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LOK BERNAU mit äußert brisantem Auswärtsspiel

Wiedersehen mit Ex-Spieler Pierre Bland bei den Artland Dragons

 

Am kommenden Sonnabend steht für LOK BERNAU ein äußert brisantes Auswärtsspiel bei den Artland Dragons an. Zum einem stehen die aktuell drittplatzierten Dragons nach zwei Pleiten in Folge, unter Zugzwang wieder in die Spur zu finden und werden vor heimischen Publikum eine große Herausforderung für das junge Bernauer Team darstellen. Zum anderen trifft Headcoach René Schilling und sein Team erstmals auf Ex-LOK Spieler Pierre Bland, der im Sommer aus der Hussitenstadt ins Artland wechselte.

 

Die Artland Dragons aus Quakenbrück machen diese Saison keinen Hehl aus ihren Aufstiegsambitionen und gelten gemeinsam mit den Rostock Seawolves als Meisterschaftsfavoriten der Nordstaffel. Doch ähnlich wie die Hanseaten hinken die stark in die Saison gestarteten Dragons den eigenen Erwartungen in letzter Zeit hinter her. Nach den Niederlagen gegen Wolfenbüttel und Oldenburg in den vergangenen zwei Wochen belegen sie momentan mit einer Bilanz von 6 Siegen zu 3 Niederlagen nur noch

Fotograf: Camera 4

Platz drei hinter den zweitplatzierten Bernauern (7-2).

Dass die Dragons das Aufstiegsziel mit aller Vehemenz und entsprechenden finanziellen Möglichkeiten verfolgen, zeigten bereits vor Saisonbeginn die namenhaften Neuverpflichtungen des Sommers. So wurde mit dem 32-jährigen US-Amerikaner Andre Calvin ein gestandener ProA-Profi, der schon mit den Crailsheim Merlins auf BBL-Niveau überzeugte, ins Artland gelotst. Der 2,01 Meter große Power Forward enttäuscht mit durchschnittlich 15,1 Punkten und 5,7 Rebounds bei starken Wurfquoten bisher nicht. Etwas weniger renommiert, aber der LOK bestens bekannt, ist der zweite US-Boy im Quakenbrücker Team. Die Rede ist von Point Guard Pierre Bland, der die letzten drei Jahre für LOK BERNAU auflief und maßgeblichen Anteil am Aufstieg aus der Regionalliga und der letztjährigen Hauptrundenmeisterschaft in der ProB Nord hatte. Nachdem der sympathische US-Amerikaner eigentlich ein Engagement in der ProA anstrebte, unterschrieb er Mitte Juli beim Staffelrivalen aus dem Artland. Dort knüpft er mit 13,1 Punkten und 7,2 Assists (Ligabestwert) an die guten Leistungen im LOK-Trikot an. Sich lediglich auf die beiden starken Importspieler zu fokussieren, wäre jedoch fatal. Mit den deutschen Leistungsträgern Max Rockmann, Leon Bahner und Philipp Lieser verfügen die Dragons nämlich über die wohl beste Starting Five der Liga. Die bisherige Schwachstelle der Gastgeber ist jedoch die fehlende Tiefe im Kader. So stehen die fünf genannten Spieler über 140 von 200 zu vergebenen Spielminuten auf dem Feld und erzielen dabei mit 60,5 von 78,9 Punkten pro Spiel mehr als drei Viertel aller Dragons Körbe. Zwar pflegt das Team von Headcoach Florian Hartenstein einen eher langsamen und kontrollierten Spielstil, jedoch zeigte sich insbesondere in Spielen mit hohem Tempo, dass zuverlässige Entlastung von der Bank fehlt.

LOK-Coach René Schilling nennt die Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Gastspiel im Artland: „Am Samstag wird sich zeigen, ob wir uns wirklich zur Spitzengruppe zählen dürfen. Auswärts gegen einen Aufstiegskandidaten, vor mehr als 2.000 Zuschauern, gilt es mit Selbstvertrauen, Konzentration und Disziplin unser Spiel durchzusetzen, das heißt aggressive Defense und hohes Tempo mit Kontrolle in der Offense. Wenn wir dazu die Wirkungskreise von Pierre und Philipp Lieser eingrenzen können, werden wir eine gute Chance haben das Spiel zu gewinnen.“

Welche Spieler die Reise nach Quakenbrück antreten werden ist unterdessen noch ungewiss. Traurige Gewissheit herrscht jedoch darüber, dass Sebastian Fülle nicht unter ihnen sein wird. Wie sich bei einer nachträglichen Untersuchung durch Mannschaftsarzt Moritz Morawski herausstellte, zog sich der Shooting Guard beim Zusammenstoß mit dem Bochumer Raphael Bals am vergangenen Sonntag einen Bänderriss zu und wird voraussichtlich zwei Wochen ausfallen.

 

Simon Schönhoff

LOK BERNAU bewahrt reine Heimweste

LOK BERNAU bewahrt reine Heimweste gegen Rostock Seawolves

 

LOK BERNAU bleibt in dieser Saison zu Hause ungeschlagen. In einem attraktiven und spannenden Spiel konnten die Rostock Seawolves am Dienstagabend mit 79:73 bezwungen werden. Garant für den Sieg war die verbesserte Wurfquote von außen und die erhöhte Intensität in der Verteidigung. Beste Werfer für die Bernauer waren Dexter Werner mit 19 und Ferdinand Zylka mit 14 Punkten.

 

Trotz der kurzen Vorbereitungszeit in der englischen Woche der 2. Basketball Bundesliga starten beide Teams gut in die Partie.

Kory-Brown-auf-Jonas-Böhm

Nach einem munteren Schlagabtausch endete das erste Viertel mit einem 18:18 Patt. Im zweiten Viertel übernahm Jugendnationalspieler Ferdinand Zylka viel Verantwortung in der Offensive. Elf Punkte – davon drei Dreier – des Youngsters halfen die Führung zur Halbzeit auf 47:39 auszubauen. Insgesamt zeigte die LOK mit neun getroffenen Diztanzwürfen bei einer starken Quote von 43% eine deutlich verbesserte Leistung von außen im Vergleich zum bisherigen Saisonverlauf. Einziger Wermutstropfen, sowohl in der ersten Halbzeit als auch im weiteren Spielverlauf, waren die erneut zahlreichen Ballverluste.

