Parkett der Lindenhalle. Im ersten Viertel lief bei beiden Teams offensiv wenig zusammen, sodass es mit lediglich 13:12 in den zweiten Spielabschnitt ging. Die LOK fand nun auch im Angriff besser ins Spiel und zwang die Herzöge gleichzeitig defensiv zu schweren Abschlüssen. Lohn für die konzentrierte Leistung war eine 32:22 Halbzeitführung. Nach nur sieben Ballverlusten in den ersten 20 Minuten, trat im dritten Viertel erneut die große Schwäche der Bernauer in der diesjährigen Saison zum Vorschein. Insgesamt acht Turnovers im dritten Spielabschnitt sollten am Ende zu Buche stehen. Die Nachlässigkeiten blieben nicht unbestraft, sodass der Wolfenbüttler Tarique Thompson in der 28. Spielminute nach erneuten Ballverlust der LOK den 42:42 Ausgleich für die Gastgeber erzielte. Nach Punkten der beiden, an diesem Abend gut aufgelegten, US-Boys Dexter Werner und Kory Brown ging es mit einer knappen 47:45 Führung in das Schlussviertel. Doch die Herzöge erwischten die LOK nun auf dem falschen Fuß und konnten mit einem 13:2 Lauf das Spiel in 34. Minute (49:58) zu ihren Gunsten drehen. Die Hussitenstädter steckten aber nicht auf und kamen über gute Defense und einen wichtigen Dreier von Sebastian Fülle wieder zurück in die Partie (36. Minute 56:58). Nach dem Ausgleich zum 58:58 dreieinhalb Minuten vor Schluss durch Dexter Werner, wollte auf beiden Seiten zunächst nichts mehr fallen. 22 Sekunden vor Ultimo war es dann erneut Sebastian Fülle, der mit seinem zweiten Dreier in der Crunchtime das 62:58 besorgte und die LOK so auf die Siegerstraße führte. Wolfenbüttel versuchte nun mit schnellen Fouls die Uhr zu stoppen, doch die Bernauer behielten an der Linie die Nerven und sicherten sich den 67:59 Auswärtssieg.

 

LOK-Trainer René Schilling zeigte sich nach der Partie sichtlich erleichtert und sprach seinem dezimierten Team ein großes Lob aus: „Alles was wir letzte Woche nicht gemacht haben, um ein Spiel zu gewinnen, haben wir heute gemacht: Vertrauen in einander haben, viel kommunizieren und das auf dem Feld machen, was man kann. Ich muss ehrlich sagen, dass ich auf die acht Jungs heute sehr stolz bin und wir auf dieser Leistung, in Hinsicht auf die nächsten Spiele, aufbauen können.“

 

Das nächste Wochenende verspricht Basketballspaß pur in Bernau. Am Freitag, den 9. Februar wird in der Erich-Wünsch-Halle ab 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) unter dem Motto „Bernau feiert den Basketball“ das 60-jährige Vereinsjubiläum des SSV Lok Bernau e.V. gefeiert. Am Sonntag, den 11. Februar ist dann Ex-Bernauer Pierre Bland mit seinen Artland Dragons zu Gast in der LOK-Hölle. Das Spiel gegen die Titelfavoriten aus Niedersachsen beginnt um 17 Uhr (Einlass ab 16 Uhr).

 

LOK BERNAU: Dexter Werner (18 Punkte), Kory Brown (14), Jonas Böhm (13), Sebastian Fülle (10), Konstantin Kovalev (5), Badu Buck (4), Malte Delow (3), Jacob Knauf (0)

 

Quelle: ssv-lok-bernau.de / Foto: Barnim+, Lutz Weigelt

LOK kehrt mit Niederlage von der Ostseeküste zurück

LOK BERNAU musste am Samstagabend bei den Rostock Seawolves eine herbe 61:76 Niederlage einstecken und fällt in derBotschafter für Bernau - Barnim-plus Tabelle somit auf Platz vier zurück. Das dezimierte LOK-Team tat sich vor der beeindruckenden Kulisse von 3.015 Zuschauern insbesondere im Rebound und bei den Abschlüssen in Korbnähe schwer.

