Von 2018 bis 2020 beteiligte sich Bernau am Projekt „Bernau.Pro.Klima“, um Strategien zu entwickeln, wie den Klimafolgen vor Ort zu begegnen ist. Ein konkretes Teilprojekt in diesem Prozess widmet sich der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, um die dortige Hitzebelastung im Sommer zu verringern und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Nun stehen zwei Entwürfe zur Auswahl, die beide mehr Grün vorsehen und zwischen denen die Bernauerinnen und Bernauer bis zum 15. März 2021 online wählen können.

Variante 1
Hier sorgen alte und neue Bäume auf dem Bahnhofsvorplatz für eine natürliche Atmosphäre. Großkronige Bäume werden neu gepflanzt und sorgen für mehr Beschattung auf dem gesamten Vorplatz; speziell an den Sitzmöglichkeiten.

Das Bahnhofsgebäude wird über eine Baumallee mit den neu geplanten Bushaltestellen sowie der Altstadt Bernaus verbunden. Zusätzlich ist ein Trinkwasserbrunnen vorgesehen, der am Ende der Baumallee nahe der Breitscheidstraße platziert wird. Im Bereich des Aufzugs bis hin zum Treppenaufgang am Fahrrad-Parkhaus ist ein berankter Laubengang (Pergola) mit fünf Sitzbänken geplant. Der Gang erhält einen versickerungsfähigen Belag und schließt an eine Fläche mit Rankbepflanzung an. Zwischen Parkhauszufahrt und Pergola soll eine Wasserspielfläche mit Fontänen und vier Sitzbänken entstehen. Diese kühlt die Umgebungsluft und schafft Erholungsraum.

Die Kurzzeitparkplätze erhalten Splittfugen, damit das Oberflächenwasser versickern kann. Die geplante Überdachung der neuen Bushaltestelle wird begrünt. Vorgesehen sind winterharte Gewächse, die pflegeleicht sind und flächig wachsen. Das Glasdach der großen Zentralhaltestelle erhält eine reflektierende Sonnenschutzfolie. Bei der Bepflanzung wird generell auf heimische, schnell wachsende, trockenresistente Arten, die sonnige Standorte bevorzugen, zurückgegriffen.

Variante 2
Bei der zweiten Variante soll viel Pflanzenfläche geschaffen werden. Im Bereich des Denkmals in Richtung Breitscheidstraße folgen vier reihig angeordnete Pflanzflächen und sparen den Platz des Denkmals aus. In derselben Flucht werden zwei weitere Pflanzflächen direkt vor dem Bahnhofsgebäude angeordnet. Zwischen den Pflanzflächen bleibt ein Gehstreifen bestehen. Vor dem Treppenaufgang zum Bahnsteig und dem Aufzug sollen in einem großen Pflanzbereich jeweils zwei
Rankkonstruktionen und zwei Bänke platziert werden. Ergänzend werden sechs Pflanzstreifen für die Berankungspflanzung eines Laubengangs angelegt.

Die Pflanzen mit dichtem Wuchs spenden im Sommer ausreichend Schatten. Unter dem Laubengang in Denkmalnähe werden vier Sitzbänke und unter dem Laubengang vor dem Bahnhofsgebäude eine Sitzbank platziert. Auch in dieser Variante ist die Aufstellung eines Trinkwasserbrunnens vorgesehen, der neben die Pflanzflächen nahe dem Denkmal platziert werden kann. 

22 großkronige Bäume sollen die Hitzebelastung der Passanten im Sommer reduzieren. Bestehende Bäume bleiben teilweise erhalten und werden in die Pflanzflächen am Laubengang integriert. Es sind mehrstufige, etagenartige Bepflanzungen mit heimischen, sich dem Klimawandel anpassenden Arten vorgesehen. Bei der Bepflanzung wird generell auf heimische, schnell wachsende, trockenresistente Arten, die sonnige Standorte bevorzugen, zurückgegriffen.

Die Bernauerinnen und Bernauer können bis zum 15. März 2021 per Mausklick hier Ihre Stimme abgeben: www. bernau.de › Rathaus › Planen/Bauen ›Klimarobuster Bahnhofsvorplatz.

Quelle: Stadt Bernau

1 Antwort
  1. Heide Schultz-WElge sagte:

    Mein Mann und ich favorisieren die 1. Variante.
    Grund dafür ist eine klarere Aufteilung und mit der Wasser-Spiel-Fläche Erhöhung der Attraktivität für junge Familien. Außerdem hoffen wir bei dieser Variante, dass sie nicht so anfällig ist für „Zerstörungswut“.

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