 

In der zweiten Halbzeit steigerten beide Mannschaften nochmals die Intensität in der Verteidigung. Den besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischten aber die Gäste aus Rostock. Sie sollten den Hussitenstädtern nur neun magere Punkte im dritten Viertel erlauben. Als dann Power Forward Jordan Talbert kurz vor Viertelende mit einem spektakulären Dunking die Seawolves mit 56:57 in Führung brachte, drohte das Momentum zu Gunsten der Rostocker zu kippen. Bis zur 34. Spielminute konnten die 610 anwesenden Zuschauer einen packenden Schlagabtausch beider Mannschaften verfolgen, bei dem die Führung immer wieder wechselte. Ein Dreier von Routinier Robert Kulawick zum 68:63 brachte sechs Minuten vor Schluss die Vorentscheidung. Im weiteren Spielverlauf blieb die Partie jedoch weiterhin spannend und riss die Zuschauer immer wieder von den Sitzen. Gefährlich wurde es für die LOK noch einmal als Chris Frazier 46 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier auf vier Punkte verkürzte (75:71). Doch die Bernauer Korbjäger behielten in den Schlusssekunden die Oberhand und gewannen das Heimspiel am Ende verdient mit 79:73.

 

Auch Headcoach René Schilling war sichtlich erleichtert und zufrieden der gezeigten Leistung seiner Mannschaft: „Heute bin ich trotz 27 Turnovern sehr zufrieden mit der Leistung unseres Teams. Das liegt daran, dass wir es heute erstmals geschafft haben, die nötige Aggressivität und Intensität, die es benötigt um Spiele wie diese zu gewinnen, über die gesamten 40 Minuten aufrechtzuerhalten. Dazu glaube ich, dass die Zuschauer heute das erste Mal wirklich gesehen haben, was uns diese Saison als Team ausmachen soll: schnelles Spiel, druckvolle Verteidigung und Teambasketball.“

 

Durch den Sieg über die Rostock Seawolves zieht die LOK in der Tabelle wieder am SC Rist Wedel vorbei und belegt nun den

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dritten Platz. Mit den ungeschlagenen Schalkern, den Artland Dragons (6 Siege, 1 Niederlage) und Bernau (5 Siege, 2 Niederlagen) hat sich nach sieben Spieltagen ein Führungstrio in der ProB Nord gebildet. Das nächste Auswärtsspiel führt die LOK kommenden Samstag dann erneut nach Schleswig-Holstein. Gastgeber dort sind die aktuell zehntplatzierten Itzehoe Eagels um den erstligaerfahrenen Trainer Pat Elzie.

 

LOK BERNAU: Dexter Werner (19 Punkte), Ferdinand Zylka (14), Bennet Hundt (12), Jonas Böhm (8), Jonas Mattisseck (7), Robert Kulawick (7), Kory Brown (6), Robert Glöckner (4), Badu Buck (2), Konstantin Kovalev (0), Jacob Knauf (dnp), Hendrik Drescher (dnp)

 

LOK zu Gast beim Tabellennachbarn SC Rist Wedel

 

LOK zu Gast beim Tabellennachbarn SC Rist Wedel

 

Eine Woche nach dem furiosen 100:73 Heimsieg über die MTV Herzöge Wolfenbüttel steht für LOK BERNAU das nächste Auswärtsspiel an. Gastgeber am Sonnabend, den 28. Oktober ist der aktuell Vierplatzierte SC Rist Wedel. Die LOK rangiert momentan mit einem Saisonsieg mehr auf Tabellenplatz 3. Es kommt also zu einem spannenden Aufeinandertreffen zweier direkter Tabellennachbarn.

 

Mit dem SC Rist Wedel erwartet die Bernauer ein breit aufgestelltes Team, dass eine gelungene Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Routiniers aufs Feld schickt. Dank des starken Kaders und des cleveren Coachings vom spanischen Headcoach Felix Banobre konnten die Schleswig-Holsteiner bereits Siege gegen die hochgehandelten Clubs aus Quakenbrück und Rostock einfahren. Das Erfolgsrezept beruht dabei vor allem auf der erfolgreichen Arbeit der sportlichen Leitung, die diesen Sommer ein gutes Händchen bei der Kaderzusammenstellung bewies. Mit dem Litauer Aurimas Adomaitis, dem Spanier Damian Cortes Rey, sowie den deutschen Leistungsträgern Steffen Kiese, Fabian Strauß und Jens Hirschberg konnten die wichtigsten Stützen der abgelaufenen Saison gehalten werden. Hinzu kommen vier starke Neuverpflichtungen, die alle über große Erfahrung im Profibasketball verfügen. Die deutschen Neuzugänge Vincent Kittmann, Paul Owusu-Frimpong und Mario Blessig gingen bereits viele Jahre in der 2. Basketball Bundesliga auf Korbjagt und auch der 26-jährige Serbe Nino Celebic beweist in seiner Art das Spiel als Point Guard zu lenken viel Routine. Rein statistisch betrachtet, sind Center Adomaitis und Aufbauspieler Celebic die Schlüsselspieler der Gastgeber. Der 2,05 Meter große Adomaitis ist ein Kraftpaket unter den Körben und legt in nur 20 Minuten pro Partie mit 12,2 Punkten und 7,6 Rebounds starke Werte auf. Er wird vom spielfreudigen Celebic (15,2 Punkte & 5,0 Assists pro Spiel) regelmäßig in Szene gesetzt.

