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Foto: Lutz Weigelt für www.barnim-plus.de / der Finowkanal

Kleine Eberswalder Erklärung

Liebe Vorstandsvorsitzende und -mitglieder der befreundeten Vereine,

liebe Mitglieder und Unterstützer unsres Finowkanals,

 

wie man in unserer Tageszeitung lesen konnte, fordert die Eberswalder Stadtfraktion der Partei DIE LINKE den sofortigen Ausstieg aus den Verhandlungen mit dem Bund wegen der Übernahme der Schleusen in eine kommunale Betreibergesellschaft.

 

Wie wir zu Genüge mitbekommen haben, existiert die Option, dass der Bund weiterhin ”in der Pflicht” bleibt, definitiv nicht. Der Bund hat mehr als klar gemacht, dass gesetzlicher Auftrag der Unterhalt der Wasserstraßen für den Güterverkehr ist. Was den Finowkanal betrifft, muss er (der Bund) lediglich für den geregelten Wasserablauf sorgen. Die Schleusen muss er nicht unterhalten.

 

Selbst die 22 Schleusen der Lahn, dem idyllisches Nebenfluss des Rheins mit ihren Burgen, Weinbergen und Kurbädern, will das Bundesverkehrsministerium schließen. Unsere einzige Chance für den Finowkanal besteht darin, dass wir dessen Zukunft in die eigenen Hände nehmen und unseren Beitrag leisten, um unseren Kanal für die Menschen von heute und morgen zu erhalten. Zu diesem Zweck hatten wir uns vor bald zwei Jahren schon einmal gemeinsam mit den großen Vereinen der Region an die regionale Politik gewandt (Kleine Eberswalder Erklärung ”ee”  siehe Anhang).

 

Nun soll der Antrag der LINKEn schon an diesem Donnerstag (morgen) ab 18 Uhr bei der Stadtverordnetenversammlung im Paul-Wunderlich-Haus abgestimmt werden (Beschlussvorlage anbei). Alle Beteiligte wissen, dass ein negatives Votum der STVV jeglichen weiteren Fortschritt bei den Bemühungen des Bürgermeisters und des Landrates um den Erhalt unseres Kanals verhindern würde. Wie man hört, gibt es auch in anderen Fraktionen einige Stadtverordnete, die das leidige Thema gern vom Tisch hätten und durchaus mit den LINKEn stimmen würden. Die Beschlussvorlage der LINKEn zeugt im Übrigen von plattem Unverständnis der aktuellen Sachlage.

 

Ob es tatsächlich am Donnerstag zur Abstimmung kommt, kann man heute noch nicht sagen. Das Programm ist lang, und der Finowkanal steht (noch) als letzter Punkt auf der Tagesordnung. Zudem erwarten einige der optimistischeren Akteure, dass die LINKEn sich der Tragweite ihres Antrags bewusst werden und die Beschlussvorlage eventuell zurückziehen.

 

Wir können nur hoffen, dass sich möglichst viele MitbürgerInnen – wie schon bei der Erstellung der ”ee” und vielen unserer Aktionen – für den Erhalt des schiffbaren Finowkanals aussprechen, bevor die Stadtverordneten der LINKEn-Fraktion ein für alle Male einen Schlussstrich unter die mehr als 400-jährige Geschichte der Schifffahrt auf dem Finowkanal setzen.

 

Wir machen so gut es geht mit unserem Finowkanal-Stammtisch und anderen Aktivitäten weiter. Mit Polen und Litauen haben wir letzte Woche in Toruń ein EU-Projekt zur wassertouristischen Zusammenarbeit entlang der historischen Wasserstraße Friedrichs des Großen von Berlin über den Finowkanal durch Polen bis nach Klaipeda, dem früheren Memel, begonnen.

An der Alten Badeanstalt liegt als unser erster Wintergast der 97 Jahre alte zum Wohnschiff umgebaute ehemalige niederländische Frachtsegler LA TULIPE der beiden Engländer Carol Greenwood und David Alder. Carol und David sind während der nächsten fünf Monate unsere Mitbürger; ihr Traditionsschiff – eines von über 1000 in Europa, deren Besitzer ihr festes Haus gegen ein Leben auf unseren historischen Flüssen und Kanälen eingetauscht haben – wird in der Weihnachtszeit festlich beleuchtet einen Anziehungspunkt für unsere Mitbürger und Gäste darstellen.