Nach der Verletzung von Point Guard Bennet Hundt gab es am vergangenen Donnerstag erneut schlechte

Foto: Lutz Weigelt/Barnim Plus

Nachrichten zu verzeichnen. Der US-Amerikaner Kory Brown war im Dienstagabendtraining umgeknickt. Die zwei Tage später durchgeführte MRT-Untersuchung bescheinigte einen Außenbandriss am rechten Sprunggelenk und zwei bis drei Wochen Pause für Brown. Für ihn rutschte am Sonnabend der erst 16-jährigige Malte Delow aus der ALBA-Jugend in den Kader.

Das Auswärtsspiel bei den Rostock Seawolves begann relativ ausgeglichen, sodass beim Stand von 7:10 (6. Spielminute) Headcoach René Schilling dem jungen Delow bereits zu seinem ProB-Debüt verhalf. Zum Ende des ersten Spielabschnitts sollte der Rückstand der LOK auch nur vier Punkte betragen (15:19). Im zweiten Viertel war es dann, der an diesem Abend gut aufgelegte Robert Kulawick, der mit zwei Dreiern in Folge aus dem 17:23 Rückstand, den 23:23 Ausgleich erzielte und Seawolves Coach Ralf Rehberger zum Timeout zwang. Bis zwei Minuten vor Halbzeitpause entwickelte sich ein intensives Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Doch der folgende 8:2 Lauf der Gastgeber sollte sich als richtungsweisend herausstellen. Denn auch nach dem Seitenwechsel gaben die Seawolves weiter den Ton an und bauten die Führung durch zwei schnelle Korberfolge erstmals auf zehn Punkte aus (30:40, 22. Spielminute). LOK-Trainer Schilling wusste sich nur mit einem Timeout zu helfen und musste anscheinend seine Worte aus der Halbzeitansprache ein zweites Mal wiederholen. Und diesmal trugen sie Früchte. Zwei Distanztreffer von Fülle und Kulawick brachten die Hussitenstädter wieder in Schlagdistanz. Doch die LOK fokussierte sich an diesem Abend ein wenig zu sehr auf die Distanzwürfe, während die Rostocker im Gegenzug am Brett oder per Freiwurf punkteten und so den Abstand wieder in den zweistelligen Bereich schraubten (36:47, 25. Spielminute). Mit einer 12-Punkte Hypothek (43:55) ging es in das Schlussviertel. Abermals konnten die Hussitenstädter kurzzeitig Hoffnung schöpfen. Nach einem unsportlichen Foul des Rostockers Noah Kamdem trat LOK-Kapitän Jonas Böhm an die Linie und verwandelte beide Freiwürfe. Der anschließende Korbleger durch Youngster Jonas Mattisseck ließ den Rückstand wieder auf acht Punkte schmelzen (47:55, 31. Spielminute). Doch wie so oft in dieser Partie hatten die Seawolves die richtige Antwort parat und zogen im Gegenzug wieder auf 13 Zähler davon (47:60, 33. Spielminute). Als in der 38. Minute Ferdinand Zylka an der Freiwurflinie das 59:68 erzielte, fachte das letzte Mal ein wenig Hoffnung auf. Doch auch diese machte der bockstarke US-Amerikaner Jordan Talbert (21 Punkte, 10 Rebounds) im nächsten Angriff mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf zu Nichte und besiegelte so die am Ende verdiente 61:76 Niederlage der LOK.