Headcoach René Schilling mit der Einschätzung des Gegners: „Wedel spielt ähnlich wie letzte Saison mit einer großen Intensität

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in Angriff und Verteidigung. Es gibt viel Bewegung in der Offensive, sowie eine Bereitschaft den Ball laufen zu lassen. In der Verteidigung wird viel Druck am Ball ausgeübt und generell recht physisch gespielt. Genau darauf müssen wir uns einstellen: Ein schnelles Spiel in dem wir zuerst in der Rückwärtsbewegung gut sein müssen. Ansonsten gilt es besser auf den Ball aufzupassen als zuletzt gegen Wolfenbüttel, gerade da Wedel eine doch deutlich aggressivere Verteidigung am Ball spielt.“

Ein besonders Gimmick für Auswärtsfans bietet der SC Rist Wedel mit der Übertragung seiner Heimspiele per Livestream. Auch die Partie gegen LOK BERNAU wird am kommenden Samstag um 19 Uhr live und kostenfrei im Netz unter „sportdeutschland.tv/basketball“ übertragen.

 

Wenn sich die Bernauer Spieler und Trainer Samstagnacht auf den Rückweg machen, bleiben Ihnen nur noch zwei Tage, um sich auf das nächste Heimspiel vorzubereiten. Am Dienstag, den 31. Oktober um 19 Uhr steht dann bereits die Partie gegen die Rostock Seawolves in der heimischen Erich-Wünsch-Halle an.

 

Quelle: Simon Schönhoff

 

 

 

 

 

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Heimspiel am Sonntag gegen MTV Herzöge Wolfenbüttel

Heimspiel am Sonntag gegen MTV Herzöge Wolfenbüttel

Da der Kooperationspartner ALBA BERLIN am Samstag in der Mercedes-Benz Arena gegen die Oettinger Rockets ran muss, hatte man bei der Spieltagsplanung vorausschauend das Heimspiel gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel ausnahmsweise auf Sonntag datiert. Der ehemalige Regionalligarivale aus Niedersachsen und momentan Sechsplatzierte wird daher am 22. Oktober um 17 Uhr zum Tip-off in der Erich-Wünsch-Halle erwartet.

 

Fast zweieinhalb Jahre ist es mittlerweile her, als sich LOK BERNAU und die MTV Herzöge Wolfenbüttel ein packendes Duell um die Regionalliga Meisterschaft 2015 lieferten. Am Ende der Saison entschied der direkte Vergleich aus Hin- und Rückspiel hauchdünn darüber, dass die Lessingstädter den Aufstieg in die ProB feiern durften und die Bernauer ein weiteres Jahr Anlauf benötigten, um den Sprung in die Drittklassigkeit zu erreichen. Seitdem haben sich beide Klubs weiterentwickelt. In

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Wolfenbüttel ging man eine Kooperation mit dem Erstligisten Basketball Löwen Braunschweig ein und verfolgt somit ein ähnliches Konzept wie in Bernau. Die weiterhin als Verein eigenständigen Herzöge können neben den eigenen, erfahrenen Kräften auf eine Reihe von jungen, talentierten Doppellizenzspielern zugreifen. So übernehmen die vier Braunschweiger Talente Luis Figge, Constantin Ebert, Tom Alte und Lars Lagerpusch bereits viel Verantwortung. Die Guards Figge und Ebert treten dabei mit 11,3, beziehungsweise 13,5 Punkten besonders als Scorer in Erscheinung. Die mit je 2,07 m groß gewachsenen Power Forwards Alte und Lagerpusch ackern unter den Körben. Der 19-jährige Jugendnationalspieler Lars Lagerpusch ist

 

zudem mit durchschnittlich 12 Spielminuten in der Bundesliga schon fester Bestandteil der Rotation beim Kooperationspartner aus Braunschweig. Leistungsträger neben dem jungen deutschen Quartett sind die US-Amerikaner Demetrius Ward und Tarique Thompson. Point Guard Demetrius Ward geht bereits seit fünf Jahren für die Herzöge auf Korbjagt und gehört damit quasi zum Vereinsinventar. In dieser Zeit übernahm er auch mehrfach die Rolle des Spielertrainers und verfügt großen Spielwitz. Der 1,96 m große Thompson kam diesen Sommer als Rookie von der High Point University an die Oker und ist mit 13,8 Punkten und 7,8 Rebounds pro Partie bisher der statistisch auffälligste Spieler im Team von Headcoach Steven Esterkamp.  Auch Headcoach Esterkamp wurde erst diesen Sommer von den Herzögen verpflichtet und löste Spielertrainer Ward an der Seitenlinie ab. Der 36-jährige US-Amerikaner kennt sich bestens im deutschen Basketball aus. Als aktiver Spieler schnürte über zehn Jahre in der BBL und ProA die Basketballsneaker und wurde 2012 mit Ulm unter anderem deutscher Vizemeister. Nach Beendigung seiner Spielerkarriere im Sommer 2014 arbeitete er drei Jahre bei den Oettinger Rockets in der ProA als Assistenztrainer. Das Engagement in Wolfenbüttel ist nun seine erste Station als Headcoach.

Headcoach René Schilling mit dem Statement zum bevorstehenden Topspiel: „Defensiv müssen wir uns auf eine ausgeglichene Mannschaft einstellen. So gab es in den ersten vier Spielen jeweils drei verschiedene Topscorer. Besonderes Augenmerk werden wir auf das defensive Reboundverhalten legen, da Wolfenbüttel hier mit Demetrius Ward, Tom Alte und Tarique Thompson über sehr gute und aggressive Spieler verfügt. Offensiv gilt es, dass wir uns auf unser eigenes Spiel besinnen und es konsequent durchsetzen. Dazu zählt zum Beispiel das Tempo hochzuhalten, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Von der Tabellensituation her und der Fakt, dass wir die Gastgeber sind, sollten wir uns in der Rolle des Favoriten sehen. Diese Rolle nehmen wir auch mit viel Selbstbewusstsein an, wohlwissend das auf uns ein sehr gefährlicher Gegner wartet.“

Simon Schönhoff
s.schoenhoff@ssv-lok-bernau.de

Foto: Barnim-plus/Lutz Weigelt

Bernau behält im Topspiel gegen Essen die Oberhand

Bernau behält im Topspiel gegen Essen die Oberhand

 

Im Topspiel des 3. Spieltages der ProB Nord gewinnt LOK BERNAU mit 86:81 gegen die ETB Wohnbau Baskets aus Essen. Die 640 begeisterten Zuschauer in der Erich-Wünsch-Halle bekamen eine hochklassige und über die gesamte Spielzeit spannende Partie zu sehen. Beste Werfer für Bernau waren erneut Dexter Werner mit 20 und Robert Kulawick mit 17 Zählern. Auf Essener Seite erzielten Nicholas Tufegdzich und Montrael Scott je 23 Punkte.

