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BARNIM: Gesundheitsamt informiert

Vor Beginn der Reisezeit empfiehlt das Barnimer Gesundheitsamt, den Impfschutz überprüfen zu lassen. „Unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Infektionsrisiken, deshalb ist es ratsam, sich über den eigenen Impfschutz zu informieren“, klärt Barnims Amtsärztin Heike Zander auf. „Gegen viele Erkrankungen kann man sich schützen.“

Hepatitis A und B, Tollwut, Typhus, Cholera und Gelbfieber gehören zu den Impfungen, über die man sich informieren sollte – spätestes sechs Wochen vor Antritt einer Reise. Auch die Malariaprophylaxe gilt es nicht vergessen. „Je nach Land und Risiko werden bei der Malaria nur Notfallmedikamente mitgenommen (standby) oder es wird mit der Einnahme der Medikamente schon zu Hause begonnen“, erklärt Heike Zander weiter.

Generell gilt, je einfacher die Reisebedingungen, desto umfänglicher der erforderliche Impfschutz. Vor allem vor Mückenstichen sollten sich Reisende durch Mückenspray, aber auch durch entsprechende Kleidung und Mückennetze schützen. Denn Mücken sind nicht nur für die Übertragung von Malaria verantwortlich, sondern auch für zahlreiche andere Krankheiten. Gleiches gilt im Übrigen für Zecken.

Auch zu Vorbeugung von Durchfallerkrankungen, zur Lebensmittelhygiene, zum richtigen Verhalten bei langen Flugreisen, zum Aufenthalt in großen Höhen oder zur richtigen

Reiseapotheke können sich Reisewillige beraten lassen. Ansprechpartner sind Praxen mit dem Angebot für Reiseberatung, das Tropeninstitut sowie das Barnimer Gesundheitsamt.

Gesundheitsamt warnt vor Zika-Virus

Ganz aktuell warnt das Gesundheitsamt vor Zika-Virus-Infektionen. Das Virus wird von Mücken (Gattung Aedes) übertragen. Aber auch eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist möglich. Derzeit breitet sich das Virus in über 40 Ländern in Mittel- und Südamerika sowie im tropischen Afrika, Asien und den Inseln des Pazifischen Ozeans aus. Symptome einer Zika-Virus-Infektion sind Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung und manchmal Fieber. „Im Vergleich zu anderen tropischen, mückenübertragenden Erkrankungen verläuft die Krankheit in der Regel milder“, weiß die Amtsärztin. Krankheitszeichen würden in der Regel drei bis zwölf Tage (meist drei bis sieben Tage) nach dem Stich einer infizierten Mücke auftreten und bis zu einer Woche anhalten.

Bei Kindern im Mutterleib ist das Virus jedoch hochgefährlich und kann zu Hirnfehlbildungen führen.

Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, empfiehlt Heike Zander daher, von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen. Reisende in tropische Länder sollten sich zudem über den aktuellen Stand der Zika-Virus-Infektionen in der jeweiligen Region informieren. Und auch in den zwei Wochen nach einer Reise empfiehlt es sich, auf Symptome zu achten und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen. Die Krankheit wird dann symptomatisch mit schmerz- und fiebersenkenden Medikamenten, viel Ruhe und ausreichend Flüssigkeit behandelt.

Quelle KVBArnim