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Unfallkreuzung zwischen Bernau und Blumberg wird entschärft

Unfallkreuzung zwischen Bernau und Blumberg wird entschärft

Verkehrsunfallkommission setzt Verkehrsversuch um

Die Verkehrssituation am Unfallschwerpunkt Börnicker Landweg/L31 scheint sich zu entschärfen. Der Grund dafür sind sogenannte Rüttelstreifen, die auf dem Börnicker Landweg jeweils vor der Kreuzung angebracht wurden und die die dafür sorgen sollen, dass Autofahrer ihre Geschwindigkeit reduzieren. „Unsere Messungen haben ergeben, dass durch die Rüttelstreifenmarkierungen die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten deutlich reduziert werden konnte“, freut sich Marcel Kerlikofsky, Leiter der Barnimer Verkehrsunfallkommission, über den gelungenen Auftakt des Projektes. Die geringere Geschwindigkeit sei für das Einschätzen der Verkehrssituation beim Ein- und Abbiegen enorm wichtig.

Unfallhäufungsstelle

Mitglieder der Verkehrsunfallkommission überzeugten sich vor Ort von den Effekten der Rüttelstreifen-Markierungen.

Der Knotenpunkt Blumberger Chaussee/Bernauer Chaussee (L31)/Börnicker Landweg wird seit Oktober 2005 als Unfallhäufungsstelle (UHS) geführt. In den vergangenen Jahren nahm die Anzahl und Schwere der Verkehrsunfälle dort deutlich zu. In den Jahren 2012 bis 2016 ereigneten sich 15 Verkehrsunfälle mit 11 Schwerverletzten, 23 Leichtverletzten und 1 Verkehrstoten.

 

Nach Ansicht der Verkehrsunfallkommission ist dies auf eine ansteigende Beanspruchung der Verkehrsteilnehmer und auf eine unzureichende Orientierung über den Streckenverlauf zurückzuführen. Die Nachrangigkeit der Gemeindestraße (Börnicker Landweg) ist nicht sofort erkennbar. Der gerade Streckenverlauf begünstigt zudem höhere Geschwindigkeiten als die erlaubten 70 km/h.

Maßnahme Rüttelstreifenmarkierung 

Die Rüttelstreifen werden nun dafür eingesetzt, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und das aktuelle Geschwindigkeitsniveau (tagsüber 83 km/h; nachts 103 km/h) zu senken. Dabei wird auf den haptischen und akustischen Effekt beim Überfahren der Markierung gesetzt. Mit der Farbgebung wird die Aufmerksamkeit nochmals erhöht.

 

Die seitliche Ausdehnung der Rüttelstreifen beträgt 50 cm. Die Höhe wird auf 1,5 cm begrenzt. Aus der Rüttelstreifenmarkierung  allein kann sich für die Verkehrsteilnehmer keine Gefährdung ergeben. Die Rüttelstreifen sind ein speziell entwickeltes Markierungsmaterial aus Zweikomponenten-Kaltplastik, welches gute Herstellungs- und Materialeigenschaften hat und zudem den Vorteil besitzt, dass es sich dabei um ein bereits für den Straßenraum zugelassenes Material handelt.

Ausblick

Die Maßnahme stellt eine kostengünstige und effektive Möglichkeit dar, vor Gefahrenstellen zu warnen. Überhöhte Geschwindigkeit auf Landstraßen ist eine häufige Unfallursache. Deshalb sind die Erkenntnisse aus dem Verkehrsversuch auch für zukünftige Ansätze der Verkehrssicherheitsarbeit wichtig.

 

Mit dem Verkehrsversuch ist eine Wirkungskontrolle verbunden. Deshalb wird neben der Verkehrsunfallentwicklung, die Haltbarkeit der Rüttelstreifenmarkierung, das Fahrverhalten, das Geschwindigkeitsniveau, die Lärmemissionen und die Akzeptanz untersucht. In 1,5 und 3 Jahren erfolgen weitere Wirksamkeitskontrollen zum Verkehrsversuch.

 

Langfristig soll der Knoten Börnicker Landweg/L31 dennoch zu einem Kreisverkehr umgebaut werden.

Quelle: kvbarnim

 

Zahl der Verkehrstoten im Barnim ist gestiegen

Die Auswertung der Verkehrsunfallkommission hat für 2015 folgendes ergeben:

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist fast gleich geblieben, leider hat es deutlich mehr Verkehrstote gegeben trotz Entschärfung von 10 Unfallhäufungsstellen. „Es zeigt, dass wir mit unserer Arbeit an den richtigen Stellen ansetzen“ so Marcel Kerlikofsky der Leiter der Kommission. „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die hohe Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. Dabei ist das Sicherheitsniveau der Straße ein ganz wesentlicher Faktor, den man im Augen haben muss“, so der Verkehrsexperte.

Aufgenommen hat die Polizei 2015,  5282 Verkehrsunfälle, das sind 168 mehr als im Vorjahr. Dabei waren 637 Unfälle mit Personenschaden bei denen 797 Personen verletzt wurden. Leider waren auch 15 Todesopfer zu beklagen. (10 mehr als 2014) Hauptunfallursachen waren  überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer und Verletzung der Vorfahrt.

Die Verkehrsunfallkommission untersuchte die Unfallhäufigkeitsstellen und legte unterschiedlichste Maßnahmen fest um diese zu entschärfen.

Weiter zu den Problembereichen zählen Motorradunfälle sowie Unfälle mit Radfahrern. Auf den bekannten und beliebten Strecken für Motorräder um den Werbellinsee und zwischen Oderberg und Eberswalde wurden 10 neue Messstellen errichtet. Die Kontrolldichte wird 2016 erhöht werden.

Konfliktstellen für Radfahrer liegen verstärkt in Bernau und in Wandlitz.

Wir fragen uns, ob nicht bereits bei der Planung von Straßenerneuerungen oder Straßenneubauten auf Unfallstellen mehr geachtet werden könnte. So das nicht wie z.B. in der Bernauer Fichtestraße Unfallschwerpunkte neu geschaffen werden. Wer diese Straße öfter befährt kennt die Problematik der parkenden Autos und des verbauten Gehweges in Richtung Ladeburg. Wir hoffen nur das dort nichts passiert. Der Sommer kommt und damit nehmen auch die Radfahrer zu. Also bitte alle aufpassen!

Polizei

Verkehrsunfallentwicklung 2013

Bilanz der Verkehrsunfallentwicklung 2013 der Polizeidirektion Ost (Auszüge)

 

Wie die Polizei informierte ereigneten sich 2013 weniger Verkehrsunfälle. Es gab weniger Tote dafür aber mehr Verletzte. 2013 wurde  im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion OST, dazu gehören die Polizeiinspektionen Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree/Frankfurt (Oder), 23.527 Verkehrsunfälle registriert.

Die Hauptunfallursache ist weiterhin überhöhte Geschwindigkeit. Alkohol am Steuer und Missachten der Vorfahrt gehört ebenso dazu.

4554 Verkehrsteilnehmer haben sich 2013 pflichtwidrig von der Unfallstelle entfernt.

Deutlich weniger Unfälle wurden durch „junge Erwachsene“ verursacht, was bei den Senioren leider nicht zu erkennen war.