 

Die Vorzeichen für das Heimspiel gegen die Gäste aus dem Ruhrpott waren auf Bernauer Seite sehr positiv. So standen nach überwundener Verletzung Kapitän Jonas Böhm und Flügelspieler Konstantin Kovalev wieder im Kader. Ebenso gab ALBA Talent Kresimir Nikic, der bisher überwiegend mit dem BBL Team der Albatrosse unterwegs war, seinen Einstand in einem offiziellen ProB Spiel. Einzig Robert Glöckner wurde noch geschont. Der 21-jährige Power Forward wird jedoch voraussichtlich nächstes Wochenende gegen Schalke 04 sein Comeback nach überstandener Knieverletzung geben.

Badu-Buck-beim-Zug-zum-Korb

Standing-Ovations

Der Start in das Topspiel gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen verlief beinahe optimal. Die LOK setzte die im Vorhinein vorgegebene Marschroute von Headcoach René Schilling konsequent um. Insbesondere die Vorgabe den Korb zu attackierten hatten die Spieler verinnerlicht. So erzielten die Hussitenstädter von den insgesamt 22 Punkten im ersten Viertel ganze 20 Zähler durch Abschlüsse am Brett. Allerdings warfen die Essener Ihre gewohnten Stärken ebenso in die Waagschale. Zum Ende des ersten Spielabschnitts mehrten sich die Offensivrebounds der Gäste und ermöglichten ihnen viele einfache zweite Wurfchancen. Mit einem 22:19 Zwischenstand ging es in die Viertelpause. Jetzt nahmen die Essener von der Dreierlinie Maß und netzten einen erfolgreichen Distanztreffer nach dem anderen ein. Besonders der erst 19-jährige Yannik Tauch zeigte sich an diesem Abend mit insgesamt vier Dreiern sehr treffsicher. Hauptproblem der LOK war jedoch der bereits im Vorfeld als Leistungsträger ausgemachte Kanadier Nicholas Tufegdzich. Die Kreise des 2,03 Meter Mannes waren nur schwer einzugrenzen. Bereits zur Halbzeit markierte Tufegdzich 18 Punkte und 8 Rebounds. Mit einem 44:41 ging in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel zog die LOK nun defensiv die Zügel an und agierte konzentrierter. In Folge mehrten sich die Ballverluste der ETB Wohnbau Baskets. Auch gestatte man dem Schlüsselspieler der Gäste Nicholas Tufegdzich nur noch fünf Punkte in der zweiten Halbzeit. Durch einen Buzzerbeater von Ferdinand Zylka zum Ende des dritten Spielabschnitts konnten sich die Bernauer Korbjäger dann mit dem 68:58 erstmals zweistellig absetzen. Im Schlussviertel ging die LOK weiter fokussiert zu Werke. Doch die Essener sollten so leicht nicht aufstecken. Angetrieben von Montrael Scott und Yannick Tauch, die nun viel Verantwortung übernahmen, erzielten die Gäste in der 35. Spielminute den 72:72 Ausgleich und zwangen Trainer René Schilling zur Auszeit. Und die LOK hatte die passende Antwort parat. Durch einen spektakulären Tip-Dunk von Dexter Werner und einem erfolgreichen Dreier durch Robert Kulawick erhöhte man 3:51 Minuten vor Schluss auf 77:72. Doch auch die Essener agierten in den Schlussminuten höchst entschlossen und konnten so 43 Sekunden vor Ende mit dem 80:79 auf einen Punkt aufschließen. Wie bereits eine Woche zuvor hielt es nun niemanden der 640 Zuschauer auf den Plätzen. Unter stehenden Ovationen sicherten Bennet Hundt und Robert Kulawick mit sechs erfolgreichen Freiwürfen den 86:81 Heimsieg.

 

Headcoach René Schilling mit dem Statement zum Spiel: „Der Schlüssel für den heutigen Sieg war mit Sicherheit unsere Aggressivität in der Verteidigung. Wir haben insgesamt 24 Turnover bei Essen forciert und uns so mehr Wurfchancen im Angriff erarbeitet. Damit konnten wir das Spiel trotz schlechterer Wurfquoten gewinnen. Abgesehen von einigen kleineren Fehlern war ich heute sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

 

Mit dem Heimsieg gegen die ETB Wohnbau Baskets schiebt sich die LOK auf Platz 2 in Tabelle vor. Am kommenden Spieltag kommt es dann bereits zum nächsten Spitzenspiel. Die Bernauer sind zu Gast beim momentan Erstplatzierten Schalke 04 Basketball. Die Partie in Gelsenkirchen findet am 14.10. um 19:30 Uhr statt.

 

LOK BERNAU: Dexter Werner (20 Punkte), Robert Kulawick (17), Ferdinand Zylka (11), Bennet Hundt (11), Sebastian Fülle (9), Kory Brown (6), Badu Buck (6), Jonas Böhm (3), Jonas Mattisseck (2), Kresimir Nikic (1), Jacob Knauf (0), Konstantin Kovalev (dnp)

 

Quelle: Simon Schönhoff
 

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LOK reist zum Saisonauftakt an die Nordseeküste

LOK reist zum Saisonauftakt an die Nordseeküste

 

Das Auftaktspiel der ProB Saison 2017/2018 führt die LOK nach Cuxhaven an die Nordseeküste. Dort werden die Hussitenstädter vom Aufsteiger und ehemaligen Regionalligarivalen Cuxhaven Baskets erwartet. Der Gastgeber hat sein Aufstiegsteam über den Sommer komplett umgebaut und ist damit in der Vorbereitung auf die Partie nur schwer einzuschätzen. Das Spiel beginnt am Samstag um 18 Uhr in Rundturnhalle Cuxhaven.