Headcoach René Schilling mit seinen Eindrücken vom Spiel: „Glückwunsch an Rostock für den verdienten Sieg vor einer schönen Kulisse. Leider hatten wir heute große Probleme einen offensiven Rhythmus und vor allem die richtigen Lösungen offensiv zu finden. Wir haben den Ball nicht schnell genug bewegt und anstatt den Korb zu attackieren, uns zu sehr auf den Dreier beschränkt. Auf der anderen Seite haben wir defensiv zwei wichtige Dinge nicht geschafft. Erstens Kontrolle über den Ball zu erlangen, wir erlaubten Rostock zu viele einfache Drives in die Zone. Zweitens haben wir zu oft die Rostocker Spieler nicht ausgeboxt, was zu vielen zweiten Chancen führte.“

Am kommenden Samstag, den 27. Januar, ist es dann endlich soweit. Der Doppelspieltag in der großen und imposanten Mercedes-Benz Arena steht an. Die LOK trifft um 15 Uhr auf die Cuxhaven Baskets und um 18 Uhr empfängt ALBA BERLIN den MBC. Karten für das Event sind noch bis zum Freitag, den 26. Januar, in der LOK-Geschäftsstelle (Breitscheidstraße 41-43) zum Sonderpreis von 15 Euro erhältlich und gelten für beide Spiele.

LOK BERNAU: Robert Kulawick (19 Punkte), Jonas Mattisseck (12), Jonas Böhm (10), Robert Glöckner (6), Sebastian Fülle (6), Ferdinand Zylka (4), Konstantin Kovalev (3), Dexter Werner (1), Jacob Knauf (0), Badu Buck (0), Malte Delow (0)

Simon Schönhoff

Bewährungsprobe bei den Rostock SeawolvesBotschafter für Bernau - Barnim-plus

Eins steht fest, es wird es schweres Auswärtsspiel an diesem Wochenende für LOK BERNAU werden. Da wäre zum einem der heimstarke und ambitionierte Gastgeber aus Rostock, der bei seinen Heimspielen auf die Unterstützung von fast 3.000 Zuschauern pro Partie zählen kann. Zum anderen plagen die Bernauer weitere Verletzungssorgen auf der Point Guard Position.

Jonas Mattisseck im Hinspiel gegen Rostock Fotograf: Barnim+, Lutz Weigelt

Die Verletzung ihres etatmäßigen Aufbauspielers Bennet Hundt schienen die Hussitenstädter in den letzten Wochen beinahe besser als erwartet wegzustecken und starteten mit zwei Siegen in das neue Jahr. Dies lag vor allem auch daran, dass Back-up Badu Buck und Shooting Guard Kory Brown erfolgreich in die Bresche sprangen. Doch nun drohen auch Buck und Brown aufgrund leichter Blessuren am Samstag in Rostock auszufallen. Einzig verbleibender Point Guard im LOK-Kader wäre damit, der am vergangenen Dienstag 18 Jahre alt gewordene Jonas Mattisseck. Seinen Geburtstag feierte der Doppellizenzspieler übrigens in Istanbul, wo er am Mittwochabend mit ALBA BERLIN im EuroCup gegen Darüssafaka antrat. Um die angespannte Situation im Spielaufbau zu lindern, könnte auch der erst 16-jährige Malte Delow aus der ALBA-Jugend sein ProB Debüt am Wochenende geben. Unabhängig davon muss das LOK-Team nun aber noch enger zusammenzurücken, um die verletzungsbedingten Ausfälle im Kollektiv aufzufangen.