Zurzeit verhandeln wir mit der Reederei Schlößin darüber, ob das Passagierschiff ODERBERG den Winter über am Bollwerk oberhalb der Stadtschleuse liegen und als Ort für Kulturveranstaltungen rund um den Kanal dienen wird. Auch ein paar weihnachtliche Fahrten wollen wir dann mit Ihnen zusammen auf dem Kanal unternehmen.

 

Wir bleiben dran und geben bis zuletzt die Hoffnung nicht auf. Helfen Sie mit, dass wir unserem geschichtlichen Auftrag gemeinsam gerecht werden.

 

Mit optimistischen Grüßen,

Prof. Hartmut Ginnow-Merkert

Unser Finowkanal e.V.

Eberswalde: Industriedenkmale entdecken

 Eberswalde Wiege der preußischen Frühindustrialisierung

Eberswalde gilt als Wiege der preußischen Frühindustrialisierung und der Finowkanal hat die industrielle Entwicklung der Stadt maßgeblich gefördert. Bereits im 17. Jahrhundert entstanden die Eisenspalterei, das Messingwerk mit seiner Siedlung oder die Papierfabrik. Dank des Ausbau des Finowkanals und dem Bau der Eisenbahnstrecke Berlin-Stettin konnten Erzeugnisse gut und günstig transportiert werden, was die industrielle Entwicklung maßgeblich vorantrieb. Zahlreiche Zeugnisse der industriellen Vergangenheit sind heute noch vorhanden. „Doch leider gab es bisher nur wenige Informationen zu diesen bedeutenden Denkmalen, daher wurde zur touristischen Aufbereitung durch das Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt Eberswalde ein Projekt initiiert. In Kooperation mit der Gemeinde Schorfheide und dem Verein Unser Finowkanal sind 16 Informationstafeln entstanden“, so Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski.

zum Projekt

Projektabschließend wurde am 14. Juni 2017 die letzte Informationstafel in Spechthausen vorgestellt. Sie informiert über die Geschichte der Papierfabrik Spechthausen, die bis ins Jahr 1709 zurückgeht. Bis 1957 wurde in dem Ortsteil von Eberswalde unter anderem fälschungssicheres Papier für Geldscheine produziert. „Wenn es die Fabrik nicht gegeben hätte, gäbe es unseren Ort nicht“, betonte Jörg Müller vom Ortsbeirat. „Genau aus diesem Grunde müssen wir die Industriekultur und die Industriegeschichte unserer Region stärker in den Fokus rücken“, so Eberswaldes Bürgermeister. Auf dem Gebiet der Stadt Eberswalde sind in den vergangenen eineinhalb Jahren 13 Tafeln entstanden, in der Gemeinde Schorfheide drei.

Zum Projekt wurde außerdem eine touristischen Begleit-Broschüre entwickelt, die den Namen „Industrie. Kultur. Landschaft. – Entdeckungsreise zu Industriedenkmalen in Eberswalde und dem Finowtal“ trägt. „Die Broschüre enthält ausführliche Beschreibungen der einzelnen Industriedenkmale mit historischen und aktuellen Bildern und wird ergänzt durch touristische Angebote vor Ort“, so Corinna Bergelt, die Tourismusverantwortliche in der Stadt Eberswalde. Gemeinsam mit Anke Bielich von der Gemeinde Schorfheide hat sie das Projekt federführend betreut.

neue Broschüre

Die neue Broschüre beschreibt die verschiedenen Industriedenkmale wie die Stadtschleuse, die Eisenspalterei, den Kranbau, Schöpfurt oder das Kraftwerk Heegemühle und enthält mehrere Tourenvorschläge zu den Industriekulturdenkmalen. Erhältlich ist die Broschüre unter anderem in der Tourist-Info der Stadt Eberswalde in der Steinstraße 3.

 

Eberswalde-Broschuere-Industriekultur-Webversion zum download

 

 

Foto: Lutz Weigelt für www.barnim-plus.de / der Finowkanal

Verhandlungen zum Finowkanal

Einigkeit in der Zielvorstellung: Am 3. April 2017 haben sich Vertreter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, des Landkreises Barnim und der Stadt Eberswalde zu einem erneuten Gespräch getroffen, um über eine mögliche Übernahme der Schleusen des Finowkanals in kommunale Trägerschaft zu verhandeln.

