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Barnimer Bürger leben sicherer

Barnimer Bürger leben sicherer als im Landes- und Bundesdurschnitt

Starke Unterschiede innerhalb des Landkreises

Barnimer Bürger leben deutlich sicherer als im Landes- oder Bundesdurschnitt. Das geht aus der Statistik der Polizeiinspektion Barnim hervor, die im Rahmen der Barnimer Sicherheitskonferenz vorgestellt wurde. Allerdings gebe es innerhalb des Landkreises deutliche Unterschiede, betonte Jens Starigk, Leiter der Polizeiinspektion in seinem Vortrag. Demnach sei fast die Hälfte der rund 12 500 Straftaten in den Städten und Gemeinden am Berliner Rand aufgenommen worden. Dort bereiten vor allem Eigentumsdelikte den Beamten Kopfzerbrechen. So sei etwa die Zahl der Wohnungseinbrüche nach wie vor sehr hoch. „Die Struktur der Tätergruppen ist sehr komplex. Wir haben es hier mit internationalen Banden zu tun, deren Netzwerke bis nach Südamerika reichen“, weiß PI-Leiter Starigk zu berichten. Aus diesem Grund habe man bereits vor einiger Zeit die Soko „Villa“ gegründet.

In der Stadt Eberswalde ereigneten sich mit 10.986 Straftaten pro 100.000 Einwohner die meisten Straftaten im gesamten Landkreis. In Ahrensfelde waren es 9040 und in Bernau 7528. Der Durschnitt im Barnim liegt bei 7025 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Im Amt Britz-Chorin-Oderberg waren es indes nur

Für Barnims Landrat Bodo Ihrke sind dieses Unterschiede erklärbar. So habe Berlin Frankfurt/Main mittlerweile als Kriminalitätshauptstadt abgelöst. Diese Kriminalität strahle naturgemäß auch über die Stadtgrenzen hinaus, erklärte er. „Eberswalde indes hat mit der schlechtere soziale Lage einiger

seiner Bewohner zu kämpfen.“

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Straftaten von Flüchtlingen werden analysiert

Die hauptamtlichen Bürgermeister und Amtsdirektoren aus dem Barnim nutzten die Gelegenheit, um über die aktuellen Entwicklungen zu debattieren. Für die Straftaten, die von Zuwanderern verübt wurden, wünschen sie sich beispielsweise eine detaillierte Analyse, um Prävention und Integration verbessern zu können. Bislang sind lediglich 266 Straftaten für rund 2000 Flüchtlinge erfasst. Darin aufgelistet sind allerdings auch Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht sowie Konflikte, die innerhalb von Unterkünften und zwischen Asylbewerbern stattfinden.

Rasende Motoradfahrer sorgen für Unmut

Redebedarf gab es auch zum Verkehrsgeschehen im Barnim. Zwar gab es im vergangenen Jahr lediglich vier Tote zu beklagen und damit deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Allerdings sei die Zahl der schweren Verkehrsunfälle gestiegen. Für Unmut sorgte in diesem Zusammenhang das Verhalten zahlreicher Motorradfahrer, die während der Sommermonate Strecke etwa am Werbellinsee oder zum Schiffshebewerk als Rennstrecken benutzen. „Wir müssen schauen, wie wir die Gefährdungsstellen weiter entschärfen“, erklärte Jens Starigk und versprach, die Zusammenarbeit dazu weiter zu intensivieren und nach Lösungen zu suchen.

 

 

 

Quelle: pressestelle kvbarnim.de