Die Aufgabe, die sich an der Warnow stellt, ist nämlich eine der schwierigsten der bisherigen Saison. Die Rostock Seawolves sind das wohl am professionellsten aufgestellte Team der Liga und planen mittelfristig sogar den Sprung in die erste Liga. Bereits in der drittklassigen ProB besuchen im Schnitt fast 3.000 Fans die Heimspiele der Seawolves. Der Kader der Gastgeber besteht ausnahmslos aus Vollprofis. Nachdem die Mecklenburger in der Hinrunde den eigenen Ansprüchen noch etwas hinterherhinkten, reagierte der aktuell Tabellensechste in der Weihnachtspause und verpflichte mit dem Kroaten Dino Butorac und dem Deutschen Frieder Diestelhorst zwei erstliga-erfahrene Akteure. Die Topscorer der Seawolves sind bisher die beiden US-Amerikaner Brandon Lockhart (13,6 PpS, 4,9 ApS, 4,9 RpS) und Jordan Talbert (12,3 PpS, 8,3 RpS), die bereits vor zwei Jahren bei den Nördlingen Giants gemeinsam auf Korbjagt gingen. Übertroffen werden Point Guard Lockhart und Power Forward Talbert bei der Punkteausbeute lediglich vom Berliner Bill Borekambi, der in durchschnittlich nur 21 Minuten Spielzeit starke 14,3 PpS auflegt. Weitere offensive Stützen des Rostocker Spiels sind, die vor allem als Distanzschützen agierenden Spieler, Chris Frazier (9,6 PpS, 34,1% 3er) und Darian Cardenas Ruda (9,1 PpS, 33,3% 3er). Alles in allem stellen die Rostock Seawolves ein ausgesprochen ausgeglichenes und erfahrenes Team. Die Erfahrung der Spieler und das gut strukturierte Setplay von Trainer Ralf Rehberger äußeren sich unter anderem auch in der geringsten Turnover-Quote der Liga. Mit nur 12,1 Ballverlusten verlieren die Seawolves den Ball fast fünf einmal seltener als die LOK, die mit 16,9 Ballverlusten pro Partie die Liga in dieser unrühmlichen Statistik anführt.

Dieser Problematik ist sich Headcoach René Schilling selbstverständlich bewusst und nennt die wichtigsten Faktoren für einen dennoch erfolgreichen Ostsee-Trip: „Beim Spiel in Rostock wird es für uns besonders darauf ankommen unsere Fehlerquote zu kontrollieren, da Rostock die Liga bei den Ballgewinnen anführt und wir die Liga bei den Ballverlusten. Ansonsten freue ich mich auf ein Spiel vor einem großen Publikum, bei dem der Druck gewinnen zu müssen, eher bei den Gastgebern liegt als bei uns.“ Das Spiel findet am Samstag, den 20. Januar um 19.30 Uhr, in der StadtHalle Rostock (Südring 90, 18059 Rostock) statt.


Quelle: Lok Bernau

Fehlstart besiegelt Niederlage in Bochum

 

LOK BERNAU kassiert bei den VfL SparkassenStars Bochum mit einem 71:90 die vierte Niederlage der Saison. Als Hauptgrund, für die mit 19 Punkten höchste Niederlage in der aktuellen Spielzeit, nennt Headcoach René Schilling die an diesem Abend unzureichende Energieleistung seiner Mannschaft und das gleichzeitig aggressive und körperliche Spiel der Gastgeber.

 

Der erste Korberfolg in der Bochumer Rundsporthalle gehörte den Bernauern. Es sollte jedoch die einzige Führung der LOK an

Foto zeigt: Ferdinand Zylka (Topscorer mit 16 Punkten)
Fotograf: Barnim+, Lutz Weigelt

diesem Abend bleiben. Denn nun begann der eindrucksvolle Auftritt der Bochumer, die die LOK in den ersten zehn Minuten sprichwörtlich an die Wand spielten. Während die Hussitenstädter keinen Weg in die gut verteidigte Zone der Gastgeber fanden, punkteten diese immer wieder hochprozentig am Korb. Dabei forcierten die Westfalen ein körperliches und aggressives Spiel, welches die LOK-Akteure nach der langen Anfahrt nicht anzunehmen vermochte. Zum Ende des ersten Viertels spielten sich die Gastgeber, vor den 500 anwesenden Fans, in einen wahren Rausch und verwandelten selbst schwierigste Würfe. So signalisierte die Anzeigetafel nach zehn gespielten Minuten ein ernüchterndes 13:32 aus Sicht der LOK. Nach der Viertelpause konnten die Bernauer Korbjäger endlich mehr Energie aufs bringen Feld und den zweiten Spielabschnitt offen gestalten, sodass der Rückstand zur Halbzeit nur noch 16 Punkte (35:51) betrug.

