Beiträge

Erster Rundgang mit dem Nachtwächter durch das abendliche Bernau

BERNAU: Wie lebt es sich in Bernau-Süd?

08_2015_Natalie_Obert_Presse1

Planen die Ausstellung im Kantorhaus: Natalie Obert und Sabine Oswald-Göritz (Foto: Pressestelle/Cornelia Fülling)

Neue Ausstellung im Kantorhaus

Am Tag des offenen Denkmals wird sie eröffnet: die Ausstellung über Bernau-Süd. Und zwar in einem Denkmal, dem Kantorhaus in der Tuchmacherstraße. „In der Exposition möchten wir Einblicke in das Leben in Bernau-Süd sowie in die Entstehung und Geschichte dieses Stadtteils geben, der in einer Zeit der Wohnungsnot erbaut wurde und in dem sich über die Jahrzehnte ein vielschichtiges soziales Gefüge entwickelt hat“, so Sabine Oswald-Göritz vom Kulturamt der Stadt.

Präsentiert werden im Kantorhaus ab 11. September „Ortsaufnahmen: Bernau-Süd“ von Natalie Obert und der Film „Gut angekommen im wilden Westen?“ von Janina Neugebauer. Auch die neue Ausgabe eines Stadtteilblattes von Jule Osten gibt es dort. Die Studentinnen gehören zu dem achtköpfigen Team, das im Rahmen des Kunstprojektes Kontext Labor Bernau von April bis Juli in Bernau-Süd unterwegs war.

Mit seiner Kamera hat Micha Winkler das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Bernau und der Universität der Künste Berlin begleitet. Auch seine Fotos sind in der Ausstellung zu sehen. Ergänzt wird diese durch Bernau-Bilder der Künstlerin Elena Alonso und ihre Fotodokumentation über eine Arbeitswoche in der Partnerstadt Skwierzyna. Und vielleicht ist im Rückblick ja sogar der Dia-Vortrag über die so genannte WBS 70 interessant, die Plattenbauserie, aus der auch die Blöcke in Bernau-Süd stammen? Das Image dieser in den 1980er Jahren entstandenen Wohnblöcke hat einen gravierenden Wandel erfahren.
Natalie Obert ist derzeit dabei, die Ausstellung im Kantorhaus vorzubereiten. Sie stellt Dokumente und Pläne zur Entstehung von Bernau-Süd zusammen. Parallel dazu verarbeitet sie persönliche Erinnerungen aus Gesprächen mit mehr als fünfzig Bewohnern des Plattenbauviertels – zeichnet und schreibt diese auf, dokumentiert sie in Film- und Tonaufzeichnungen, stellt Fotos zusammen.
„Wie fühlt es sich an, in Bernau-Süd zu wohnen? Dieser Frage nachzugehen, ist eine offene Forschungsarbeit“, so die Künstlerin. Sie habe vielfältige Einblicke in den sozialen und geistigen Raum erhalten. Obwohl man in etwa zehn Minuten zu Fuß vom Bahnhof nach Bernau-Süd gelange, hätten viele Bewohner dort das Gefühl, in einem Außenzentrum zu leben – mit allen Vor- und Nachteilen. Symptomatisch dafür ist für Natalie Obert auch, dass der Weg von der Bahnhofspassage aus viele Namen bekommen hat: Schneckenweg, Amselweg, Fahrradweg, Dschungelweg oder mein Jakobsweg. Bernau-Süd sei auf jeden Fall ein „bunter Stadtteil“. Manche empfänden es als positiv, in einem solchen zu leben, andere wiederum fühlten sich benachteiligt.
Gefühle spiegelt auch der Dokumentarfilm „Gut angekommen im Wilden Westen?“ wider. Den Fokus richtet Janina Neugebauer darin auf Erinnerungen von Frauen mit deutsch-russischem Hintergrund, die heute in Bernau-Süd wohnen. Bei Treffen singen sie deutsche und russische Lieder aus längst vergessenen Zeiten. Die Zuschauer dürfen gespannt sein.

„Bernau-Süd ist ein Raum, in welchem jüngere Stadtgeschichte stattfand, aktuelles Geschehen seinen Niederschlag findet und Planungen für zukünftige Bauvorhaben bereits zu Papier gebracht sind. Heute leben hier Familien, Singels, Rentner, zugezogene Berliner und Menschen mit Migrationshintergrund. Bernau-Süd ist mit Sicherheit ein soziales Spannungsfeld, jedoch kein vernachlässigter Sozialraum“, so das Fazit von Sabine Oswald-Göritz.

Eröffnet wird die Ausstellung im Kantorhaus am Sonntag, dem 11. September, 16 Uhr. Zu sehen ist sie an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr und dann bis 15. Oktober freitags und samstags von 12 bis 17 Uhr.

Quelle: Pressestelle Bernau

Foto: Barnim-plus.de Zickenschulze Abbau - Austausch-

Zickenschulze ist weg

Heute war die Alte Goethestraße in Bernau vormittags halbseitig gesperrt. Ein Kran versperrte den Weg. Grund: der „Zickenschulze“ zieht um und wurde abgebaut wurde. Nach nunmehr fast 25 jähriger Standzeit geht er zur Restaurierung. Es war nicht so einfach ihn zu bewegen.  Die Schrauben waren festgerostet, so daß Hammer und Meißel und Trennjäger zum Einsatz kamen. Sorgfältig wurde er angehoben und im Gras abgelegt. Der Stellplatz blieb aber nicht lange leer. „Die Bandende“ lag schon auf dem LKW bereit. Wir mussten dann leider zu einem anderen Termin.

Veranstaltungen

Es konnte leider nichts gefunden werden

Entschuldigung, aber kein Eintrag erfüllt Deine Suchkriterien