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Foto: Lutz Weigelt für www.barnim-plus.de / der Finowkanal

Kleine Eberswalder Erklärung

Liebe Vorstandsvorsitzende und -mitglieder der befreundeten Vereine,

liebe Mitglieder und Unterstützer unsres Finowkanals,

 

wie man in unserer Tageszeitung lesen konnte, fordert die Eberswalder Stadtfraktion der Partei DIE LINKE den sofortigen Ausstieg aus den Verhandlungen mit dem Bund wegen der Übernahme der Schleusen in eine kommunale Betreibergesellschaft.

 

Wie wir zu Genüge mitbekommen haben, existiert die Option, dass der Bund weiterhin ”in der Pflicht” bleibt, definitiv nicht. Der Bund hat mehr als klar gemacht, dass gesetzlicher Auftrag der Unterhalt der Wasserstraßen für den Güterverkehr ist. Was den Finowkanal betrifft, muss er (der Bund) lediglich für den geregelten Wasserablauf sorgen. Die Schleusen muss er nicht unterhalten.

 

Selbst die 22 Schleusen der Lahn, dem idyllisches Nebenfluss des Rheins mit ihren Burgen, Weinbergen und Kurbädern, will das Bundesverkehrsministerium schließen. Unsere einzige Chance für den Finowkanal besteht darin, dass wir dessen Zukunft in die eigenen Hände nehmen und unseren Beitrag leisten, um unseren Kanal für die Menschen von heute und morgen zu erhalten. Zu diesem Zweck hatten wir uns vor bald zwei Jahren schon einmal gemeinsam mit den großen Vereinen der Region an die regionale Politik gewandt (Kleine Eberswalder Erklärung ”ee”  siehe Anhang).

 

Nun soll der Antrag der LINKEn schon an diesem Donnerstag (morgen) ab 18 Uhr bei der Stadtverordnetenversammlung im Paul-Wunderlich-Haus abgestimmt werden (Beschlussvorlage anbei). Alle Beteiligte wissen, dass ein negatives Votum der STVV jeglichen weiteren Fortschritt bei den Bemühungen des Bürgermeisters und des Landrates um den Erhalt unseres Kanals verhindern würde. Wie man hört, gibt es auch in anderen Fraktionen einige Stadtverordnete, die das leidige Thema gern vom Tisch hätten und durchaus mit den LINKEn stimmen würden. Die Beschlussvorlage der LINKEn zeugt im Übrigen von plattem Unverständnis der aktuellen Sachlage.

 

Ob es tatsächlich am Donnerstag zur Abstimmung kommt, kann man heute noch nicht sagen. Das Programm ist lang, und der Finowkanal steht (noch) als letzter Punkt auf der Tagesordnung. Zudem erwarten einige der optimistischeren Akteure, dass die LINKEn sich der Tragweite ihres Antrags bewusst werden und die Beschlussvorlage eventuell zurückziehen.

 

Wir können nur hoffen, dass sich möglichst viele MitbürgerInnen – wie schon bei der Erstellung der ”ee” und vielen unserer Aktionen – für den Erhalt des schiffbaren Finowkanals aussprechen, bevor die Stadtverordneten der LINKEn-Fraktion ein für alle Male einen Schlussstrich unter die mehr als 400-jährige Geschichte der Schifffahrt auf dem Finowkanal setzen.

 

Wir machen so gut es geht mit unserem Finowkanal-Stammtisch und anderen Aktivitäten weiter. Mit Polen und Litauen haben wir letzte Woche in Toruń ein EU-Projekt zur wassertouristischen Zusammenarbeit entlang der historischen Wasserstraße Friedrichs des Großen von Berlin über den Finowkanal durch Polen bis nach Klaipeda, dem früheren Memel, begonnen.

An der Alten Badeanstalt liegt als unser erster Wintergast der 97 Jahre alte zum Wohnschiff umgebaute ehemalige niederländische Frachtsegler LA TULIPE der beiden Engländer Carol Greenwood und David Alder. Carol und David sind während der nächsten fünf Monate unsere Mitbürger; ihr Traditionsschiff – eines von über 1000 in Europa, deren Besitzer ihr festes Haus gegen ein Leben auf unseren historischen Flüssen und Kanälen eingetauscht haben – wird in der Weihnachtszeit festlich beleuchtet einen Anziehungspunkt für unsere Mitbürger und Gäste darstellen.