 

Mit der neu geschöpften Hoffnung lieferte die LOK im dritten Viertel ihre beste Leistung des Abends ab. Die Defensive packte zu und in der Offensive markierte man direkt einen 11:0 Run. Beim Stand von 46:51 gelang es allerdings nicht das Spiel zu Gunsten der LOK zu drehen. Stattdessen brachten eigene Fehler, sowohl in der Offensive als auch Defensive, die Bochumer wieder ins Spiel. Insbesondere die Bernauer Ballverluste wurden durch die Gastgeber mit einfachen Punkten bestraft. Nichtsdestotrotz war beim Stand von 50:62 zu Beginn des vierten Viertels noch alles offen. Die LOK zeigte sich nun hochmotiviert, dass Spiel in den letzten zehn Minuten doch noch zu drehen. Doch entweder wollten die offenen Würfe nicht fallen oder es wurde zu früh und mit zu viel Übermut der Korb attackiert. Somit gelang es nicht den Rückstand unter die magische zehn Punkte Grenze zu drücken. In den letzten Spielminuten leistete sich das junge Bernauer Team dann noch einige defensive Aussetzer, wodurch der Rückstand auf am Ende 19 Punkte (71:90) anwuchs.

Headcoach René Schilling analysiert die Gründe für die Auswärtsniederlage: „Auch heute haben wir es wieder nicht geschafft mit der nötigen Energie in das Spiel zu gehen. Vielleicht fühlten wir uns zu sicher beim Blick auf die Tabelle, vielleicht haben wir den Sieg letzte Woche überbewertet. Bochum hat mit den Tugenden, die wir an den Tag legen wollten, Aggressivität und gutes Inside-Spiel, schon im ersten Viertel einen wichtigen Grundstein für den Sieg gelegt. Wir hatten zwar die Chance im dritten Viertel in Führung zu gehen, aber leider hat in dem Moment das Glück gefehlt oder auch die spielerischen Mittel an diesem Tag. Jetzt gilt es sich auf Itzehoe zu konzentrieren und die Spiele unabhängig von Platzierung oder dem Hinspielergebnis anzugehen.“

 

Am zweiten Adventswochenende steht bereits das letzte LOK-Heimspiel des Jahres an. Am kommenden Sonntag, den 10. Dezember sind die Itzehoe Eagles zu Gast, die man mit Hinspiel mit 99:80 schlagen konnte. Das Spiel beginnt um 17 Uhr in der Erich-Wünsch-Halle.

 

LOK BERNAU: Ferdinand Zylka (16 Punkte), Bennet Hundt (15), Dexter Werner (12), Robert Kulawick (11), Robert Glöckner (8), Jonas Mattisseck (7), Jonas Böhm (2), Kory Brown (0), Konstantin Kovalev (0), Badu Buck (0)

 

Simon Schönhoff
s.schoenhoff@ssv-lok-bernau.de

LOK BERNAU reist zum Rückrundenauftakt nach Bochum

 

Der 12. Spieltag läutet an diesem Wochenende die Rückrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB ein. Für Bernau bedeutet dies wieder einmal eine Reise ins Ruhrgebiet. Gastgeber dort sind die VfL SparkassenStars Bochum, die man erst vor drei Wochen zu Hause mit 76:69 schlagen konnte und somit die fünf Pleiten aus der Vorsaison vergessen machte. Tip-off in der Rundsporthalle Bochum ist am Samstag um 19 Uhr.

 

Bernau gegen Bochum – diese Begegnung birgt seit der abgelaufenen Saison 2016/17 eine besondere Brisanz in sich. Im Hinrunden-Match vor drei Wochen konnten die Hussitenstädter endlich den „Bochum-Bann“ bezwingen und setzten sich im Heimspiel gegen die Westfalen mit 76:69 durch. Auffälligster Spieler der Partie war Dexter Werner, der 25 Punkte zum Sieg beisteuerte. Ob ein Sieg nun auch im Rückspiel gelingt, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Zwar könnte man angesichts der Tabellensituation (Bernau – Platz 2, Bochum – Platz 8) von einer Favoritenrolle der LOK ausgehen, doch gerade die Heimstärke der Bochumer (4 Siege / 1 Niederlage) und die Auswärtsschwäche der LOK (2 Siege / 3 Niederlagen)  stützen diese Prognose leider nicht.