 

Die letzte Begegnung des SSV LOK BERNAU mit der damals noch als Rot-Weiss Cuxhaven firmierenden Mannschaft aus

Foto: Barnim-plus Lutz Weigelt

Niedersachsen ist mittlerweile fast eineinhalb Jahre her. Am 26. März 2016 ging es in der heimischen Erich-Wünsch-Halle um nicht weniger als die Meisterschaft der 1. Regionalliga Nord und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Basketball Bundesliga ProB. Bernau konnte die umkämpfte Partie damals hauchdünn mit 67:64 für sich entscheiden und so die Vorentscheidung im Aufstiegskampf herbeiführen. Lange sollten sich die Cuxhavener mit der Regionalliga aber nicht zufriedengeben. Direkt in der Folgesaison errungen sie, die im ersten Anlauf verpasste, Regionalligameisterschaft und folgten damit der LOK in die ProB, wo es nun zum Wiedersehen zwischen zwei alten Rivalen kommt.

 

Statt das erfolgreiche Meisterschaftsteam punktuell zu verstärken, entschied man sich an der Nordseeküste zum Komplettumbruch. Headcoach Moris Hadzija wurde durch Markus Röwenstrunk ersetzt, der vorher die BBG Herford in der 1. Regionalliga West trainierte. Der Spielerkader ist zur Vorsaison quasi nicht wiederzuerkennen. Mit dem Spanier Arnau Triginer steht lediglich ein Spieler aus dem Aufstiegsteam im Kader. Der Flügelspieler ist einer von insgesamt vier ausländischen Profis bei den Gastgebern. Als Führungsspieler einzuschätzen sind insbesondere die beiden US-Amerikaner Terence Smith und Coreontae DeBerry. Combo Guard Terence Smith bringt bereits ProB Erfahrung mit. Er war vergangene Saison bester Spieler beim ProB Süd Absteiger Nördlingen. Coreontae DeBerry ist mit 208 cm und 122 kg ein echtes Kraftpaket unter dem Korb, das es für die Bernauer zu bändigen gilt. Zuletzt wurde mit Obi Kyei noch ein Australier mit britischen Pass verpflichtet, der trotz einer Körpergröße von 206 cm sehr beweglich ist und als versierter Scorer besondere Aufmerksamkeit der Defensive auf sich zieht. Auf den deutschen Positionen ist natürlich der Ex-Bernauer Jannes Hundt zu nennen, der im Sommer von der LOK in den hohen Norden wechselte und mit einer Doppellizenz auch für die Eisbären Bremerhaven in der BBL spielberechtigt ist. Somit gibt es auf der Point Guard Position ein spannendes Familienduell, schließlich steht im Bernauer Kader sein jüngerer Bruder Bennet Hundt. Weitere deutsche Leistungsträger sind Moritz Hübner und Florian Wendeler, diehttp://www.massaufmass.de/welcome/ ebenfalls bereits umfangreiche Erfahrung auf ProB Niveau vorweisen können. Insbesondere Moritz Hübner, der letzte Saison noch für den Staffelkonkurrenten SC Rist Wedel auf Korbjagt ging, war einer der Topscorer der Cuxhavener in der Vorbereitung und ist offensiv vielseitig einsetzbar. Zusammen mit dem physisch starken Brettspieler Florian Wendler, der zuvor für die Dragons Rhöndorf auflief, verfügt Cuxhaven über eine qualitativ gut besetzte Rotation. Aufgrund der vielen Neuzugänge könnte man vermuten, dass der Kaderumbau große Eingewöhnungszeit benötigt. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein. In der Vorbereitung zeigten sich die Cuxhaven Baskets mit Siegen gegen den ProB Ligisten SC Rist Wedel und starken Regionalligisten VFL Stade bereits bestens eingespielt.

 

Trainer René Schilling gibt einen Ausblick auf die Partie: „Es gibt mit Sicherheit angenehmere Aufgaben als im ersten Spiel auswärts nach einer langen Fahrt antreten zu müssen. Trotzdem sind wir der Favorit in diesem Spiel gegen den Aufsteiger aus der Regionalliga Nord, der sich mit unserem letztjährigen Aufbauspieler Jannes Hundt, sowie Moritz Hübner und Florian Wendler auf den Deutschen Positionen gut verstärkt hat. Interessant wird sein, wer welche Rolle bei den vier Ausländern spielt, wovon ja nur zwei gleichzeitig auf dem Feld stehen können. Insgesamt haben wir natürlich nur wenige Informationen über die Baskets aus Cuxhaven, das heißt wir konzentrieren uns in der Trainingswoche auf uns.“

 

Aufgrund kleinerer Blessuren mussten sowohl Ferdinand Zylka als auch Kresimir Nikic unter der Woche einige Trainingseinheiten aussetzen. Robert Glöckner und Konstantin Kovalev sind aufgrund ihrer Verletzungen ohnehin nicht einsatzbereit. Welche Spieler den Weg nach Cuxhaven antreten werden, wird das Coaching Duo Schilling und Trzcionka somit kurzfristig entscheiden. Die Partie in der Rundturnhalle Cuxhaven (Beethovenallee 19, 27474 Cuxhaven) beginnt am Samstag um 18 Uhr.

 

Quelle: S. Schönhoff

Saisoneröffnung des SSV LOK BERNAU

Schlussspurt sichert 70 zu 65 Erfolg über RSV Eintracht Stahnsdorf

 

Die Saisoneröffnung des SSV LOK BERNAU lockte am Samstagabend über 500 treue LOK-Anhänger in die Erich-Wünsch-Halle. In einer intensiven Partie forderte die Gastmannschaft RSV Eintracht Stahnsdorf den Hussitenstädtern alles ab. Erst im Schlussviertel konnte die LOK die Führung erringen und den 70 zu 65 Endstand besiegeln. Bester Bernauer Spieler war US-Neuzugang Dexter Werner mit 20 Punkten, 13 Rebounds und 2 Blocks.

