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Bernau behält im Topspiel gegen Essen die Oberhand

Bernau behält im Topspiel gegen Essen die Oberhand

 

Im Topspiel des 3. Spieltages der ProB Nord gewinnt LOK BERNAU mit 86:81 gegen die ETB Wohnbau Baskets aus Essen. Die 640 begeisterten Zuschauer in der Erich-Wünsch-Halle bekamen eine hochklassige und über die gesamte Spielzeit spannende Partie zu sehen. Beste Werfer für Bernau waren erneut Dexter Werner mit 20 und Robert Kulawick mit 17 Zählern. Auf Essener Seite erzielten Nicholas Tufegdzich und Montrael Scott je 23 Punkte.

 

Die Vorzeichen für das Heimspiel gegen die Gäste aus dem Ruhrpott waren auf Bernauer Seite sehr positiv. So standen nach überwundener Verletzung Kapitän Jonas Böhm und Flügelspieler Konstantin Kovalev wieder im Kader. Ebenso gab ALBA Talent Kresimir Nikic, der bisher überwiegend mit dem BBL Team der Albatrosse unterwegs war, seinen Einstand in einem offiziellen ProB Spiel. Einzig Robert Glöckner wurde noch geschont. Der 21-jährige Power Forward wird jedoch voraussichtlich nächstes Wochenende gegen Schalke 04 sein Comeback nach überstandener Knieverletzung geben.

Badu-Buck-beim-Zug-zum-Korb

Standing-Ovations

Der Start in das Topspiel gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen verlief beinahe optimal. Die LOK setzte die im Vorhinein vorgegebene Marschroute von Headcoach René Schilling konsequent um. Insbesondere die Vorgabe den Korb zu attackierten hatten die Spieler verinnerlicht. So erzielten die Hussitenstädter von den insgesamt 22 Punkten im ersten Viertel ganze 20 Zähler durch Abschlüsse am Brett. Allerdings warfen die Essener Ihre gewohnten Stärken ebenso in die Waagschale. Zum Ende des ersten Spielabschnitts mehrten sich die Offensivrebounds der Gäste und ermöglichten ihnen viele einfache zweite Wurfchancen. Mit einem 22:19 Zwischenstand ging es in die Viertelpause. Jetzt nahmen die Essener von der Dreierlinie Maß und netzten einen erfolgreichen Distanztreffer nach dem anderen ein. Besonders der erst 19-jährige Yannik Tauch zeigte sich an diesem Abend mit insgesamt vier Dreiern sehr treffsicher. Hauptproblem der LOK war jedoch der bereits im Vorfeld als Leistungsträger ausgemachte Kanadier Nicholas Tufegdzich. Die Kreise des 2,03 Meter Mannes waren nur schwer einzugrenzen. Bereits zur Halbzeit markierte Tufegdzich 18 Punkte und 8 Rebounds. Mit einem 44:41 ging in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel zog die LOK nun defensiv die Zügel an und agierte konzentrierter. In Folge mehrten sich die Ballverluste der ETB Wohnbau Baskets. Auch gestatte man dem Schlüsselspieler der Gäste Nicholas Tufegdzich nur noch fünf Punkte in der zweiten Halbzeit. Durch einen Buzzerbeater von Ferdinand Zylka zum Ende des dritten Spielabschnitts konnten sich die Bernauer Korbjäger dann mit dem 68:58 erstmals zweistellig absetzen. Im Schlussviertel ging die LOK weiter fokussiert zu Werke. Doch die Essener sollten so leicht nicht aufstecken. Angetrieben von Montrael Scott und Yannick Tauch, die nun viel Verantwortung übernahmen, erzielten die Gäste in der 35. Spielminute den 72:72 Ausgleich und zwangen Trainer René Schilling zur Auszeit. Und die LOK hatte die passende Antwort parat. Durch einen spektakulären Tip-Dunk von Dexter Werner und einem erfolgreichen Dreier durch Robert Kulawick erhöhte man 3:51 Minuten vor Schluss auf 77:72. Doch auch die Essener agierten in den Schlussminuten höchst entschlossen und konnten so 43 Sekunden vor Ende mit dem 80:79 auf einen Punkt aufschließen. Wie bereits eine Woche zuvor hielt es nun niemanden der 640 Zuschauer auf den Plätzen. Unter stehenden Ovationen sicherten Bennet Hundt und Robert Kulawick mit sechs erfolgreichen Freiwürfen den 86:81 Heimsieg.

