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Blockheizkraftwerk Bernau Friedenstal Wiederaufbau der Gebäudehülle fast abgeschlossen

Halbzeit auf der BHKW-Baustelle

Wiederaufbau der Gebäudehülle fast abgeschlossen –

Start des Innenausbaus – Ersatzversorgung auch im zweiten Winter ohne Probleme –

Inbetriebnahme im Herbst

 

Aktueller Stand der Gebäudehülle des BHKW in Bernau Friedenstal. Foto Stadtwerke

BERNAU BEI BERLIN. Zwei Winter lang haben die Stadtwerke Bernau mit einer Ersatzlösung die Haushalte rund um die Angarastraße versorgt. Jürgen Alscher, Bereichsleiter Technik im Unternehmen, zieht Bilanz: „Die Heizperiode neigt sich dem Ende zu. Die Versorgung hat einwandfrei funktioniert.“ Hintergrund ist, dass im November 2016 das Blockheizkraftwerk (BHKW) der Stadtwerke in Bernau Friedenstal vollständig ausbrannte und kurzfristig eine Übergangslösung zur Wärmeversorgung geschaffen wurde. „Die Ursache war eine technische Fehlfunktion in einem der beiden BHKW-Module“, informiert Jürgen Alscher. Nach den Löscharbeiten war der Totalschaden offensichtlich. Die rund 700 angeschlossenen Haushalte werden seit dem Brandtag mit einer provisorischen Ersatzlösung über mobile Heizcontainer versorgt. Damit ist bald Schluss: Die Arbeiten am Wiederaufbau kommen gut voran. Nachdem Gelände und Gebäude von Polizei und Versicherung offiziell freigegeben waren, begannen die Stadtwerke im Oktober vergangenen Jahres mit dem Wiederaufbau des Gebäudes. Anfang 2018 wurde der neue Dachstuhl errichtet. „Wir nutzen das Ereignis als Chance und haben Technik und den Bau optimiert: Auf die Dachschräge werden wir später eine PV-Anlage montieren“, berichtet Jürgen Alscher.

 

Chance nutzen
Auch im Inneren werden etliche Innovationen umgesetzt, erläutert der Technik-Chef: „Leistungsstärker und noch effizienter

Zustand der BHKW-Module direkt nach dem Brand im November 2016. Foto:Stadtwerke

sind die neuen BHKW-Module ausgelegt, auch die Feuerungsleistung der Gaskessel ist deutlich erhöht.“ Hinzu kommt ein Wärmespeicher für eine energetische Optimierung. Weil Bernau ein starkes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen hat, investieren die Stadtwerke langfristig in die eigene Erzeugungstechnik. „Unsere Infrastruktur ist die Basis für Lebens- und Wohnqualität in der Stadt. Diese machen wir jetzt bereit für die Zukunft“, betont Jürgen Alscher.

 

Neue Wärme ab Sommer

Laut Plan werden die neuen Gasbrennwertkessel voraussichtlich im Sommer angeschlossen. Sie ersetzen die provisorische Wärmeversorgung aus den mobilen Heizcontainern. Im Anschluss werden die BHKW-Module installiert und in Betrieb genommen. Mit Beginn der nächsten Heizperiode werden die Bauarbeiten am BHKW abgeschlossen sein und die Friedenstaler wieder komplett über die Heizzentrale der Stadtwerke versorgt.