 

Die Saisoneröffnungspartie gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf war nicht nur die Heimspielpremiere für das neuformierte LOK Team der Saison 2017/2018, sondern auch die erste Möglichkeit für Headcoach Schilling auf den fast kompletten Kader zurückzugreifen. So standen die ALBA Doppellizenzspieler Bennet Hundt, Ferdinand Zylka, Hendrik Drescher und Kresimir Nikic erstmals zusammen im LOK Kader. Bennet Hundt übernahm auch gleich die Rolle des Starting Point Guards und wurde von Sebastian Fülle, Kory Brown, Dexter Werner und Jonas Böhm zum Tip-off begleitet. Im ersten Viertel zeigten sich beide Mannschaften noch relativ zielsicher, wenngleich sich hier bereits die heutige Freiwurfschwäche der LOK abzeichnete. Insgesamt acht Punkte ließ man nur im ersten Viertel an der Freiwurflinie liegen. Nichtsdestotrotz konnte die LOK den ersten Spielabschnitt mit 20 zu 22 offen gestalten. Im zweiten Viertel wechselte Trainer René Schilling dann munter durch. Am Ende sollten alle zwölf Spieler Einsatzzeit erhalten. Es zeigten sich nun jedoch auch einige Unkonzentriertheiten und Abstimmungsprobleme, die die Stahnsdorfer eiskalt bestraften und zum 32 zu 41 Halbzeitstand enteilten.

 

In der Halbzeitpause schlug dann die Stunde der kleinsten LOK Basketballer, die an der traditionellen Vorstellung aller Bernauer Teams den größten Spaß zu haben schienen. Der SSV LOK BERNAU bedankt sich an dieser Stelle für die rege Teilnahme und wünscht allen Bernauer Korbjägern viel Erfolg in der anstehenden Saison. Neben den kleinen und großen LOK Mitgliedern, gab es an diesem Abend einen weiteren besonderen Gast in der Halle. ALBA Cheftrainer Aito Garcia Reneses war gekommen und verfolgte interessiert die Partie. Der Spanier war im Sommer von ALBA verpflichtet worden und gilt mit 14 spanischen Meistertiteln und diversen Erfolgen auf europäischer Ebene als Legende unter den Basketballtrainern.

 

Auch der Seitenwechsel brachte zunächst keine Verbesserung aus Bernauer Sicht mit sich. Erneut ließen die Hussitenstädter sieben Freiwurfchancen im dritten Viertel ungenutzt, während der RSV sein Spiel routiniert aufzog und auf einen 47 zu 59 Zwischenstand vor Ende des letzten Viertels erhöhte. Angeführt vom bärenstarken Dexter Werner, der neun seiner 20 Punkte im vierten Viertel erzielte, zog nun auch endlich die LOK die Zügel an. Auch dank der Tatsache, dass Stahnsdorf seine beiden US-Amerikaner Michael Holten und Josh Smith in großen Teilen des Schlussviertels schonte, konnte die LOK den vierten Spielabschnitt mit 23 zu 6 für sich entscheiden und so trotz des langen Rückstands am Ende den Heimsieg feiern. Headcoach René Schilling zieht ein Fazit: „Abgesehen vom Ergebnis war es heute ein Spiel mit Licht und Schatten. Wir hatten sowohl offensiv als auch defensiv gute Phase, jedoch mit 20 % eine schwache Dreierquote und mit 11 aus 33 Versuchen eine wirklich unterirdische Freiwurfquote. Auch hätten wir unsere Vorteile unter dem Korb besser ausspielen müssen. Wir können jedoch zufrieden sein, wie uns im Schlussviertel zurück in die Partie gekämpft haben und so einen, wenn auch etwas glücklichen, fünf Punkte Sieg erreicht haben. Ein besonderer Dank gilt daher den über 500 Bernauer Fans, die uns zu jedem Zeitpunkt den nötigen Rückhalt gegeben haben.“

 

Am Samstag, den 23.09 startet der SSV LOK BERNAU dann mit einem Auswärtsspiel bei den Cuxhaven Baskets in reguläre ProB Saison 2017/2018. Bis dahin gilt es für das Team die richtigen Schlüsse aus diesem letzten Testspiel zu ziehen und sich intensiv auf den Gegner aus dem hohen Norden vorzubereiten.

 

Viertelergebnisse: 20:22, 12:19, 15:18, 23:6

 

SSV LOK BERNAU: Dexter Werner (20 Punkte), Jonas Böhm (13), Jonas Mattissek (7), Bennet Hundt (6), Hendrik Drescher (6), Ferdinand Zylka (5), Kory Brown (4), Badu Buck (4),  Sebastian Fülle (3), Robert Kulawick (2), Jacob Knauf (0), Kresimir Nikic (0)

 

Simon Schönhoff
 

 

 

 

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LOK Bernau – Saisonvorbereitung mit kleineren Turbolenzen

Bernauer Saisonvorbereitung mit kleineren Turbolenzen //
Offizielle Saisoneröffnung am 16.09 gegen RSV Eintracht Stahnsdorf

Die ersten dreieinhalb Wochen der Bernauer Saisonvorbereitung können durchaus als holprig beschrieben werden. Drei Niederlagen aus drei Testspielen mögen angesichts zweier Partien gegen höherklassige ProA Teams und den ohnehin frühen Zeitpunkt der Spiele ohne große Wertung bleiben. Verletzungspech, sowohl bei der Lok als auch beim Kooperationspartner ALBA BERLIN, zwangen allerdings bei so mancher Trainingseinheit zum Improvisieren. Ein personeller Wechsel auf der US-Position brachte weitere Unruhe.

