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Barnimer Freiwilligenagenturen zu Gast im Lobetal-Eck

Erstes regionales Arbeitstreffen – Barnimer Freiwilligenagenturen zu Gast im Lobetal-Eck

 

Seit dem 1. Februar diesen Jahres gibt es mit der Agentur Ehrenamt Ahrensfelde, vier spezielle Anlaufstellen für das bürgerschaftliche Engagement im Barnim. Zu einem ersten Arbeitstreffen kamen am 6. April ihre Vertreter aus Eberswalde, Wandlitz, Bernau und Ahrensfelde im Lobetal-Eck in Bernau zusammen. Inhalt des Treffens war in erster Linie der Austausch von Informationen und die Koordinierung gemeinsamer Aktionen. Erste Vorhaben wurden beschlossen. So soll es eine gemeinsame Werbeaktion geben und die Nutzung einer gemeinsamen Datenbank wird geprüft. Weiterhin sind jährlich zwei Arbeitstreffen und eine enge Zusammenarbeit in der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen im Land Brandenburg geplant. „Vier Ehrenamtsagenturen in einem Landkreis – dass ist gut für die soziale Landschaft und hat in Deutschland Seltenheitswert“, sagt Lutz Reimann, Koordinator der Bernauer und Ahrensfelder Agenturen.

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Foto: Arbeitstreffen in Bernau – v.l.n.r. Katja Schmidt (Freiwilligenagentur Eberswalde), Heidi Kuhlkamp, Lutz Reimann, Dr. Bruno Breitfeld (Agentur Ehrenamt Bernau und Ahrensfelde), Sabine Rank (Ehrenamtsagentur Wandlitz)

Solidarität für Asylbewerber*innen in Eberswalde

Eberswalde, 17.09.2015 – Solidarität für Asylbewerber*innen (SofA) gibt seit 2009 ehrenamtlichen Deutschunterricht, sogenannte „Konversationskurse“. Außerdem organisierte die Gruppe zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Flüchtlinge und begleitete die Geflüchteten in ihrem Alltag. Bereits im Juni wurde SofA für seine integrative Arbeit für und mit Geflüchteten mit dem Engagementpreis der Hochschule Eberswalde (HNEE) ausgezeichnet.

Um die kommenden Aufgaben und den Anstieg an Freiwilligen und Geflüchteten besser koordinieren zu können, hat sich die Initiative am 14.09.2015 aufgelöst und als Projekt SofA – Solidarität für Asylbewerber*innen mit Palanca e.V. als Trägerorganisation neu gegründet.

Der Afrikanische Kulturverein Palanca e.V. bot sich dabei als Träger des Projektes an. Palanca e.V. hatte in den vergangenen Monaten seine Arbeit mit und für Flüchtlinge ausgebaut und ist durch die eigene Geschichte auch unter den afrikanischen Flüchtlingen als Anlaufstelle anerkannt.

Das Projekt SofA baut auf diesen Strukturen auf und führt gleichzeitig die Aktivitäten und Kooperationen – insbesondere mit der Freiwilligenagentur, der HNEE, Hebewerk e.V. und dem „Zwischenraum“ – fort. In enger Zusammenarbeit mit Thomas Mboya Ochieng und dem „Runden Tisch – Willkommen Eberswalde“ sollen so einerseits Synergieeffekte entstehen und andererseits klarere Aufgabenverteilungen zustande kommen. So soll das Projekt SofA zu einer effektiveren zivilgesellschaftlichen Unterstützung der Geflüchteten beitragen.

Kernaufgaben des Projektes werden dabei weiterhin die Konversationskurse sein, sowie die Organisation von Begegnungstreffen und Kontaktvermittlung. Um die Aktivitäten auszuweiten ist eine Stelle zur Projektkoordination geplant, die durch Gelder aus dem Bürgerbudget finanziert werden soll. Insbesondere der Bereich der Begleitung der Geflüchteten und die Vermittlung von Partenschaften soll dadurch gefördert werden. Aufgabe der Projektkoordination wird es auch sein, neue Gelder zu akquirieren, um die Kontinuität des Projektes zu gewährleisten.

SofA ist dabei auf die Unterstützung durch die Bevölkerung angewiesen, sei es durch ehrenamtliches Engagement oder ganz aktuell durch die Wahl beim Bürgerbudget. Am Samstag den 26.09. kann im Familiengarten SofA mit dem Vorschlag 72 gewählt werden. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Seit dem 15.09.2015 läuft zudem das Online-Voting für den Publikumspreis des „Deutschen Engagementpreises“ bei dem SofA gewählt werden kann.

 

Foto: Ina Krahl, Text: SofA-Gruppe