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Die Energiewende ist in Bernau angekommen

Die Energiewende ist in Bernau angekommen

Dies war das Fazit der regen Debatte der öffentlichen Veranstaltung der Linksfraktion Bernau zum Thema Stadtwerke und ihre Aufgaben bei der Energiewende. Sie fand zu dem Zeitpunkt statt, an dem in Paris der weltweite Klimagipfel tagte.

Die Fraktionsvorsitzende Dr. Dagmar Enkelmann erinnerte anfangs die rund 30 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an das Motto der ersten InternationalenKlimakonferenz 1992 in Rio de Janeiro: Global denken und lokal handeln.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie die Stadtwerke dazu beitragen, die Energieversorgung Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umzustellen, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe einzuschränken und künftig auszuschließen. Die Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau, Bärbel Köhler, erläuterte, dass ihr Unternehmen bereits achtbare Ergebnisse vorweisen können.

Der Strom der Bernauer Stadtwerke stamme bereits zu 44 Prozent aus erneuerbaren Energien. Bundesweit seien es erst 26 Prozent. Eine hohe CO2-Einsparung sei durch die Sanierung der Blockheizkraftwerke und den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Firmen- und Schuldächern erreicht worden. Aus 236 Photovoltaik-Anlagen werden jährlich 4 Millionen Kilowattstunden ins Netz der Bernauer Stadtwerke eingespeist.

Seit 2011 sind die Stadtwerke an einem Windpark beteiligt, der 2,7 Mio. KWh jährlich an grünem Strom für das Bernauer Netz einspeist.

Auf diesem Weg wollen die Stadtwerke weiter voranschreiten, so Köhler. Ein Klimakonzept mit einer gemeinsamen Klimastrategie von Stadtwerken, WOBAU und Stadt Bernau bis 2025 sei bereits in Arbeit. Ein eigenes Windrad soll in einem Gewerbegebiet Bernaus errichtet werden. Auch die Elektromobilität für die Bürgerinnen und Bürger wollen die Stadtwerke voranbringen.

Auf der Agenda für die Zukunft stehen bei den Stadtwerken die Kooperation mit der WOBAU und anderen Investoren bei der Energie- und Wärmeversorgung. So könnten z B. Mieterstrommodelle entwickelt werden, um auf bzw. in den Wohnblöcken preiswert und bedarfsgerecht Energie zu produzieren. Die Stadtwerke Bernau könnten sich auch eine Kooperation mit einem Kreis-Energiewerk sehr gut vorstellen, erklärte die Geschäftsführerin auf Nachfrage.

Sie werden sich weiter als serviceorientierter Energiedienstleister profilieren, als Berater bei der energetischen Gebäudesanierung, der Energieberatung und auch beim Einbau von Photovoltaik-Anlagen und Wärmespeichern für private Haushalte anbieten.

Dieser Strategie der Stadtwerke Bernau konnte der Energieexperte der Bundestagsfraktion der Linken, Uwe Witt, der die Energiepolitik der der Linken darstellte, nur zustimmen. Er sieht die kommunalen Energieversorger als Schaltstellen der Energiewende. Da seien die Stadtwerke Bernau auf dem richtigen Weg.

 

Pressemitteilung über die am 2.12. 15 durchgeführte öffentliche Veranstaltung der Fraktion die Linke in der SVV Bernau  zum Thema Energiewende in Bernau.