Ereignisreiche Wochen liegen hinter den Bernauer Basketballern. Seit dem Trainingsauftakt am 14.08 kommen die Schützlinge von Headcoach René Schilling beinahe täglich zum Mannschaftstraining zusammen. Zudem stehen für die US-Profis Dexter Werner und Kory Brown, sowie die ALBA Doppellizenzspieler diverse individuelle Workouts und teils Einheiten mit dem BBL Team von ALBA auf dem Plan. Diese hohe Belastung hat bei einigen bereits Spuren hinterlassen. Konstantin Kovalev zog sich in einem Testspiel gegen die Hamburg Towers einen Nasenbruch zu und wird voraussichtlich 5 Wochen ausfallen. Ferdinand Zylka und Robert Glöckner müssen aufgrund von Rücken-, respektive Knieproblemen momentan ebenso passen. Zurück im Training hingegen ist der 18-jährige Badu Buck, der in den ersten Wochen der Saisonvorbereitung von Knieproblemen geplagt wurde. Der Kooperationspartner ALBA BERLIN wird ebenfalls vom Verletzungspech verfolgt. Dort fehlen verletzungsbedingt mehrere Leistungsträger, zudem weilt Marius Grigonis noch beim litauischen Nationalteam. Um die entstandene Lücke zu schließen sind Bennet Hundt, Hendrik Drescher und Kresimir Nikic mit dem BBL-Team nach Spanien gereist, um dort eine Testspielserie zu absolvieren. Sie fehlen daher im Bernauer Mannschaftstraining. René Schilling sieht den personellen Umbruch im Training noch gelassen: „Natürlich würden wir lieber mit dem kompletten Team trainieren, jedoch müssen wir den Verletzungen Tribut zollen und das beste aus der Situation machen. Hilfe erhalten wir hier von ALBA Berlin, die uns in der aktuellen Lage mehrere NBBL Spieler schicken, damit wir weiterhin im 5 gegen 5 trainieren können“.

Handlungsbedarf bestand auch auf einer der beiden US-Positionen. James Milliken wusste in der Tryoutphase nicht zu überzeugen und musste die Heimreise antreten. Neu im Team ist dafür sein Landsmann Kory Brown. All diese Umstände sind zu berücksichtigen, wenn man die bisherigen Testspielergebnisse einordnen möchte. In der ersten Woche bestritt die Lok an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein Spiel gegen den ProA Ligisten Chemnitz und den Regionalligisten Aschersleben. Während man sich gegen Chemnitz mit einem 78:83 teuer verkaufte, setzte es gegen Aschersleben eine unerwartete Niederlage mit 70:83, nachdem man sechs Minuten vor Schluss noch mit 18 Punkten führte. René Schilling bewertet dieses Spiel: „Auf den ersten Blick war das Spiel gegen Aschersleben natürlich enttäuschend. Allerdings haben wir auch einige Dinge richtig gemacht, die wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten. Im letzten Viertel leisteten wir uns jedoch gravierende Fehler. So etwas darf uns in der Saison nicht mehr passieren“. Am 26.08 absolvierte die Lok ihr drittes Testspiel gegen den ProA Ligisten Hamburg Towers, welches mit einer 77:97 Niederlage endete. Unser Headcoach fasst den aktuellen Leistungsstand zusammen: „Wir machen täglich Fortschritte und werden auch noch die kommenden zwei Wochen hart arbeiten, um zum Saisonauftakt das gewünschte Leistungsvermögen abzurufen. Die dünne Personaldecke macht dies natürlich nicht einfacher, einige der Jungs werden aber bereits kurzfristig wieder ins Training einsteigen und die Situation wird sich bis zum Saisonstart entspannen“.

Bis zum ersten Saisonspiel am 23.09 bei den Cuxhaven Baskets haben die Hussitenstädter noch dreimal die Gelegenheit ihr Zusammenspiel unter Wettkampfbedingungen zu testen. Bereits am kommenden Wochenende trifft man samstags auf den Ligakonkurrenten Rostock Seawolves (nicht öffentlich). Am Sonntag, den 10.09 ist Lok Bernau dann zu Gast bei der offiziellen Saisoneröffnung der Dresden Titans (17:00 Uhr in der Margon Arena, Dresden).

Am Samstag, den 16.09 hat die basketballfreie Zeit mit der offiziellen Saisoneröffnung des SSV Lok Bernau endlich ein Ende. Um 19:00 Uhr startet das Brandenburger Derby gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf in der Erich-Wünsch-Halle. In der Halbzeitpause werden alle Junioren- und Seniorenteams der Saison 2017/2018 vorgestellt. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Dauerkarten der Spielzeit 2017/2018 haben für die Saisoneröffnung bereits Gültigkeit und können ab sofort in der Geschäftsstelle erworben werden. Alle Preise bleiben unverändert und können auf unserer Website unter http://www.ssv-lok-bernau.de/tickets/preise.html eingesehen werden.

Text: Simon Schönhoff

Foto: Barnim+ Lutz Weigelt

Fünf ALBA-Talente erhalten ProB-Erfahrung in Bernau

Kooperation zwischen ALBA BERLIN und Lok Bernau

 

Im Rahmen der Kooperation zwischen ALBA BERLIN und Lok Bernau erhalten talentierte Nachwuchs-Albatrosse in dieser Saison wieder die Chance, Erfahrungen in Deutschlands dritthöchster Spielklasse ProB zu sammeln und damit den nächsten Schritt zum ALBA-Profispieler in der BBL zu gehen. Ferdinand Zylka, Kresimir Nikic, Badu Buck, Bennet Hundt und Robert Glöckner werden mit einer Doppellizenz ausgestattet, die ihnen Einsätze sowohl in der ProB als auch in der easyCredit BBL und im EuroCup möglich macht. Zudem werden je nach Bedarf weitere ALBA-Talente am Lok-Training teilnehmen und im Kader stehen.

