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Barnimer Straßenverkehrsbehörde für Deutschen Engagementpreis nominiert

Barnimer Straßenverkehrsbehörde für Deutschen Engagementpreis nominiert

Projekt „Mit Rücksicht für mehr Sicherheit“ mit Chance auf 10.000 Euro Preisgeld

Als Gewinner des Präventionspreises „Der Rote Ritter“ der Aktion Kinder-Unfallhilfe ist die Barnimer Straßenverkehrsbehörde nun auch für den Deutschen Engagementpreis 2017 nominiert. Das Projekt „Mit Rücksicht für mehr Sicherheit“ zur Erhöhung der Schulwegsicherheit im Landkreis erfährt damit eine weitere hochrangige Ehrung.

 

Wir wollen mit unserem Projekt Kinder mit dem System Straßenverkehr vertraut machen und ein sicheres Verhalten lehren. Das wir für unsere Arbeit so viel Aufmerksamkeit erhalten, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Marcel Kerlikofsky, Leiter der Straßenverkehrsbehörde. Das verkehrssichere Kind gebe es nicht, vielmehr könne die Sicherheit für Kinder auf ihren Verkehrswegen nur dann verbessert werden, wenn der Verkehrsraum und Verkehrsfluss kindersicherer organisiert und gestaltet würden. „Deshalb ist es wichtig, die Sicht der Kinder zur berücksichtigen, denn es reicht nicht aus, wenn man sich auf die Augenhöhe der Kinder begibt. Aus diesem Grund werden die Kinder in die Überprüfung des Schulumfeldes eingebunden“, so Kerlikofsky weiter.

 

Die Straßenverkehrsbehörde hat nun die Chance bei der feierlichen Preisverleihung des Deutschen Engagementpreises am 5. Dezember 2017 in Berlin geehrt zu werden. Auf die Gewinner der fünf Kategorien

  • Chancen schaffen,
  • Leben bewahren,
  • Generationen verbinden,
  • Grenzen überwinden und
  • Demokratie stärken

warten Preisgelder in Höhe von je 5.000 Euro. Eine Experten-Jury bestimmt die Preisträgerinnen und Preisträger dieser Kategorien. Über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis stimmen im Herbst alle Bundesbürger per Online-Voting ab.

 

Der Deutsche Engagementpreis würdigt als Dachpreis das bürgerschaftliche Engagement der Menschen in Deutschland und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Generali Deutschland AG und die Deutsche Fernsehlotterie.

 

Das Barnimer Projekt „Mit Rücksicht für mehr Sicherheit“  fördert das Bewusstsein für den sicheren Schulweg, die Einhaltung von Verkehrsregeln sowie die Reduzierung von Problemstellen. Dabei werden Schüler, Lehrer, Eltern und zuständige Behörden eingebunden. Der § 1 der Straßenverkehrsordnung bildet eine zentrale Rolle, danach erfordert die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Bisher hat die Straßenverkehrsbehörde das Projekt an 26 Schulen mit 565 Schülern im Landkreis durchgeführt. Seit dem erfolgten bauliche Anpassungen und verbesserte Verkehrsregelungen auf den Schulwegen, vor den Einrichtungen oder im Freizeitbereich (Spielplätze).

 

Dazu gehören beispielsweise:

  • Erneuerung oder Installation der Beleuchtungen an den Fußgängerüberwegen („Zebrastreifen“) im Landkreis
  • Schaffung von Fußgängerbedarfsampeln
  • Entfernung von Sichthindernissen
  • Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen (30 km/h)
  • Fahrbahnverengungen oder Aufplasterungen an Zufahrten zur Reduzierung der Geschwindigkeiten
  • Aufstellung von Dialogdisplays

 

Weitere Informationen unter: www.barnim.de/ruecksich

Quelle: kvbarnim.de

Sicherer Start in die Motorradsaison

Sicherer Start in die Motorradsaison

Barnimer Straßenverkehrsbehörde mahnt zur Rücksicht, Umsicht und Vorsicht

Für viele Motorradfahrer beginnt die neue Saison traditionell bereits im März, wenn die Sonne erstmals etwas wärmer scheint. Insbesondere an den Wochenenden wird dann wieder mit vielen Motorradfahrern auf den Straßen zu rechnen sein. „Zu Beginn der Saison ist es empfehlenswert, defensiv zu fahren“, rät Marcel Kerlikofsky, Leiter der Barnimer Straßenverkehrsbehörde. Schließlich müssten sich andere Verkehrsteilnehmer erst wieder an die „neuen“ Mitfahrer gewöhnen.

 

Im Landkreis Barnim sind die Motorradfahrenden in 71,4 Prozent der Zusammenstöße mit anderen Verkehrsteilnehmern verwickelt. In 60 Prozent dieser Unfälle ist der Motorradfahrer nicht der Hauptverursacher. Im Vergleich zu vierrädrigen Verkehrsteilnehmern ist der Zweiradfahrer einer größeren Gefahr im Verkehr ausgesetzt, und es besteht eine höhere Verletzungsgefahr. Sie können schneller übersehen werden und ihre Geschwindigkeit wird leicht unterschätzt. Zudem fehlt es dem einen oder anderen Motorradfahrer nach dem Winter nicht selten an Übung. Der Blick auf den Straßen- und Kurvenverlauf sowie die Straßenverhältnisse muss erst wieder geübt werden, denn während der Wintermonate können sich die Fahrbahnoberflächen durch den Einsatz von Streusalz, Frostschäden massiv verschlechtert haben.