Zurzeit verhandeln wir mit der Reederei Schlößin darüber, ob das Passagierschiff ODERBERG den Winter über am Bollwerk oberhalb der Stadtschleuse liegen und als Ort für Kulturveranstaltungen rund um den Kanal dienen wird. Auch ein paar weihnachtliche Fahrten wollen wir dann mit Ihnen zusammen auf dem Kanal unternehmen.

 

Wir bleiben dran und geben bis zuletzt die Hoffnung nicht auf. Helfen Sie mit, dass wir unserem geschichtlichen Auftrag gemeinsam gerecht werden.

 

Mit optimistischen Grüßen,

Prof. Hartmut Ginnow-Merkert

Unser Finowkanal e.V.

SPD-Landtagsfraktionschef in Zerpenschleuse

Diese Woche trafen sich der SPD-Landtagsfraktionschef Klaus Ness, die Landtagsabgeordnete des Barnim Britta Müller zu einem Gespräch mit Volkmar Ritter von der KAG (Kommunale Arbeitsgemeinschaft Finowkanal, Hans Frodl vom Wasser-und Schiffahrtsamt und Prof. Hartmut Ginnow-Merkert von der Initiative -Unser Finowkanal- in Zerpenschleuse.

Worum ging es? Seit langem ist bekannt das einige Schleusen am Finowkanal doch sehr marode sind. Die Frage für die Zukunft stellt sich, wer bezahlt die Reparatur? Der Bund als Eigentümer ziert sich. Grund ist wohl, das der Finowkanal „nur“ Touristisch genutzt wird. Für  Wassertouristik ist aber kein Geld da.

Der Finowkanal, vielen vielen Menschen nicht nur aus dem Barnim bekannt. So kommen Schiffsführer aus der Schweiz, den Niederlanden usw. um sich den Kanal und die umliegenden Gemeinden, Sehenswürdigkeiten anzuschauen regelmäßig hierher zu uns. Wassertouristik, ob mit dem Kanu, dem Paddelboot oder mit Jachten ist eine Einnahmequelle für die Anliegergemeinden. Werden nun die Schleusen nicht repariert, ist es in relativ kurzer Zeit mit der Schiffbarkeit zu Ende. Damit würde eine lange Ära zu Ende gehen.

Seit Jahren wird in vielen Gesprächen versucht das Problem zu lösen. Volkmar Ritter, Prof. Hartmut Ginnow-Merkert sprechen seit Jahren mit Verantwortlichen, organisieren Treffen, schauen wie es in anderen Ländern gemacht wird und unterbreiten Vorschläge. So auch das Gespräch mit Klaus Ness und  Britta Müller.

Es gibt verschiedene Lösungswege die beschritten werden können:

  • der Bund behält die Wasserstraße und Ertüchtigt sie
  • der Bund behält die Wasserstraße und schüttet die Schleusen zu
  • die anliegenden Gemeinden übernehmen den Kanal

Nach vielen Gesprächen ist der Bund nun bereit den Kanal an die umliegenden Gemeinden zu übergeben und sichert zu, 50% (ca. 15 Mio €) der Kosten der Schleusenertüchtigung zu übernehmen.

Gespräche mit der Brandenburger Landesregierung gestalten sich schwierig, so Volkmar Ritter. Sind doch 4 Ministerien für den Finowkanal „zuständig“. Das ist auch ein Hemmnis bei Gesprächen mit dem Bund.

Klaus Ness wurde bei diesem Gespräch darüber aus erster Hand  informiert. Ihn interessiert natürlich, ob den die Kommunen alle mitmachen würden und an einem Strang ziehen. Bei der Antwort auf diese Frage geht es wie immer ums Geld. Denn nicht alle Kommunen können oder wollen riesige Summen investieren. Es kommt also darauf an, wieviel der Kosten der Bund übernimmt.

Klaus Ness sagte seine Unterstützung zu mit den Worten “ Mit heissem Herzen, aber kühlen Verstand“ an die Sache heranzugehen. Beim Bund, bzw. beim Verkehrsminister gibt es momentan Überlegungen die touristischen Wasserstraßen bzw. deren Erhalt und Finanzierung einer Prüfung zu unterziehen.

Nur lange Warten kann der Finowkanal nicht mehr!