In einer sehr offenen und konstruktiven Atmosphäre wurden offene Punkte erörtert. Alle Parteien betonten, dass sie als Ziel die weitere Schiffbarkeit des Finowkanals verfolgen. ,,Der Bund hat noch einmal deutlich gemacht, dass er zu seinem Angebot steht, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. Eine weitere finanzielle Beteiligung wird jedoch ausgeschlossen“, so Friedhelm Boginski, der im Auftrag der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal (KAG) als auch der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde die Verhandlungen führt. Er hat in dem Gespräch deutlich gemacht, dass er den Auftrag hat die Gespräche weiterzuführen aber auch dass die Anrainerkommunen weiteres Detailwissen brauchen, um die Übergabe zu vollziehen. Für die notwendige verkehrliche Widmung und die Rechtseinschätzung zur Übertragung der Wasserstraße zeichnet sich eine Lösung unter Einbeziehung des Landes ab. Auf Vorschlag der Region sollte man diese Zeit bis zur endgültigen Aussage nutzen, um eine realistische Übergabestrategie samt fachlich fundiertem Umsetzungplan zur Schleusensanierung mit maßgeblicher Unterstützung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung zu erarbeiten. ,,Zum einen wollen wir damit die vorliegende Wirtschaftlichkeitsanalyse weiter untermauern. Zum anderen wollen wir den politischen Gremien gesicherte Hilfen zur Meinungsbildung  mitgeben, die auf jahrelange Erfahrungswerte und wasserbautechniches Know-How beruhen. Gleichwohl soll dieser Umsetzungsplan Grundlage für eine verbindliche Willensbekundung durch die Kommunalpolitik sein“, so der KAG-Vorsitzende. Während der Gespräche hat er vor allem betont, dass sich allen Beteiligten die Bedeutung des Finowkanals und ihrer Entscheidung bewusst sind. Jedoch ist allen auch wichtig, verlässliche Grundlagen auf Basis der Erfahrung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung vorliegen zu haben.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wird die Anfrage zur Unterstützung prüfen und zeitnah beantworten.

Die Verhandlungspartner sind am gestrigen Tag so verblieben, dass weitere Gespräche geführt werden, wenn die offenen Fragen rechtssicher geklärt sind und der Umsetzungsplan erarbeitet wurde. Dies wird voraussichtlich im September der Fall sein.

 

 

 

Quelle:Stadt Eberswalde

Finale Phase der Verhandlungen zum Finowkanal

 

Die Gespräche zum Übergabeprozess des Finowkanals beziehungsweise seiner Schleusen in die kommunale Trägerschaft münden in die finale Phase. Seit zwei Jahren befindet sich die Region, die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) Finowkanal, in Gesprächen mit dem Bund, um die angedachte Schließung der Schleusen zu verhindern. Mit der Übernahme des Gewässers in kommunale Regie geht aber auch eine hohe Verantwortung und Verpflichtung sowohl gegenüber dem Finowkanal als auch den einzelnen Gemeinden einher. „Diese Verantwortung ist allen am Verhandlungsprozess Beteiligten sehr bewusst“, so Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski, der als KAG-Vorsitzender mit den Verhandlungen beauftragt ist.

Damit fundierte Entscheidungen zu den Angeboten des Bundes zum Wohle der Region getroffen werden können, ist eine Vielzahl offener Fragen zu klären.

Friedhelm Boginski | Foto Barnim-plus

Hierunter zählen nicht nur die finanziellen, sondern auch die umwelt- und verkehrsrechtlichen Aspekte. Aus diesen Gründen gab es am 18. Januar 2017 ein Gespräch zwischen der kommunalen Ebene mit der Landesregierung, vertreten durch Herrn Kurt Augustin vom Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Egbert Neumann vom Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und Herrn Gerhard Ringmann vom Ministerium für Wirtschaft und Energie.

„In einer absolut offenen und konstruktiven Atmosphäre konnten wir unsere Fragen zur Klassifizierung und Widmung der Wasserstraße erörtern. Außerdem haben wir klare und hilfreiche Aussagen für unser weiteres Handeln erhalten. Allerdings zeigte die konzentrierte fachliche Erörterung nochmals deutlich die Größe der Herausforderung“, so Friedhelm Boginski. Er ist froh, dass sich das Land einbringt und mit seinem Fachwissen unterstützt. Immerhin handelt es sich um einen Präzedenzfall.