 

Headcoach René Schilling mit dem Statement zum Spiel: „Der Schlüssel für den heutigen Sieg war mit Sicherheit unsere Aggressivität in der Verteidigung. Wir haben insgesamt 24 Turnover bei Essen forciert und uns so mehr Wurfchancen im Angriff erarbeitet. Damit konnten wir das Spiel trotz schlechterer Wurfquoten gewinnen. Abgesehen von einigen kleineren Fehlern war ich heute sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

 

Mit dem Heimsieg gegen die ETB Wohnbau Baskets schiebt sich die LOK auf Platz 2 in Tabelle vor. Am kommenden Spieltag kommt es dann bereits zum nächsten Spitzenspiel. Die Bernauer sind zu Gast beim momentan Erstplatzierten Schalke 04 Basketball. Die Partie in Gelsenkirchen findet am 14.10. um 19:30 Uhr statt.

 

LOK BERNAU: Dexter Werner (20 Punkte), Robert Kulawick (17), Ferdinand Zylka (11), Bennet Hundt (11), Sebastian Fülle (9), Kory Brown (6), Badu Buck (6), Jonas Böhm (3), Jonas Mattisseck (2), Kresimir Nikic (1), Jacob Knauf (0), Konstantin Kovalev (dnp)

 

Quelle: Simon Schönhoff
 

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Logo SSV Lok Bernau

Lok Bernau sichert sich Tabellenspitze und Playoff-Heimrecht

Lok Bernau sichert sich Tabellenspitze und Playoff-Heimrecht

Der SSV Lok Bernau gewann das Spitzenspiel der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord bei den Artland Dragons deutlich mit 86:66 (51:24). Dank einer starken Mannschaftsleistung und einer nahezu perfekten ersten Halbzeit ließ man dem Aufstiegsaspiranten am Samstagabend vor 3.000 Zuschauern keine Chance. Pierre Bland und Tim Schneider stachen bei den Brandenburgern mit jeweils 16 Punkten heraus.

Die Tabellenspitze in der ProB Nord bleibt auch nach dem 20. Spieltag fest in Bernauer Hand. Mit dem Sieg beim direkten Konkurrenten in Quakenbrück ist der SSV Lok Bernau alleiniger Spitzenreiter. Bei noch zwei ausbleibenden Spielen in der Hauptrunde sind die Artland Dragons fast abgehängt. In den beiden Heimspielen gegen RSV Eintracht und Wolfenbüttel reicht der Lok ein Sieg, um auch als Tabellenerster in die erste Playoff-Runde einzuziehen. Die Bernauer haben dafür das Heimrecht sicher und können in der KO-Runde mögliche Entscheidungsspiele zu Hause vor eigenem Publikum austragen.

 