In Eberswalde gibt es viele Industriedenkmale. Als wichtiges Industriedenmal wird die Borsighalle genannt. Viele werden sie schon bei ihrem Besuch im Familiengarten gesehen haben. Sie steht, wenn man vom Parkplatz kommt links. Die Halle hat eine lange Geschichte und einen Weg von Berlin hintersich. Erstmals aufgebaut wurde sie, für die Borsigwerke, in Berlin Moabit. Sie wurde dort als Walzwerkhalle genutzt. 1899 mit Verlegung der Borsigwerke nach Tegel, wurde auch diese Halle abgebaut und in Eberswalde als Erweiterungsbau für die Eisenspalterei wieder aufgebaut und bis 1993 genutzt. Sie hat einen Spannweite von ca. 21 Meter ist 55 m lang und 8,80 m hoch. Sie ist die erste freitragende leichtbau Stahlkonstruktion, modular verlängerbar und gilt als Vorbild aller Bahnhofshallen. Dieser Konstruktionstyp findet sich auch in der Halle des Berliner Hauptbahnhofs wieder. Leider ist die Halle in einem nicht sehr guten Zustand, von Unkraut umwuchert und das Dach löst sich auf. Die Initiative "Unser Finowkanal e.V." hat sich dem Bauwerk angenommen. Als erstes wurde gestern (04.11.2014) eine Infotafel angebracht. an dieser gut 4 m² großen Tafel wird die Geschichte der Borsighalle und der Eisenspalterei in deutsch und englisch dargestellt. Prof. Hartmut Ginnow-Merkert, als Initiator freut sich über den ersten Schritt zur Erhaltung der Halle. So wäre es z.B. möglich die Halle, in den Familiengarten mit einzubeziehen. Ein Durchgang unter der Straße ist schon vorhanden. Es gibt viele Pläne auch dieses Gelände zu erhalten und nutzbar zu machen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann gern auf das Buch von Kristin Pilz "Ausser Betrieb" - Industriekultur im Finowkanal lesen. oder kommt am Samstag, 15.11.2014, ab 17:00 Uhr ins Museum wo eine Lesung angekündigt ist.

Denkmal Borsighalle

Ihr Plus für den Barnim Industriedenkmal Borsighalle

In Eberswalde gibt es viele Industriedenkmale. Als wichtiges Industriedenmal wird die Borsighalle genannt. Viele werden sie schon bei ihrem Besuch im Familiengarten gesehen haben. Sie steht, wenn man vom Parkplatz kommt links. Die Halle hat eine lange Geschichte und einen Weg von Berlin hinter sich. Erstmals aufgebaut wurde sie, für die Borsigwerke, in Berlin Moabit. Sie wurde dort als Walzwerkhalle genutzt. 1899 mit Verlegung der Borsigwerke nach Tegel, wurde  auch diese Halle abgebaut und in Eberswalde als Erweiterungsbau für die Eisenspalterei wieder aufgebaut und bis 1993 genutzt.

Sie hat einen Spannweite von ca. 21 Meter ist 55 m lang und 8,80 m hoch. Sie ist die erste freitragende leichtbau Stahlkonstruktion, modular verlängerbar und gilt als Vorbild aller Bahnhofshallen.

Dieser Konstruktionstyp findet sich auch in der Halle des Berliner Hauptbahnhofs wieder. Leider ist die Halle in einem nicht sehr guten Zustand, von Unkraut umwuchert und das Dach löst sich auf.

Die Initiative „Unser Finowkanal e.V.“ hat sich dem Bauwerk angenommen. Als erstes wurde gestern (04.11.2014) eine Infotafel angebracht. Auf dieser gut 4 m² großen Tafel wird die Geschichte der Borsighalle und der Eisenspalterei in deutsch und englisch dargestellt.

Prof. Hartmut Ginnow-Merkert, als Initiator, freut sich über den ersten Schritt zur Erhaltung der Halle. So wäre es z.B. möglich die Halle, in den Familiengarten mit einzubeziehen. Ein Durchgang unter der Straße ist schon vorhanden. Es gibt viele Pläne auch dieses Gelände zu erhalten und nutzbar zu machen.

Wer mehr darüber wissen möchte, kann gern auf das Buch von Kristin Pilz „Ausser Betrieb“ –  Industriekultur am Finowkanal zurückgreifen oder kommt am Samstag, 15.11.2014, ab 17:00 Uhr ins Museum wo eine Lesung angekündigt ist.