 

Foto: Barnim-plus, Lutz Weigelt

Auch personell wird es wohl einige Veränderungen zum Hinspiel geben. Zum einem werden Headcoach René Schilling aller Voraussicht nach die beiden etatmäßigen Aufbauspieler Bennet Hundt und Badu zur Verfügung stehen, die im ersten Spiel gegen die SparkassenStars nicht dabei waren. Und auch Bochumer Seite werden wohl diesmal der 2,10 Meter große Center Michael Hauke und Shooting Guard Marco Buljevic auflaufen. Die beiden Routiniers stellen ein unangenehmes Match-up für die LOK dar. Insbesondere Buljevic mit seiner Dreierquote von 38% und der Fähigkeit auch schwierige Würfe zu treffen, kann das ansonsten inside-lastige Spiel der Bochumer öffnen und muss von der Bernauer Defense ganz genau im Blick behalten werden. Wichtigster Akteur des VfL ist aber zweifelsohne Topscorer Alexander Angerer (17,4 Punkte pro Partie), den man jedoch im Hinspiel gut im Griff hatte und zu einer schwachen Wurfquote zwang. Zwei weitere gefährliche Optionen im Team von Headcoach Gary Johnson sind die Point Guards Ashton Smith und Felix Engel, die auch in der Bernauer Erich-Wünsch-Halle ihr Können demonstrierten. Der Kanadier Smith war mit 18 Punkten Topscorer der Gäste und Felix Engel steuerte einige wichtige Dreier im vierten Viertel bei, die das Spiel fast noch zu Gunsten der Bochumer kippen ließ.

 

Auch LOK-Trainer René Schilling sieht die lange Anfahrt und das Heimreicht der Bochumer als wichtige Faktoren: „Ich erwarte ein schweres Spiel in Bochum. Rein von den Zahlen her sind wir der Favorit, aber wir tun uns auswärts in der Saison bisher sehr schwer. Wir müssen von Anfang an physisch präsent sein und sollten unseren Plan mit Disziplin und Konzentration umsetzten. Außerdem müssen wir schauen, dass wir unsere Anfälligkeit für Ballverluste unter Kontrolle bekommen.“

Welche Spieler am Sonnabend die Reise gen Westen antreten, ist unterdessen noch nicht final entschieden. Doppellizenzspieler Ferdinand Zylka hat noch mit den Nachwirkungen eines ausgekugelten Fingers zu kämpfen und Sebastian Fülle laboriert weiterhin an einem im Hinspiel gegen Bochum zugezogenen Bänderriss. Zurück erwartet wird hingegen Konstantin Kovalev, der nach auskurierter Grippe-Erkrankung wieder voll im Training steht.

 

Simon Schönhoff
s.schoenhoff@ssv-lok-bernau.de

Vor zehn Wochen gab es im Rahmen der Saisoneröffnung des SSV LOK BERNAU bereits den ersten Akt des ewig jungen Derbys zwischen Bernau und Stahnsdorf zu sehen. Am kommenden Sonnabend folgt nun die Begegnung im regulären Ligabetrieb mit dem zweiten Brandenburger ProB-Ligisten. Tip-off ist um 19 Uhr in der Erich-Wünsch-Halle.

