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Bernau: Strompreis steigt ab April

 

Höhere Umlagen und Abgaben sind Ursache für Anstieg – Stadtwerke Bernau tragen einen Teil intern – Energiedienstleister entlastet mit Beschaffungsvorteilen die Kunden

 

BERNAU BEI BERLIN. Drei Monate lang haben die Stadtwerke Bernau die gestiegenen staatlichen Umlagen und Abgaben intern getragen. Zum 1. April steigt nun der Arbeitspreis für Strom in der Grundversorgung sowie bei den Produkten BernauStrom, BernauStrom NaturWatt und BernauStrom Regio um 0,54 Cent pro Kilowattstunde brutto (0,45 Cent netto). Der Grundpreis bleibt stabil. Die Ursache: Die Umlagen und Abgaben auf den Strompreis sind zum Jahresbeginn gestiegen, allen voran die EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende. „Wir haben die Anhebung der Strompreise so lange wie möglich hinausgezögert und sie so niedrig wie möglich gehalten, um unsere Kunden zu entlasten“, informiert Bärbel Köhler, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau. Nun erhöhen sich die Stromkosten für einen durchschnittlichen Privathaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden um rund einen Euro pro Monat.

 

Grund für die aktuelle Preisanpassung: Die EEG-Umlage – die zentrale staatlich festgesetzte Umlage zur Finanzierung der Energiewende – kletterte zum 1. Januar 2017 auf ein Rekordhoch: netto von 6,35 Cent um 0,53 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Die Stadtwerke Bernau können die Mehrkosten, die durch die Erhöhung dieser Umlage und weiterer Preisbestandteile entstehen, für die ersten drei Monate intern abfangen. „Wir haben durch eine ausgefeilte Beschaffungsstrategie Strom günstiger eingekauft als prognostiziert. Von diesem Vorteil profitieren unsere Kunden“, erklärt Bärbel Köhler. „So können wir auch ab April die Kunden ein wenig entlasten, indem wir nicht die komplette Erhöhung der vom Staat festgelegten Abgaben auf unseren Preis drauflegen müssen.“ Die Stadtwerke Bernau haben die Strompreise in den vergangenen drei Jahren stabil gehalten; 2015 sanken die Kosten für die Bernauer Kunden sogar. Sie verspricht: „Wir versorgen unsere Kunden stets so günstig wie möglich mit Energie. Dafür engagieren wir uns. Von allen Vorteilen, die wir am Markt oder durch andere Einsparungen wie Prozessoptimierung erzielen, profitieren unsere Kunden. Darauf können sie sich verlassen.“

 

Belastbare Basis für Kalkulation abgewartet

Bärbel Köhler bedauert, dass der Einfluss eines Energielieferanten auf den Endpreis inzwischen sehr gering geworden ist: „Gut die Hälfte, genauer 55 Prozent, des Strompreises für Privathaushalte besteht heute aus Steuern und staatlichen Abgaben sowie gesetzlich auferlegten Umlagen“, erklärt sie und fügt an: „Wir Energielieferanten fungieren quasi als Inkassounternehmen, das die Gelder mit der Stromrechnung erheben und an den Staat abführen muss.“ Die regulierten Netzentgelte betragen durchschnittlich 25 Prozent; diese können jedoch regional stark variieren. Auch wenn die meisten Bestandteile im Oktober bekanntgegeben werden – die Netzentgelte stehen erst Ende Dezember fest. „Transparenz und Ehrlichkeit sind uns als Energiedienstleister für Bernau besonders wichtig. Deshalb haben wir abgewartet, bis alle Preisbestandteile endgültig feststehen, und haben dann mit spitzem Bleistift gerechnet“, erklärt Bärbel Köhler. Die Anteile, die Energielieferanten selbst beeinflussen können – Strombeschaffung, Vertrieb und Kundenservice – betragen 2017 im Durchschnitt nur noch 20 Prozent.

 

Engagement für bezahlbare Energiewende

Deutschland geht in der Energiewende voran. 2015 lag der Beitrag der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei rund 30 Prozent. Bis zum Jahr 2025 sollen 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien produziert werden, bis zum Jahr 2035 sollen es 55 bis 60 Prozent sein. „Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen dient dem Klimaschutz, die wichtigste Voraussetzung für unsere künftige Lebensqualität“, erläutert Bärbel Köhler und fügt an: „Wir engagieren uns für den Ausbau ressourcenschonender Energien und damit für eine wirksame und bezahlbare Energiewende in der Region“, betont sie. Wichtig sei ihr dabei, dass Stadt, Region und ihre Bürger langfristig von den Projekten profitieren würden. „Außerdem unterstützen wir unsere Kunden beim Energiesparen“, sagt die Geschäftsführerin. Mit den Energielösungen BernauPlus helfen Experten der Stadtwerke allen Kunden dabei, Energie effizienter zu nutzen und den Verbrauch dauerhaft zu reduzieren. Bärbel Köhler betont: „Die günstigste Energie ist die, die wir erst gar nicht verbrauchen. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.“