Die neuen Erkenntnisse und die angesprochenen Themen werden in den weiteren Gesprächen mit dem Bund berücksichtigt und entsprechend gemeinsam beraten. Zugleich haben alle drei Ministerien deutlich signalisiert, die Region auch weiterhin durch den fachlichen Austausch zu begleiten.

 

Quelle; Stadt Eberswalde, Foto Barnim-plus

Tipps fürs Wochenende 21.,22.,23. Oktober 2016

*****Einige Tipps fürs Wochenende*****
+Freitag
Eberswalde The Cashbags -Tribute to Johnny Cash
Joachimsthal – Kino „Bad Luck“
+Samstag
Schorfheide – Mittelaltermarkt
+Sonntag
Denkt an die Uhr ……. 🙂
Marienwerder – Wanderung am Finowkanal
Wandlitz – Familien-Abenteuer in den Ferien
Bogensee – Wanderung um den Bogensee
Angermünde – Wanderung durch das Weltnaturerbe Grumsin
Mehr dazu findet ihr hier:
http://www.barnim-plus/veranstaltungen/events

Hilfe und Mitarbeit zum Hafenfest in Eberswalde

wenn unser zweites Hafenfest am Finowkanal ein Erfolg werden soll, brauchen wir wieder eure Hilfe und Mitarbeit!

Lutz Weigelt für Barnim-Plus vom Flößerfest in Finow

Die Finowfurter Flößer, starke Partner bei der Rettungsaktion für den Finowkanal, halten die Tradition der Flößerei lebendig, die einst das Finowtal prägte. Am 30. April werden die Flößer vom Internationalen Flößerdorf Finowfurt auch unser zweites Hafenfest in Eberswalde – nicht nur mit ihren farbenfrohen Trachten – beleben.

 

Für zwei der geplanten Aktivitäten brauchen wir euch als Mitwirkende:

 

  • am 23. April entstehend auf dem Flößerplatz in Finowfurt neben dem großen Floß zwei Wettkampf-Flöße mit den Abmessungen 4,5 x 1,2m für das Flößerstechen bei unserem Hafenfest in Eberswalde. Bitte kommt zahlreich hinzu und zeigt durch eure Mithilfe die Wertschätzung für diese schöne Tradition am Finowkanal.

 

  • Für das Flößerstechen selber brauchen wir mehrere Zweierteams, die die Ehre ihrer Gemeinde oder ihres (Sport-)Vereins auf dem Wasser verteidigen und dabei ein kühles Bad nicht scheuen. Bitte meldet euch (einzeln oder als Team) bei info@unser-finowkanal.de.

 

 

Flößer- und Fischerstechen gibt es in vielen Gemeinden Deutschlands. Die Wettkampfflöße sind mit zwei Personen besetzt. Die vordere Person trägt eine viel Meter lange Stange, die vorn mit einem gepolsterten Boxhandschuh bewehrt ist. Die hintere Person stakt oder paddelt und steuert das Floß auf den Gegner zu. Sieger ist, wer den Gegner aus dem Gleichgewicht bringt und ihm zu einem Bad im Finowkanal verhilft. Mit den Stangen darf nicht geschlagen oder gestoßen werden. Nur auf den Brustkorb darf gezielt werden.

Mehr Info zum Flößerstechen biete die Website der Gemeinde Haslach hier:

http://www.haslach.biz/?site=vereine;musikverein;seenachtfest;floesserstechen

Videos von Fischerstechen gibt es u.a. hier: https://www.youtube.com/watch?v=SMOhwG4BH8c

 

Wir sind guten Mutes, dass der Floßschlepper ‚Aurora‘ nach vielen Jahren wieder einmal den Finowkanal befährt und nun unsere Wettkampfflöße von Finowfurt nach Eberswalde zieht. Die BIlder unten wurden vom Flößerchef Steffen Dittrich zur Verfügung gestellt und zeigen die Flößer mitsamt dem Schlepper ‚Aurora‘ bei einer früheren Aktion.

 

Also bitte meldet euch alsbald für den Bau und/oder das Flößerstechen an!