 

Die Erinnerungen an das Testspiel gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf dürften den Bernauer Fans noch gut im Gedächtnis sein. Gerade einmal zehn Wochen ist es nämlich her, dass man den RSV in der heimischen Erich-Wünsch-Halle mit 70:65 bezwingen konnte. Die junge Stahnsdorfer Mannschaft lieferte im Freundschaftsspiel am 16. September einen großen Kampf ab und führte über weite Strecken der Partie.  Doch Gegensatz zur LOK, die sich am damaligen Abend noch mit viel Sand im Getriebe präsentierte, missglückte dem RSV der Start in den Ligaspielbetrieb bisher. Aktuell belegen die Gäste den letzten Tabellenplatz der ProB Nord und konnten nur zwei von zehn Punktspielen für sich entscheiden. Damit steht die Mannschaft von Trainer Denis Toroman unter Druck zu punkten, um doch noch die Chance auf die rettenden Play-off Plätze zu wahren. Gerade mit der Gewissheit, dass die LOK im ersten Brandenburg-Derby Schwächen offenbarte, werden die Stahnsdorfer alles daran setzten die Punkte aus dem Norden in den Süden Berlins zu entführen.

 

Logo SSV Lok Bernau

Um dies zu verhindern gilt es die beiden überragenden US-Amerikaner des RSV zu kontrollieren. Der 23-jährige Center Josh Smith geht in seine zweite Saison mit dem RSV Eintracht Stahnsdorf und gehört erneut zu den besten Reboundern der Liga. In den ersten zehn Spielen verbuchte der 110 Kilo Koloss durchschnittlich 15,6 Punkte und 11,0 Rebounds. Zweite Säule des Stahnsdorfer Spieler ist Playmaker Michael Holton Jr., der aus ersten Österreichischen Liga nach Brandenburg wechselte. Das Basketballtalent liegt Holten Jr. dabei in den Genen. Sein Vater Michael Holten Sr. spielte in den 80er Jahren insgesamt sechs Saisons in der NBA und ist auch danach als Trainer und TV-Kommentar dem orangenen Leder treugeblieben. Der 26-jährige Sohn spielt im RSV-Dress mit 20 Punkten, 4,7 Rebounds, 3,5 Assists und einer herausragenden Dreierquote von 41,4 Prozent eine starke Saison. Weitere offensive Stützen des Teams sind

Foto: Barnim-plus; Lutz Weigelt

der Dreierschütze Julius Stahl (7,2 Punkte, 43% Dreierquote) und der erst seit zwei Spieltagen für den RSV aktive Luka Kamber, der bisher 6 Punkte pro Partie beisteuert. Zu erwähnen ist ebenso der erst 16-jährige Small Forward Oshane Drews, der mit guten Zug zum Korb bereits 6,8 Punkte pro Spiel erzielt.

Headcoach René Schilling erläutert die Schlüssel für ein erfolgreiches Heimspiel: „In der Defensive gilt es den Wirkungskreis der beiden Topscorer Holton und Smith einzugrenzen und beide zu schweren Würfen zu zwingen, ohne die restliche Mannschaft zu vergessen. Offensiv müssen wir mit mehr Energie und Disziplin als zuletzt in Quakenbrück agieren. Außerdem gilt es gute Lösungen gegen die wechselnden Verteidigungsarten des RSV zu finden und darüber hinaus eine Balance zwischen Innen- und Außenspiel zu entwickeln. Sollte uns das gelingen, werden wir unserer Favoritenrolle gerecht werden.“

 

Quelle: ssv-lok-bernau

 

 

 

Wiedersehen mit Ex-Spieler Pierre Bland bei den Artland Dragons

 

Am kommenden Sonnabend steht für LOK BERNAU ein äußert brisantes Auswärtsspiel bei den Artland Dragons an. Zum einem stehen die aktuell drittplatzierten Dragons nach zwei Pleiten in Folge, unter Zugzwang wieder in die Spur zu finden und werden vor heimischen Publikum eine große Herausforderung für das junge Bernauer Team darstellen. Zum anderen trifft Headcoach René Schilling und sein Team erstmals auf Ex-LOK Spieler Pierre Bland, der im Sommer aus der Hussitenstadt ins Artland wechselte.

