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Kindertagesstätten im Barnim mit guten Standards

Standards bereits zu über 75 Prozent erfüllt

Die Qualität von Kindertagesstätten im Landkreis Barnim wird immer besser. „Die Kindertagesstätten und ihre Träger haben sich seit der Qualitätserhebung deutlich auf den Weg gemacht“, erklärt Renate Wolter, Leiterin der Bildungsinitiative Barnim. Insgesamt zeigten die Untersuchungen, dass bereits drei Viertel der untersuchten Standards erfüllt werden. „Dabei setzt fast die Hälfte der Kindertagesstätten bei über 75 Prozent aller Bewertungen die zugrunde gelegten Qualitätsstandards bereits um“, so die Expertin weiter.

Viele Einrichtungen systematisierten beispielsweise die Dokumentation der individuellen Entwicklung der Kinder. Auch an der Definition von Bildungs- und Erziehungszielen als Leitfaden der pädagogischen Praxis wird verstärkt gearbeitet. Einige Kindertagesstätten nehmen außerdem gezielt ihre sprachfördernden Angebote beziehungsweise den bewussten Umgang mit Schrift im Alltag in den Blick. Darüber hinaus verankern immer mehr Einrichtungen gezielt Zeiten zur Vor-und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit im Dienstplan. Die Qualifizierung der Leitungskräfte, der Erzieherinnen und Erzieher wird ferner anhand eines Weiterbildungskonzeptes kurz- mittel- und langfristig geplant. Unterstützt werden die Kindertagesstätten dabei vom Landkreis Barnim durch die Sprach-und Praxisberaterinnen, die Organisation von Fortbildungen und die Bereitstellung von Materialien, zum Beispiel zur Beobachtungs- und Entwicklungsdokumentation oder zur Sprachförderung.

Zur Steuerung des Qualitätsentwicklungsprozesses stellten viele Träger zudem finanzielle und personelle Ressourcen bereit. So hat unter anderem die Gemeinde Ahrensfelde eine Qualitätsbeauftragte benannt und eine Arbeitsgemeinschaft „Qualität“ ins Leben gerufen. Ähnlich sieht es bei der Stadt Eberswalde aus, die durch eine pädagogische Fachkraft den Qualitätsprozess zur Thematik Entwicklungsdokumentation zentral moderiert. Die Gemeinde Wandlitz setzte für jede Kita eine eigene Leitungskraft ein, intensivierte ihre eigene fachliche Begleitung und erhöhte das Budget für Fortbildungen. Darüber hinaus unterstützen viele öffentliche und freie Träger ihre Einrichtungen durch das Angebot von Fachforen und Bildungstagen. Auch werden gezielt Mittel für Teilnahmen an spezifischen Weiterbildungsangeboten und zur Verbesserung der Ausstattung zur Verfügung gestellt. Vorreiter im Qualitätsentwicklungsprozess sind unter anderem das Kompetenzteam zur Qualitätsentwicklung der Johanniter-Unfall-Hilfe und die trägereigene Praxisberatung des AWO Kreisverbandes Bernau.

Quelle: pressestelle kvbarnim