 

Himar Ojeda (Sportdirektor ALBA BERLIN): „Wir freuen uns für die fünf Jungs. Wir wollen junge Spieler entwickeln und geben ihnen die Möglichkeit, professionellen Basketball zu spielen und sich dem BBL-Niveau bei ALBA anzunähern. Sie werden bei uns trainieren und sich in Bernau mit starken und erfahrenen Gegnern in der ProB messen. Ein gutes Beispiel ist Tim Schneider, der letztes Jahr als Doppellizenzspieler in Bernau Verantwortung übernommen hat und nun im ALBA-Profikader steht.“

 

René Schilling (Cheftrainer Lok Bernau): „Mit Bennet Hundt und Badu Buck werden diese Saison zwei sehr junge Guards die Verantwortung in unserem Spielaufbau übernehmen. Beide gehören in ihren Jahrgängen zu den Besten in Deutschland und sollen bei uns den nächsten Schritt in Ihrer Entwicklung machen. Dazu verstärkt uns mit Kresimir Nikic ein junger, talentierter Inside Spieler, der eine gute Grundausbildung aus Zagreb mitbringt. Ihm zur Seite steht Robert Glöckner, von dem ich in dieser Saison den nächsten Schritt erwarte, wenn er verletzungsfrei bleibt. In sein zweites Jahr mit uns wird Ferdinand Zylka gehen, der bei der U19-Weltmeisterschaft diesen Sommer wieder einmal sein offensives Talent zeigte. Jetzt gilt es für ihn, dieses konstant über eine ganze Saison abzurufen und weiter an seinen Schwächen zu arbeiten, um den nächsten Schritt zu den Profis so schnell wie möglich zu schaffen.“

 

Weitere Infos

 

Der 2,15 Meter große Center Kresimir Nikic gehört zu den vielversprechendsten europäischen Talenten und spielte zuletzt für das kroatische Traditionsteam Cibona Zagreb. Die Bernauer Zone bewachen, soll auch  Robert Glöckner. Das Berliner Eigengewächs, das bereits als Siebenjähriger zu ALBA kam, streifte sich bereits in der vergangenen Saison das Lok-Trikot über. Ebenfalls aus dem ALBA-Nachwuchs kommen die deutschen Nachwuchs-Nationalspieler Ferdinand Zylka, Badu Buck und Bennet Hundt. Während Hundt und Zylka mit der U19-Nationalmannschaft  unlängst WM-Fünfter wurden, belegte Badu Buck mit der deutschen U18-Auswahl bei der Europameisterschaft den 11. Platz. Ferdinand Zylka gehörte bereits letzte Saison zu den Leistungsträgern Lok Bernaus – in der ProB erzielte der Guard zwölf Punkte pro Partie.

 

Über die Kooperation

Die vier bis fünf größten Talente des ALBA-Nachwuchsprogramms sind seit der Saison 2016/2017 fester Teil des ProB-Teams des nordöstlich an Berlin angrenzenden Bernau. Gleichzeitig bleiben sie Teil des ALBA-Programms, trainieren und spielen bei den ALBA-Profis. In diesem Rahmen findet auch ein intensiver Austausch zwischen den Trainerteams beider Vereine statt. ALBA-Coach Sebastian Trzcionka arbeitet in Bernau als Assistenztrainer.

 

Neben der Kooperation in der Leistungsspitze arbeiten beide Clubs auch im Breitensport intensiv zusammen. In den Bereichen Kitasport und Schulbasketball entstehen gemeinsame Initiativen. Die „kinder+Sport Basketball Academy“ ist mittlerweile Teil der Jugendarbeit beider Vereine.

 

Der Kader des SSV LOK BERNAU 2017/18: Jonas Böhm, Sebastian Fülle, James Milliken, Dexter Werner, Robert Kulawick, Konstantin Kovalev, Ferdinand Zylka*, Kresimir Nikic*, Badu Buck*, Bennet Hundt* und Robert Glöckner*

 

*Doppellizenzspieler ALBA BERLIN

 

Redaktion & Bildrechte: ALBA BERLIN

 

Lok Bernau verpflichtet US-Amerikaner James Milliken

Der Kader der Lok für die kommende Saison nimmt nach und nach Gestalt an. James Milliken ist dabei die erste US-Verpflichtung für die im September beginnende Spielzeit. Der 24-jährige Combo-Guard kann auf beiden Guardpositionen eingesetzt werden und wird pünktlich zur Saisonvorbereitung am 14. August in Bernau erwartet.

 

Zur Vita: James Lee Milliken stammt aus Siler City, North Carolina. Über die Zwischenstation am Cowley Community College in Kansas gelangte der Bernauer Neuzugang 2014 zur renommierten Creighton University in Nebraska. Dort ging Milliken für das Collegeteam der Creighton Bluejays von 2014 bis 2016 in der anspruchsvollen Big East Conference in der NCAA I auf Korbjagt. Hier bewies der 1,88 Meter große US Guard insbesondere seine Stärken im Scoring und einer engagierten Verteidigungsarbeit. Coach René Schilling berichtet: „James kann quasi aus allen Lagen punkten. Diese Fähigkeit wird uns insbesondere in knappen Spielen helfen. Zudem hatte er stets die Aufgabe den stärksten Außerspieler des Gegners zu verteidigen. Dabei reden wir unter anderem von aktuellen NBA Spielern wie Kris Dunn oder Buddy Hield. Auf den von uns gesichteten Videos hat er diese Aufgaben zumeist sehr gut erfüllt, weshalb wir zuversichtlich sind, dass wir neben einen verlässlichen Scorer, auch einen guten Verteidiger für unser Team gewinnen konnten“. In Summe absolvierte der Neu-Bernauer 66 Spielen für die Creighton Bluejays und erzielte dabei 9,7 Punkte, 2,1 Rebounds und 1,8 Assists bei einer bei einer Einsatzzeit von durchschnittlich 26 Minuten je Partie.

 

Wie die Bernauer Korbjäger einen Spieler eines Spitzten-Collegeteams wie Creighton verpflichten konnten, erklärt Teammanager Thomas Schönhoff: „James hat das College bereits 2016 beendet und war die komplette vergangene Saison vertraglos. Er hatte leider auf den falschen Spieleragenten gesetzt, der ihm am Ende keinen Job vermitteln konnte. Für ihn persönlich war dies natürlich ein herber Dämpfer als angehender Profi. Jedoch brennt er jetzt umso mehr darauf, sich bei uns zu beweisen“. Auch James Milliken selbst zeigt sich über das Engagement beim ProB-Ligisten erfreut: „Ich freue mich sehr über die Chance für Lok Bernau zu spielen. Ich möchte eine Führungsrolle auf dem Weg zu einer erfolgreichen Saison übernehmen und ein Vorbild für die jüngeren Spieler sein.“

 

Simon Schönhoff