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Pressemitteilung der Stadt Eberswalde zur Schließung des Werkes Eberswalde der DB Fahrzeuginstandhaltung.

Abstimmung zur Rettung des Werkes Eberswalde

Abstimmung zur Rettung des Werkes Eberswalde der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH

 

Die Rettung des Werkes Eberswalde der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH ist das erklärte Ziel, dass einen Tag nach der Schließungsmitteilung, von Politik und Gewerkschaft verkündet wird. Auf Initiative von Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski trafen sich heute Vormittag Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger, Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers, der Betriebsratsvorsitzende des Werkes Eberswalde, Ulf Boehnke, sowie Barnims Landrat Bodo Ihrke zu einem Krisengespräch. Vertreter aus dem

Fotos (Stadt Eberswalde): Betriebsratsvorsitzender Ulf Boehning, Amtsleiter für Wirtschaftsförderung Jan König, Bürgermeister Friedhelm Boginski, Minister Ralf Christoffers und Jörg Vogelsänger sowie Landrat Bodo Ihrke

Fotos (Stadt Eberswalde): Betriebsratsvorsitzender Ulf Boehning, Amtsleiter für Wirtschaftsförderung Jan König, Bürgermeister Friedhelm Boginski, Minister Ralf Christoffers und Jörg Vogelsänger sowie Landrat Bodo Ihrke

Vorstand der Deutschen Bahn sagten ihre Teilnahme kurzfristig ab.

„Die derzeitige Situation ist nicht akzeptabel. Politik und Gewerkschaft müssen jetzt zusammenarbeiten. Wir müssen gemeinsam den Druck erhöhen, denn in meinen Augen agiert das Bundesunternehmen unverantwortlich“, äußerte sich Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski. Politik aus Stadt, Kreis und Land sowie Werksbelegschaft haben seit einem Jahr Aktivitäten zur Rettung des Werkes unternommen. Erst vor drei Monaten wurde der Deutschen Bahn AG vom Werk Eberswalde ein Konzept zum Erhalt und zum Ausbau des Standortes vorgelegt. Landrat Bodo Ihrke bezeichnete die Vorgehensweise der Deutschen Bahn AG als empörend: „Es wurde keine Alternative geprüft. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich in den Arbeitsmodus kommen.“

Als erstes Resultat des Gespräches wurde die Bildung eines Arbeitskreises beschlossen. Unter der Leitung des Wirtschaftsministeriums werden das Infrastrukturministerium, das Arbeitsministerium, die Zukunftsagentur Brandenburg zusammen mit der Stadt Eberswalde und dem Landkreis Barnim gemeinsam daran arbeiten, dass der Standort in Eberswalde erhalten bleibt. Die Einladung zur Zusammenarbeit haben noch am gleichen Tag Klaus-Dieter Hommel, der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, und Jens Schwarz, der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates der Deutschen Bahn AG, ausdrücklich angenommen.

Die Gewerkschafter wollen nicht einen Standort gegen den anderen ausspielen, sie wollen einem Teil der Beschäftigten vor Ort eine realistische Chance ermöglichen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Werk Ende Dezember 2016 geschlossen wird“, sagte Jens Schwarz.

Besonders bitter im Gesamtkontext der geplanten Schließung des Eberswalder Werkes der Fakt, dass der Großteil der Belegschaft bereits Erfahrungen mit Schließungen und Arbeitsplatzumsiedlungen haben.

Am Mittwoch gab die Deutsche Bahn AG offiziell bekannt, dass die zwei Werke Eberswalde und Zwickau der DB Fahrzeuginstandhaltung bis Ende 2016 geschlossen werden.

 

Wir danken der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Eberswalde