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Ein Schatz vor den Toren der Stadt

Ein Schatz vor den Toren der Stadt: Bauhaus Denkmal Bernau

– Presse: Architekt Franz Jaschke zeigt, wie sich die Fenster im Treppenaufgang öffnen lassen / Fotos: Lutz Weigelt

„Der wiederhergestellte lichtdurchflutete Wald und der damit freie Blick vom anderen Ende des Sees zur Bundesschule gibt einem fast das Gefühl, zur Entstehungszeit am Ort zu sein – nur die Bäume sind höher. Aber auch das guckt sich weg, weil der Ansatz der Kiefernkronen weit oben ist“, schwärmt Dunja Marx. Sie war eine von den mehr als 20 Teilnehmern, die am  Sonnabend an der Führung durch das Bauhausareal in Waldfrieden teilgenommen haben. Eingeladen dazu hatten die Bernauer Stadtverwaltung und der Verein Baudenkmal Bundesschule anlässlich des bundesweiten Tages der Städtebauförderung.

Dunja Marx sieht es für sich als großen Gewinn, die derzeit laufende Umgestaltung der

– Presse 2: Ein langer Wandelgang im Meyer-Wittwer-Bau,Fotos: Lutz Weigelt

Außenanlagen in Waldfrieden von Seiten des städtischen Bauamts begleiten zu dürfen. Immerhin hat sie sich schon Ende der 90er Jahre in einer Studienarbeit damit befasst. Während sie das Areal gut kennt, war es für einige der Besucher am Sonnabend Neuland.

 

Doch bei der fachkundigen Führung änderte sich das schnell. Der Landschaftsarchitekt Friedemann Kolbe informierte, dass der Außenbereich der ehemaligen Bundesschule des Deutschen Gewerkschaftsbundes durch insgesamt fünf Maßnahmen denkmalgerecht saniert wird. Drei davon sind so gut wie abgeschlossen. Derzeit laufen die Straßenbauarbeiten in der Fritz-Heckert-Straße. Wiederhergestellt wird auch die Betonfläche auf dem Hannes-Meyer-Campus. Mit 1,2 Millionen Euro fördert das Bundesbauministerium die Umgestaltung des Areals. Gründe dafür sind die angestrebte

– Presse 3: Saniert wurde auch der Bereich um den kleinen See, Fotos: Lutz Weigelt

Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO sowie das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ im Jahr 2019.

 

 

Über die Sanierung des Meyer-Wittwer-Baus und der Lehrerhäuser berichtete der Architekt Franz Jaschke während des Rundgangs durch das Bauhaus. Viel erfuhren die Besucher auch über die Geschichte der ehemaligen Bundesschule des ADGB als „Schule im Walde“ sowie über deren geistige Väter: die Bauhausarchitekten Hannes Meyer und Hans Wittwer. Bauen war für Meyer die Gestaltung von Lebensvorgängen. Insofern ließ er Baukörper in die offene Landschaft einbinden. Noch heute zeigt sich das Bauhausdenkmal als Gebäudekomplex in einer

– Presse 3: Saniert wurde auch der Bereich um den kleinen See, Fotos: Lutz Weigelt

bewaldeten Hügellandschaft mit kleinem See, Sportplatz und Schwimmbad.

 

Wer jetzt neugierig auf den Schatz vor den Toren der Stadt  geworden ist, der sollte sich schon einmal den 21. Mai vormerken. An diesem Tag bietet der Verein Baudenkmal Bundesschule Bernau wieder eine Führung an. Beginn: 10.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Treffpunkt ist das historische Lehrerhaus Nr. 9 am Hannes-Meyer-Campus. Weitere Informationen gibt es unter www.bauhaus-denkmal-bernau.de.

 

 

 

 

Quelle: Stadt Bernau

 

Kleiner See am Bauhaus Bernau, Bauhausdenkmal Bernau, Foto-Lutz Weigelt fuer Barnim-plus.de

Bauhaus Denkmal Bernau / Erste Arbeiten

Bauhaus Denkmal Bernau: Gestaltung der Außenanlagen beginnt

Erste vorbereitende Arbeiten am kleinen See

Ab dieser Woche werden am kleinen See neben dem Bauhaus-Gebäudekomplex in Bernau-Waldfrieden erste vorbereitende Arbeiten zur Gestaltung der Außenanlagen durchgeführt. Erst am  vergangenen Dienstag hatte die Stadt Bernau die Förderurkunde für das Projekt am Bauhaus Denkmal Bernau von Bundesbauministerin Barbara Hendricks erhalten.
Kleiner See am Bauhaus Bernau, Bauhausdenkmal Bernau, Foto-Lutz Weigelt fuer Barnim-plus.deIn den kommenden zwei Jahren soll die denkmalgerechte Instandhaltung und Entwicklung der Außenanlagen auf dem Gelände des Bauhausensembles erfolgen. Dafür sind insgesamt fünf Maßnahmen geplant: die Sanierung der Zufahrt Wandlitzer Chaussee/Fritz-Heckert-Straße, der Rückbau der Toranlage und des Wachhauses im Einfahrtsbereich und die Anlage eines Platzbereiches, die Umgestaltung des Hannes-Meyer-Campus, die Herstellung einer Pergolenanlage im Außenraum nördlich des Hauptflügels sowie die Umgestaltung des landschaftlichen Bereiches um den kleinen See.Treppe am kleinen See am Bauhaus Bernau, Bauhausdenkmal Bernau, Foto-Lutz Weigelt fuer Barnim-plus.de
Erste Vorbereitungen zur Gestaltung des Bereiches um den See beginnen in dieser Woche. „Die Firma Müller Baumpflege aus Wandlitz wird zunächst nördlich des kleinen Sees den Unterwuchs roden. Im Anschluss wird bewertet, welche weiteren Bäume zur Herstellung der historischen Sichtachsen zwischen Meyer-Wittwer-Bau und dem Gewässer gefällt werden müssen“, erklärt Dunja Marx vom Bernauer Bauamt. Später soll dann noch die neuzeitliche Treppenanlage auf der Westseite des kleinen Sees zurückgebaut werden. Der Rundweg um das Wasser und auch der Weg vom Hannes-Meyer-Campus zum Freibad Waldfrieden bleiben erhalten.

Hintergrund:
Die 1928–1930 vom damaligen Direktor des Bauhauses in Dessau, Hannes Meyer zusammen mit Hans Wittwer errichtete Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) ist eines der bedeutendsten Baudenkmale der Moderne in Deutschland und steht als solches seit 1977 unter Denkmalschutz. Im Hinblick auf die angestrebte Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO sowie das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum im Jahr 2019 soll mit dem Projekt das Gesamtareal der Bundesschule entwickelt werden. Die Entwicklung der Außenanlagen stellt den Abschluss und die Fertigstellung der umfassenden Sanierung der Bundesschule dar, die seit 2003 durchgeführt wird.
Mit 1,2 Millionen Euro fördert das Bundesbauministerium die denkmalgerechte Gestaltung der Außenanlagen auf dem Gelände des Bauhausensembles in Bernau-Waldfrieden im Rahmen des Programmes „Nationale Projekte des Städtebaus“. Der erforderliche Eigenanteil in Höhe von 600 000 Euro wird von der Stadt aufgebracht.

Danke an die Pressestelle der Stadt Bernau für diese Info