 

Unfallhäufungsstrecken mit der Beteiligung von Motorrädern

  VU 2016 PS 2016 T 2016 VL 2016
UHS Nr. 643 (zw. Liepe und Oderberg 6 4 0 4
UHS Nr. 1674 (L 220 am Werbellinsee, Wildau) 2 2 0 3
UHS Nr. 1675 (L 220 am Werbellinsee) 1 0 0 0
UHS Nr. 2385 (L 291, Klosterbrücke) 5 5 0 5

(VU = Verkehrsunfälle Gesamt; PS = Personenschadensunfälle; T = Verkehrstote; VL = Verletzte)

 

Gutachten in Auftrag gegeben

Eine besonders bei Motorradfahrern beliebte Strecke im Landkreis Barnim ist die Straße zwischen Eberswalde, Liepe und Oderberg (L291/L29). Aber auch rund um den Werbellinsee sind wegen der schönen Landschaft und zahlreicher touristischer Ausflugsziele wieder viele Motorradfahrer zu erwarten. Die Verkehrsunfallkommission (VUK) hat dazu ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Anlass hierzu war das auffällige Verkehrsunfallgeschehen mit der Beteiligung von Motorradfahrenden. Ein besonderer Schwerpunkt sind die 800 Meter vom Ortsausgang Liepe in Richtung Oderberg, der Bereich ist seit dem
24. August 2011 als Unfallhäufungsstelle eingestuft. Seit 2011 waren insgesamt 31 Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern zu registrieren. Im Jahr 2016 waren dort sechs Verkehrsunfälle zu verzeichnen, wobei es in vier Fällen auch verletzte Personen gab. Ein möglicher Verkehrsversuch soll die Situation dieser Unfallhäufungsstelle weiter verbessern. In Kürze werden dort Sondermarkierungen mit Rüttelstreifen installiert. Dadurch soll die Geschwindigkeit reduziert zugleich aber auch die Aufmerksamkeit erhöht werden.

 

Eine positive Verkehrsunfallentwicklung ist indes für eine Unfallhäufungsstelle am Werbellinsee zu erkennen. Hier scheint die Maßnahmen wie etwa das Aufstellen von Kurventafeln mit neongelbem Hintergrund die Situation zu verbessern. Ergänzend dazu wurde im vergangenen Jahr auf dieser Strecke häufiger die Geschwindigkeit kontrolliert.

Behörde rät zur guten Vorbereitung

Vor der ersten Fahrt mit dem Motorrad sollte auch in diesem Jahr wieder einiges beachtet werden. Motorradfahrer müssen sich nach einer langen Winterpause erst wieder an ihre Maschine gewöhnen. Dazu zählt auch die körperliche Kondition. Denn gerade, wer im Winter keinen Sport getrieben hat, sollte den Kreislauf und die Muskulatur wieder an die Belastungen beim Motorradfahren gewöhnen. Zum anderen muss auch die Maschine wieder flott gemacht werden. Reifendruck und Bremse sowie eine Überprüfung der Füllstände sämtlicher Flüssigkeiten sind nur einige der Vorbereitungen. Nicht zu vergessen ist, dass die Schutzkleidung gecheckt werden muss. Passt die Kombi samt Zubehör noch und ist der Helm ohne Beschädigungen? Auch grundlegende Einfahrübungen sollten vor der ersten Ausfahrt gemacht werden. Es empfiehlt sich mit kleineren Runden anzufangen, um sich wieder an das Fahrgefühl zu gewöhnen und wieder mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erlangen.

 

Quelle: Pressestelle KVBarnim

Polizei

Barnimer Straßenverkehrsbehörde registrierte zahlreiche Raser

 

Aktion zum Beginn der Schulzeit mit kritischen Ergebnissen

Für viele Verkehrsteilnehmer sind der dichtere Verkehr und die zahlreichen Kinder auf Weg zur Schule vor allem in der Zeit nach den Ferien eine große Herausforderung. Um Autofahrer zu sensibilisieren, führte der Landkreis Barnim deshalb auch in diesem Jahr an besonders kritischen Punkten im gesamten Landkreis wieder Geschwindigkeitsmessungen durch. Das Ergebnis an einigen dieser Stellen ist durchaus alarmierend. „Wir haben an einigen Messpunkten leider eine deutliche Überschreitung der als unbedenklich geltenden Quoten feststellen müssen“, erklärte Marcel Kerlikofsky, Leiter der Barnimer Straßenverkehrsbehörde, die Ergebnisse.

 

Insgesamt wurden an sieben Tagen Messungen an acht verschiedenen Schulstandorten auf dem Kreisgebiet durchgeführt. Unter anderem waren Messbeamte in Oderberg, Bernau, Wandlitz, Groß Schönebeck und Grüntal aktiv. Die Übersicht ist in der Anlage beigefügt.

 

Die höchste Überschreitung beging ein Autofahrer vor der Grundschule in Groß Schönebeck mit einer Geschwindigkeit von 66 km/h bei erlaubten 30 km/h. In Oderberg überschritt fast jedes vierte Fahrzeug die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Trotz regelmäßiger Präsenz der Messbeamten in Oderberg bleibt die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße auf einem zu hohen Niveau. Die Straßenverkehrsbehörde wird daher auch weiterhin verstärkt Verkehrsmessungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der dortigen Schulwege durchführen. Angepasster fuhren Autofahrer indes in Wandlitz, Biesenthal und Werneuchen. Dort wurden deutlich weniger Überschreitungen festgestellt.

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Quelle: pressestelle kvbarnim