Bei den Artland Dragons sind die Lok-Basketballer in Bestbesetzung angetreten. Lok-Headcoach René Schilling stand der komplette Kader zur Verfügung. Vor der stimmungsvollen Kulisse in der mit 3.000 Zuschauern ausverkauften Arena startete der SSV mit Pierre Bland, Ferdinand Zylka, Robert Kulawick, Tim Schneider und Jonas Böhm. Nach einem kurzen Abtasten zeigten sich die Brandenburger Gäste von der großen Kulisse wenig beeindruckt. Nach den ersten beiden Lok-Dreiern von Robert Kulawick und Tim Schneider übernahm Bernau das Zepter auf dem Feld (5:8, 4. Minute). Die Brandenburger spielten auf beiden Seiten des Feldes wie aus einem Guss und ließen bei den Gastgebern nur wenige gute Würfe zu. Dank einer starken Offensivleistung wuchs der Vorsprung schon im ersten Viertel in den zweistelligen Bereich. Robert Glöckner mit einem Alley Oop Dunk und Nico Adamczak per Dreier sorgten für eine deutliche 30:14 Führung nach zehn Minuten. Die gut 20 mitgereisten Bernauer Fans konnten sich nach diesem Zwischenstand auch auf den Rängen bemerkbar machen. Die Gastgeber erholten sich nicht von diesem Schock und fanden keinerlei Mittel gegen die Lok-Offensive, die überragend traf. Jannes Hundt eröffnete das zweite Viertel mit einem Dreier, Konstantin Kovalev legte nach, bevor Tim Schneider mit einem krachenden Dunking einen 10:0-Lauf einläutete (43:18, 16. Minute). Die Dragons wurden förmlich überrollt und die Führung wuchs vor der Halbzeit sogar bis auf 29 Punkte an. Maximilian Rockmann auf Seiten der Artländer konnte zum Seitenwechsel noch auf 51:24 verkürzen. Bernau dominierte nicht nur wegen einer Trefferquote von fast 70 Prozent aus dem Feld. Vor allem am Brett ackerte die Lok konzentriert und ergatterte sich in der ersten Hälfte mehr als doppelt so viele Rebounds wie Artland (25:11).

 

Trotz des deutlichen Rückstands haben die Gastgeber das Spiel nach der Pause nicht weggeschenkt. Die Arena peitschte ihr Team im Kampf um die Tabellenführung weiter lautstark nach vorn. Mit einem schnellen Dreier setzte allerdings Robert Kulawick das erste Ausrufezeichen der zweiten Halbzeit. Die Quakenbrücker kamen nun besser in Spiel boten einen offenen Kampf. Matt Reid, Gregory Graves und Chris Frazier setzten zur Aufholjagd an. Der Vorsprung hielt aber stets der 20 Punktemarke stand. Auch im Schlussabschnitt ließ sich Lok Bernau den hoch verdienten Auswärtssieg nicht mehr nehmen. Am Ende stand ein souveränes 86:66 im Spitzenspiel.

 

Lok-Headcoach René Schilling: „Ich bin heute sehr zufrieden und stolz. Das war ein sehr überzeugender Sieg. Wir haben die Herausforderung als Mannschaft gemeistert, vor allem ist alles das, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben, aufgegangen. Es war die wohl beste Halbzeit, die wir in dieser Saison gespielt haben. Wir werden den Fokus nun auf die letzten Spiele richten, um unsere gute Ausgangssituation und den ersten Tabellenplatz auch ins Ziel zu bringen.“

 

In den verbleibenden zwei Hauptrundenspielen trifft Lok Bernau jeweils vor eigenem Publikum auf Stahnsdorf und Wolfenbüttel. Den Anfang macht das Brandenburg-Derby am kommenden Wochenende gegen den RSV Eintracht. Das Sonntagsspiel beginnt um 16.00 Uhr in der Erich-Wünsch-Halle.

 

Viertelstände: 30:14, 51:24, 71:49, 86:66

 

SSV Lok Bernau: Pierre Bland (16 Punkte), Tim Schneider (16), Robert Kulawick (14), Robert Glöckner (9), Jonas Böhm (8), Ferdinand Zylka (6), Jannes Hundt (6), Nico Adamczak (4), Kevin Wohlrath (3), Timajh Parker-Rivera (2), Konstantin Kovalev (2), Nino Valentic (0)

 

Artland Dragons: Gregory Graves (20 Punkte), Chris Frazier (13), Maximilian Rockmann (12), Stacy Wilson (7), Matt Reid (6), Benjamin Fumey (6), Mark Nwakamma (2), Thorben Döding (0), Blanchard Obiango (0), Danelius Lavrinovicius (0), Johann Potratz (0)

 

Ricardo Steinicke