„Träumen auf Deutsch ohne Untertitel“

In der Reihe TOHUWABOHU – Anstiftungen zu Vielfalt und Toleranz ist am kommenden Montag, dem 10. April 2017, um 20 Uhr im Café des Bürgerbildungszentrums Amadeu Antonio der exil-iranische Performer Raman Zaya mit seinem Programm „Träumen auf Deutsch ohne Untertitel“ zu Gast.

Die Besucher der Veranstaltung können sich auf eine fragmentierte Erzählung mit Musik, Projektionen, Limettenhuhn, Tee und einem noch nicht abgeschobenen Afghanen als Pausenfüller bei freiem Eintritt und geöffneter Bar freuen.

„Wenn Du Deine Heimat finden willst, frage lieber mich. Ich leihe Dir meine Augen. Und wenn ich je in einer fernen Zukunft in das Abbild meiner alten Heimat zurückkehren sollte, kommst Du vielleicht mit mir und schaust für mich“, so der Künstler. Eine Fluchtgeschichte von Teheran nach Deutschland bildet den äußeren Rahmen der Erzählung. Die Zeit vor der islamischen Revolution, die Zeit der Revolution, die Flucht in die Türkei nach Istanbul und von dort nach Berlin und die Zeit in der Flüchtlingsunterkunft. Die Erzählung begibt sich auf die Suche nach der Heimat in der neuen Heimat. „Träumen auf Deutsch ohne Untertitel“ ist eine Hommage an ein Leben in Teheran im inneren Exil, das nach der Flucht auch zu einem äußeren Exil wird. Dabei steht die Suche nach Heimat und dem Ankommen in ein neues Zuhause im Mittelpunkt. Der autobiografische Rahmen der Erzählung stellt sich auch der Herausforderung einer neuen Wirklichkeit. Dabei wird die Erzählung durch den unterschiedlichen Einsatz von Medien unterstützt. Das Erzählen beginnt auf der Tonbandebene und wird vom Erzähler übernommen. Immer wieder wird das Erzählen von Musik und Videosequenzen fortgeführt. Bei der Reise in die Vergangenheit kommt das Internet zum Einsatz, das ein sequenzielles und fragmentiertes Fenster zur Vergangenheit herstellt.

„Träumen auf Deutsch ohne Untertitel“: 10. April 2017, 20 Uhr, Café im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13

 

Quelle: Stadt Eberswalde

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