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Bildung darf nicht vom Einkommen abhängen

 

Presseinformation

 

Damit Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt

 

Gerade zu Schuljahresbeginn stehen für Eltern von Schülerinnen und Schülern viele Anschaffungen an. Das kann die Haushaltskasse bei Familien mit geringem Einkommen stark strapazieren. In Brandenburg existieren deshalb zwei Förderprogramme, über die Schülerinnen und Schüler insbesondere der Klassenstufen 1 bis 10 unterstützt werden können.

 

Darauf hat jetzt die Barnimer SPD-Landtagsabgeordnete Britta Stark hingewiesen. „Jede Schule verfügt über einen Schulsozialfonds. Eltern können hier Zuschüsse für Wandertage und Klassenfahrten oder auch für die Anschaffung von Lern- und Arbeitsmitteln beantragen“, erklärte Britta Stark. „Ich empfehle interessierten Familien, sich wegen näherer Informationen und Antragsformularen zum Schulsozialfonds direkt an ihre Schule zu wenden.“

 

Darüber hinaus werden mit dem „Brandenburger Schüler-BaföG“ Jugendliche unterstützt, die in die gymnasiale Oberstufe eintreten oder einen zweijährigen Bildungsgang zum Erwerb der Fachhochschulreife in Vollzeitform beginnen. Eine Förderung von 100,- Euro monatlich können Familien beantragen, die beispielsweise einen Kinderzuschlag, Wohngeld, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder andere Leistungen zum Lebensunterhalt erhalten. „Auch zum Schüler-BaföG können an den Schulen weitere Informationen eingeholt werden“, so Britta Stark. „Bildung darf nicht vom Einkommen abhängen“, ist die Sozialdemokratin überzeugt.

 

Weitere Informationen im Internet unter:

http://www.mwfk.brandenburg.de/sixcms/detail.php/504488 oder

https://mbjs.brandenburg.de/media_fast/6288/ausbildungsfoerderung_2017_final.pdf

Linksfraktion diskutierte Förderrichtlinien mit Vereinen

Die öffentliche Fraktionssitzung der Bernauer Linksfraktion am 17. Juni erfreute sich regen Zuspruchs. Diskutiert wurde über die Vergabe von Fördermitteln in den Bereichen Jugend und Soziales sowie Kultur und Kunst.

„Die Verwaltung hat neue Entwürfe für Förderrichtlinien vorgelegt. Es ist dringend notwendig, die über zehn Jahre bestehenden Richtlinien zur Fördermittelvergabe zu verbessern. Unsere erste Veranstaltung zur Richtlinie im Bereich Sport hat gezeigt, dass die Bernauer Vereine den Austausch und Dialog suchen. Wir sind bereit, ihnen dafür eine Bühne zu geben und gemeinsam ins Gespräch zu kommen“, erklärte Dominik Rabe zur Begrüßung.

Rund 50 Gäste aus Bernauer Vereinen folgten der Einladung in die

Stadtbibliothek: Von der Arbeiterwohlfahrt über den Kulturbund, die Bernauer Sänger, Bildungs-, Freidenkerverband, den Kulturbund, die zahlreichen Fördervereine für Kunst und Kultur und die Volkssolidarität.

Ein breites Spektrum engagierter Leute, die die Vielfalt der sozialen und kulturellen Angebote der Stadt ausmachen, war vertreten.

Es gibt rund 150 Vereine in Bernau, die sich in ihrer Mehrheit ehrenamtlich für die Förderung der Jugend, Bildung, der Kultur und Kunst sowie die Betreuung von Kranken und Senioren engagieren. Die Fraktionsvorsitzende, Dr. Dagmar Enkelmann und der neue Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport, Dominik Rabe, lobten dieses Engagement.

Die Stadt wisse dieses Engagement zu schätzen und habe es seit Jahren mit rund 250.000 Euro Fördermitteln aus der Stadtkasse unterstützt. „Das wollen wir auch weiterhin tun“, so die Stadtverordneten der Linksfraktion. Zum Glück sei die Stadt finanziell so gut aufgestellt, dass man dies auch könne, fügten sie hinzu.

Doch die Wünsche nach Förderung sind meist umfangreicher, als die vorhandenen Mittel. Daher hat die Stadtverwaltung den Entwurf einer neuen Richtlinie vorgelegt, die eine abgewogene und zeitnahe Vergabe der Förderung ermöglichen soll, ergänzte die Amtsleiterin für Kultur- und Jugendangelegenheiten, Marina Timmermann.

Um den Entwurf dieser neuen Richtlinien entwickelte sich eine rege Diskussion mit den Vereinen. Während die Stadtverwaltung die Frist zur Abgabe der Förderanträge von November auf Juni bis September vorverlegen möchte, um die Bearbeitungszeit zu verkürzen und eine frühere Auszahlung zu Beginn des Jahres zu ermöglichen, sahen sich viele Vereine nicht in der Lage, so langfristige Planungen vorzunehmen. Auch die Verwaltungssprache der Richtlinie sei für sie oft schwierig zu verstehen. Frau Jitschin, die zuständige Sachbearbeiterin im Dezernat III, erklärte ihre Bereitschaft, die Vereine bei der Antragstellung jederzeit zu beraten und zu unterstützen. Einvernehmen bestand darin, dass auch Klein- und künstlerische Einzelprojekte weiterhin gefördert werden sollen.

Dr. Hildegard Bossmann, neues Mitglied der Linksfraktion im Fach-Ausschuss und Vorsteherin der Stadtverordnetenversammlung stellte zum Abschluss der Debatte fest, dass die Stadtpolitik bei der Förderung auch inhaltliche Schwerpunkte setzen solle, die für die Stadt als Ganzes wichtig wären.

Die Vergabe der Fördermittel nach dem „Windhund-Verfahren“ lehnte auch sie ab. Eine gründliche Debatte im Fachausschuss sei ihrer Meinung nach nötig, bei der die vorgebrachten Vorschläge berücksichtigt werden.

Pressemitteilung 9, 19.06.2015