Aktuelles vom Biberfloß 2016

Auch 2016 wird das Biberfloß wieder fahren und kann ausgeliehen werden

 

Information und Buchung unter:Tel.: 03334-3895640E-Mail: biberfloss@gmx.deInternet: www.biberfloß.jimdo.com

aktuelle Preise für die Saison 2016 Hauptsaison (1. Juli – 31. August)

Montag bis Sonntag

bis zu 4 Stunden: 80,00 € (zzgl. 10,00 € Kraftstoffpauschale)

bis zu 8 Stunden: 120,00 € (zzgl. 20,00 € Kraftstoffpauschale)

 

Nebensaison (April – 30. Juni / 1. September – Oktober)

Freitag bis Sonntag und an Feiertagen

bis zu 4 Stunden: 80,00 € (zzgl. 10,00 € Kraftstoffpauschale)

bis zu 8 Stunden: 120,00 € (zzgl. 20,00 € Kraftstoffpauschale)

Montag bis Donnerstag

bis zu 4 Stunden: 60,00 € (zzgl. 10,00 € Kraftstoffpauschale)

bis zu 8 Stunden: 100,00 € (zzgl. 20,00 € Kraftstoffpauschale)

 

Bei Fahrtantritt ist zusätzlich eine Kaution von 100,00 € zu hinterlegen.

Foto: Lutz Weigelt für www.barnim-plus.de / der Finowkanal

Wie weiter mit dem Finowkanal?

Mitteilung der KAG Finowkanal:

Informationsveranstaltung zur zukünftigen Betreibung des Finowkanals

 

Auf Einladung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal haben sich am Montagabend die Stadtverordneten und Gemeindevertreter der zehn Mitgliedskommunen der KAG Finowkanal getroffen. Sie alle sprachen über das Angebot des Bundes, zukünftig den Finowkanal in Eigenregie zu führen.

Im November des vergangenen Jahres unterbreitete der Bund sein Angebot. Für 75 Millionen Euro würde er die Betreibung des Finowkanals an die Kommunen übergeben. Was genau dieses Angebot bedeutet, welche Chancen und Risiken sich dahinter verbergen, das war das Ziel der Informationsveranstaltung am 11. Januar 2016 im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio in Eberswalde. Dessen Bürgermeister und zugleich KAG-Vorstandsvorsitzender Friedhelm Boginski sprach gleich zu Beginn der Veranstaltung von einem interessanten Angebot: „Bei dieser Diskussion wünsche ich uns ein heißes Herz und einen kühlen Verstand, denn wir entscheiden hier nicht für die nächsten 20 oder 40 Jahre, sondern für immer. Am Ende müssen wir uns alle einig sein.“

Zunächst stellte der Leiter des Eberswalder Amtes für Wirtschaftsförderung und Tourismus und zugleich Volkswirt Dr. Jan König das Angebot des Bundes vor. Anschließend schätzte Matthias Wedepohl die Kommunalisierung des Finowkanals ein. Seine Firma Projekt M hatte im Auftrag der KAG Finowkanal die Übertragung der Betreibung in einen Zweckverband untersucht. Im Anschluss standen Die Vortragenden, der Vorstand der KAG Finowkanal und Friedrich Peter Münch von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes den Fragen der Kommunalpolitiker Rede und Antwort.

„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es noch mehr Fragen als Antworten gibt. Eine Entscheidung gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Nun müssen die Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen beraten und für sich entscheiden, ob die Verhandlungen mit dem Bund weiter geführt werden sollen“, so der Vorstandsvorsitzende der KAG Finowkanal. Die kommunalen Vertreter müssen abwägen, ob sie in die Verhandlungen einsteigen und die Betreibung des Finowkanals übernehmen wollen. Für den Schleusenbetrieb, wodurch der Kanal durchgängig mit motorgetriebenen Fahrzeugen befahrbar bleibt, würde der Bund einen einmaligen Finanzierungsbeitrag von 75 Millionen Euro leisten. Gewässerbett und Ufer würden in diesem Fall durch den kommunalen Betreiber in einem verkehrstechnischen Zustand erhalten werden.

Die Alternative würde bedeuten, die Betreibung des Finowkanals bliebe beim Bund, wobei die Schleusen außer Betrieb genommen würden. In diesem Fall würde der Kanal nur noch mit muskelbetriebenen Fahrzeugen befahren werden

können. Gewässerbett und Ufer würden durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in einem verkehrstechnischen Zustand erhalten werden.