Stadtwerke Bernau halten Energiepreise stabil

Bei Strom werden Mehrkosten an staatlichen Lasten durch günstigere Beschaffung und höhere Effizienz beim Netzbetrieb ausgeglichen – auch die Gaspreise bleiben stabil

 

BERNAU BEI BERLIN. Jetzt ist es raus: Die Stadtwerke Bernau lassen sowohl ihre Strom- als auch ihre Gaspreise zum Jahreswechsel unverändert. Das dürfte Kunden freuen. Denn die staatlichen Umlagen und Abgaben zur Finanzierung der Energiewende, die im Strompreis enthalten sind, steigen in Summe ab dem 1. Januar 2016 um 0,60 Cent pro Kilowattstunde an. Von Vorteil ist zudem, dass die Netzentgelte für die Stadtwerke Bernau stabil bleiben – für Gas wie für Strom. In vielen anderen Regionen Deutschlands steigen sie dagegen an. „Bei Strom haben wir die Mehrkosten für die höheren staatlich bedingten Preisbestandteile durch einen günstigeren Energieeinkauf ausgleichen können“, informiert Bärbel Köhler, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau, und fügt an: „Unsere Einkäufer haben die Möglichkeiten am Beschaffungsmarkt optimal genutzt.“ Positiv auf die Preisentwicklung für Strom und Gas bei den Stadtwerken Bernau wirken sich auch Investitionen in die Effizienz der Netze aus. Dass sie ihren Kunden stabile Preise für das gesamte Kalenderjahr 2016 bieten kann, freut die Stadtwerke-Chefin: „Von den Vorteilen, die wir erwirtschaften, profitieren unsere Kunden immer direkt.“ Die Stadtwerke Bernau zählen nach wir vor zu den preisgünstigen Stromanbietern in Bernau und Region. Auch die Preise für Gas sind bei den Stadtwerken Bernau weiterhin vergleichsweise günstig. Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern haben sie ihre Gaspreise in den vergangenen zwei Jahren um  0,6 Cent brutto gesenkt.

 

Stadtwerke müssen Steuern und Abgaben ohne Umweg abführen 

Vom Strompreis, den Haushaltskunden bezahlen, entfallen heute bereits rund 52 Prozent auf staatlich veranlasste Umlagen und Abgaben zur Finanzierung der Energiewende sowie auf Steuern. Diese muss der Energielieferant mit dem Strompreis erheben und an den Staat abführen. Rund 23 Prozent machen durchschnittlich die Netzentgelte aus, wobei es hier regionale Unterschiede gibt. Diese Unterschiede sind bedingt durch die Kosten für den Netzausbau, der vor allem aus dem Zubau an Anlagen zur Erzeugung von Sonnen- und Windstrom resultiert. „Das restliche Viertel des Strompreises können wir als Energieversorger bedingt beeinflussen; das sind die Kosten für Beschaffung und Vertrieb“, erklärt Bärbel Köhler. Die Zusammensetzung des Strompreises hat sich in den vergangenen 17 Jahren – also seit der Liberalisierung des Strommarktes – komplett verändert: Während die Kosten für Strombeschaffung, Vertrieb und Kundenservice in diesem Zeitraum lediglich um 6 Prozent gestiegen sind, haben sich die staatlich veranlassten Steuern, Abgaben und Umlagen zur Finanzierung der Energiewende um mehr als das Dreieinhalbfache erhöht. Insgesamt ist der Strom heute um etwa zwei Drittel teurer als 1998.

 

Energiewende nutzt Klima und Region

„Strom aus erneuerbaren Quellen dient dem Klimaschutz, die wichtigste Voraussetzung für unsere künftige Lebensqualität“, betont Bärbel Köhler und fügt an: „Wir setzen uns für eine wirksame Energiewende ein, von der Bernau und die Region langfristig etwas davon haben.“ Die Stadtwerke Bernau sind beispielsweise Partner für Betreiber von Photovoltaikanlagen in ihrem Netzgebiet. „Neben der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen spielt die Steigerung der Energieeffizienz eine wichtige Rolle für die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes“, ist Bärbel Köhler überzeugt. Die Stadtwerke Bernau haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 mindestens 30 Tonnen Kohlendioxid jährlich einzusparen. Der Weg dorthin: ein Energiesparprogramm für sich selbst und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien.

 

Pressemitteilung der Stadtwerke Bernau