 

Die Artland Dragons aus Quakenbrück machen diese Saison keinen Hehl aus ihren Aufstiegsambitionen und gelten gemeinsam mit den Rostock Seawolves als Meisterschaftsfavoriten der Nordstaffel. Doch ähnlich wie die Hanseaten hinken die stark in die Saison gestarteten Dragons den eigenen Erwartungen in letzter Zeit hinter her. Nach den Niederlagen gegen Wolfenbüttel und Oldenburg in den vergangenen zwei Wochen belegen sie momentan mit einer Bilanz von 6 Siegen zu 3 Niederlagen nur noch

Fotograf: Camera 4

Platz drei hinter den zweitplatzierten Bernauern (7-2).

Dass die Dragons das Aufstiegsziel mit aller Vehemenz und entsprechenden finanziellen Möglichkeiten verfolgen, zeigten bereits vor Saisonbeginn die namenhaften Neuverpflichtungen des Sommers. So wurde mit dem 32-jährigen US-Amerikaner Andre Calvin ein gestandener ProA-Profi, der schon mit den Crailsheim Merlins auf BBL-Niveau überzeugte, ins Artland gelotst. Der 2,01 Meter große Power Forward enttäuscht mit durchschnittlich 15,1 Punkten und 5,7 Rebounds bei starken Wurfquoten bisher nicht. Etwas weniger renommiert, aber der LOK bestens bekannt, ist der zweite US-Boy im Quakenbrücker Team. Die Rede ist von Point Guard Pierre Bland, der die letzten drei Jahre für LOK BERNAU auflief und maßgeblichen Anteil am Aufstieg aus der Regionalliga und der letztjährigen Hauptrundenmeisterschaft in der ProB Nord hatte. Nachdem der sympathische US-Amerikaner eigentlich ein Engagement in der ProA anstrebte, unterschrieb er Mitte Juli beim Staffelrivalen aus dem Artland. Dort knüpft er mit 13,1 Punkten und 7,2 Assists (Ligabestwert) an die guten Leistungen im LOK-Trikot an. Sich lediglich auf die beiden starken Importspieler zu fokussieren, wäre jedoch fatal. Mit den deutschen Leistungsträgern Max Rockmann, Leon Bahner und Philipp Lieser verfügen die Dragons nämlich über die wohl beste Starting Five der Liga. Die bisherige Schwachstelle der Gastgeber ist jedoch die fehlende Tiefe im Kader. So stehen die fünf genannten Spieler über 140 von 200 zu vergebenen Spielminuten auf dem Feld und erzielen dabei mit 60,5 von 78,9 Punkten pro Spiel mehr als drei Viertel aller Dragons Körbe. Zwar pflegt das Team von Headcoach Florian Hartenstein einen eher langsamen und kontrollierten Spielstil, jedoch zeigte sich insbesondere in Spielen mit hohem Tempo, dass zuverlässige Entlastung von der Bank fehlt.

LOK-Coach René Schilling nennt die Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Gastspiel im Artland: „Am Samstag wird sich zeigen, ob wir uns wirklich zur Spitzengruppe zählen dürfen. Auswärts gegen einen Aufstiegskandidaten, vor mehr als 2.000 Zuschauern, gilt es mit Selbstvertrauen, Konzentration und Disziplin unser Spiel durchzusetzen, das heißt aggressive Defense und hohes Tempo mit Kontrolle in der Offense. Wenn wir dazu die Wirkungskreise von Pierre und Philipp Lieser eingrenzen können, werden wir eine gute Chance haben das Spiel zu gewinnen.“

Welche Spieler die Reise nach Quakenbrück antreten werden ist unterdessen noch ungewiss. Traurige Gewissheit herrscht jedoch darüber, dass Sebastian Fülle nicht unter ihnen sein wird. Wie sich bei einer nachträglichen Untersuchung durch Mannschaftsarzt Moritz Morawski herausstellte, zog sich der Shooting Guard beim Zusammenstoß mit dem Bochumer Raphael Bals am vergangenen Sonntag einen Bänderriss zu und wird voraussichtlich zwei Wochen ausfallen.

 

Simon Schönhoff