Zur KAG Finowkanal gehören die Anrainerkommunen Stadt Liebenwalde, Gemeinde Marienwerder, Gemeinde Wandlitz, Gemeinde Schorfheide, Stadt Eberswalde, Gemeinde Niederfinow, Stadt Oderberg, Gemeinde Liepe und Hohensaaten, Stadtteil von Bad Freienwalde.

Am 26. Januar 2016 findet ein erneutes Gespräch zur Zukunft des Finowkanals mit dem Bund statt.

SPD-Landtagsfraktionschef in Zerpenschleuse

Diese Woche trafen sich der SPD-Landtagsfraktionschef Klaus Ness, die Landtagsabgeordnete des Barnim Britta Müller zu einem Gespräch mit Volkmar Ritter von der KAG (Kommunale Arbeitsgemeinschaft Finowkanal, Hans Frodl vom Wasser-und Schiffahrtsamt und Prof. Hartmut Ginnow-Merkert von der Initiative -Unser Finowkanal- in Zerpenschleuse.

Worum ging es? Seit langem ist bekannt das einige Schleusen am Finowkanal doch sehr marode sind. Die Frage für die Zukunft stellt sich, wer bezahlt die Reparatur? Der Bund als Eigentümer ziert sich. Grund ist wohl, das der Finowkanal „nur“ Touristisch genutzt wird. Für  Wassertouristik ist aber kein Geld da.

Der Finowkanal, vielen vielen Menschen nicht nur aus dem Barnim bekannt. So kommen Schiffsführer aus der Schweiz, den Niederlanden usw. um sich den Kanal und die umliegenden Gemeinden, Sehenswürdigkeiten anzuschauen regelmäßig hierher zu uns. Wassertouristik, ob mit dem Kanu, dem Paddelboot oder mit Jachten ist eine Einnahmequelle für die Anliegergemeinden. Werden nun die Schleusen nicht repariert, ist es in relativ kurzer Zeit mit der Schiffbarkeit zu Ende. Damit würde eine lange Ära zu Ende gehen.

Seit Jahren wird in vielen Gesprächen versucht das Problem zu lösen. Volkmar Ritter, Prof. Hartmut Ginnow-Merkert sprechen seit Jahren mit Verantwortlichen, organisieren Treffen, schauen wie es in anderen Ländern gemacht wird und unterbreiten Vorschläge. So auch das Gespräch mit Klaus Ness und  Britta Müller.

Es gibt verschiedene Lösungswege die beschritten werden können:

  • der Bund behält die Wasserstraße und Ertüchtigt sie
  • der Bund behält die Wasserstraße und schüttet die Schleusen zu
  • die anliegenden Gemeinden übernehmen den Kanal

Nach vielen Gesprächen ist der Bund nun bereit den Kanal an die umliegenden Gemeinden zu übergeben und sichert zu, 50% (ca. 15 Mio €) der Kosten der Schleusenertüchtigung zu übernehmen.

Gespräche mit der Brandenburger Landesregierung gestalten sich schwierig, so Volkmar Ritter. Sind doch 4 Ministerien für den Finowkanal „zuständig“. Das ist auch ein Hemmnis bei Gesprächen mit dem Bund.

Klaus Ness wurde bei diesem Gespräch darüber aus erster Hand  informiert. Ihn interessiert natürlich, ob den die Kommunen alle mitmachen würden und an einem Strang ziehen. Bei der Antwort auf diese Frage geht es wie immer ums Geld. Denn nicht alle Kommunen können oder wollen riesige Summen investieren. Es kommt also darauf an, wieviel der Kosten der Bund übernimmt.

Klaus Ness sagte seine Unterstützung zu mit den Worten “ Mit heissem Herzen, aber kühlen Verstand“ an die Sache heranzugehen. Beim Bund, bzw. beim Verkehrsminister gibt es momentan Überlegungen die touristischen Wasserstraßen bzw. deren Erhalt und Finanzierung einer Prüfung zu unterziehen.

Nur lange Warten kann der Finowkanal nicht mehr!

Strassensperrung

Vollsperrung Angermünder Straße ab 6. Juli 2015

Vollsperrung Angermünder Straße ab 6. Juli 2015  zwischen Finowkanal und Wolfswinkler Straße

Die Sperrung für den Durchgangsverkehr wird notwendig, weil die Schachtabdeckungen gewechselt  und gleichzeitig Reparaturen an den Schächten vorgenommen werden. Die Sperrung ist geplant vom

6.7. – 10.7.15

 

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