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Treuetaler Barni – Otto- im Kloster selbst prägen

Bild-Otto-4Otto IV. wurde um 1238 als Sohn des Brandenburgischen Markgrafen Johanns I. und der Sophia von Dänemark geboren. Nach dem Tod des Vaters 1266 und seines Onkels Otto III, der ebenfalls Markgraf von Brandenburg war, trat Otto IV. gemeinsam mit seinen Brüdern Johann II. und Konrad I. und Erich von Brandenburg, dem späteren Bischof von Magdeburg, sowie den Söhnen Ottos III. die Regentschaft der Mark Brandenburg an. Otto IV. setzte sich durch und war der dominantere Herrscher. Er hatte das Amt bis zu seinem 1308 inne. 1280 wurde Otto IV. bei Staßfurt durch einen Pfeil getroffen, den er angeblich ein Jahr lang im Kopf herumgetragen haben soll, was seinen Beinamen begründete.

Er trat in Konflikte und Feldzüge in Böhmen gegen Rudolf v. Habsburg und 1278 gegen Pommern. 1283 schlossen sich die Seestädte unter der Führung von Lübeck mit den Herzögen von Sachsen, Bogislav von Pommern, Fürst Wizlav von Rügen, den Herren von Werle und von Mecklenburg, den Grafen von Schwerin und Dannenberg in einem Bündnis gegen Otto IV. zusammen. Daraufhin musste er 1284 im Vertrag von Vierraden mit Pommern und Rügen die Eroberungen im nördlichen Nachbarland herausgeben. Otto IV. kaufte 1291 die Mark Landsberg und 1292 die Pfalz Sachsen. 1303 erwarb er die Mark Lausitz von Diezmann von der Lausitz. Dessen Witwe wurde 1309 nach dem Tode seiner ersten Gemahlin, Hellwig, Tochter von Rudolf von Habsburg, die er 1279 heiratete, seine zweite Frau. Otto IV. hatte mit seinen Versuchen, das askanische Herrschaftsgebiet nach allen Seiten hin auszuweiten, ehrgeizige Ziele, die seine Nachfahren nicht weiter führen konnten.

Er lebte nach ritterlichen Idealen, förderte Kunst und Kultur.

In Erinnerung blieb er als Minnesänger. Sieben Lieder in oberdeutscher Mundart sind von ihm überliefert. Otto IV. war maßgeblich an der zügigen Fertigstellung des Klosters Chorin, der Gestalt des Pfortenhauses, des Westflügels und der prächtigen Westfassade beteiligt gewesen.

Der Treuetaler Barni 2016 wird sein Angesicht, der selber während der Oster- oder während der Kräuter- und Keramiktage, mit viel Schwung, an einem Nachbau einer Spindelpresse in der Klosteranlage geprägt werden kann. Der Klosterbarni ist ab Dezember auch im Klosterladen für 3 Euro/Stück erhältlich.

Quelle: Escher, Felix, „Otto IV. mit dem Pfeil“ in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 677

Eberswalde – Bürgerbudget 2016 ist vergeben

Bürgerbudget 2016 ist vergeben

 

Die Entscheidungen sind gefallen. Das Bürgerbudget 2016 ist vergeben. Einen ganzen Tag lang konnten die Eberswalderinnen und Eberswalder am 26. September 2015 für ihre Projekte abstimmen. Der Tag der Entscheidung fand in diesem Jahr erstmals von 8 bis 18 Uhr im Familiengarten Eberswalde statt. Bereits wenige Minuten nach der Öffnung des Parks kamen die ersten Bürger und nutzten die Möglichkeit, ihre Chips einzuwerfen. Über eine Zuwendung durch das Bürgerbudget 2016 können sich insgesamt 10 Initiativen freuen:

 

2015-09-27Gewinner

  • – 15.000 Euro erhält die Johanniter Rettungshundestaffel als Zuschuss für ein neues Einsatzfahrzeug (596 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 12)
  • – 15.000 Euro erhält die Kita Pusteblume für ein Riesenpuzzle (474 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 37)
  • – 15.000 Euro fließen in die Sanierung der Außenanlage des Festplatzes Tornow (423 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 60)
  • – 12.000 Euro fließen in die Erweiterung des Spielplatzes der Kita „Freie Montessorischule Barnim“ (397 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 32)
  • – 15.000 Euro fließen in die Anschaffung von Eventmöbeln, -beleuchtung und ein Zelt für die Stadt zum Verleihen (397 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr.61)
  • – 5.000 Euro fließen in neues Spielzeug und Lernmaterial für die Kita „Regenbogen“ (350 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 5)
  • – 14.000 Euro erhält der „Ostender SV“ für die Erneuerung des Trainingsgeländes (339 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 70)
  • – 5.000 Euro fließen in die Honorarstelle des BARNI-Treuetalersystems (305 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 49)
  • – 2.200 Euro gehen an die Eberswalder Schützengilde für den Erwerb einer Laseranlage 1588 e.V. (109 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 1)
  • – 2.500 Euro fließen in das Haus sozialer Integration zur Anschaffung eines Kletterturms (68 Stimmtaler gingen an den Vorschlag Nr. 55)

Insgesamt konnten die Eberswalder über 57 Vorschläge entscheiden. Von den 100.839,75 Euro wurden am Tag der Entscheidung 100.700 Euro vergeben. Die übrig gebliebenen 139,75 Euro fließen in das Bürgerbudget 2017 ein. Wie viele Eberswalderinnen und Eberswalder am 26. September 2015 ihre Stimmen in Form von fünf Talern abgegeben hatten, stand am Abend noch nicht fest. Jedoch kamen 2933 Besucher an dem sonnigen Herbsttag in den Familiengarten und verbrachten dort einen schönen Tag und nutzten die Angebote rund um den Tag der Entscheidungen. Die Zooschule war vor Ort mit einem Naturquiz, außerdem verzauberten das Zooschulteam unzählige Kindergesichter ins farbenfrohe Schmetterlinge, Vögel, Tiger oder Prinzessinnen. Das Team des Wald-Solar-Heims war vor Ort und bastelte mit den Kindern aus Kienäpfeln, Moos und vielem mehr. Die Freiwillige Feuerwehr war mit einem Löschfahrzeug vor Ort und erklärte ausgiebig, wie das Auto und die Werkzeuge funktionieren und wie der Alltag eines Feuerwehrmannes aussieht. Eberswalder Vereine präsentierten sich, darunter Lok Eberswalde, die Kanuten von Stahl Finow und die Eberswalder Warriors. „Seit 2008 gibt es in Eberswalde das Bürgerbudget. Unser Ziel ist es, so viele Eberswalderinnen und Eberswalder wie möglich zu erreichen. Ich glaube, mit dem Bürgerbudget 2016 haben wir das richtige Format gefunden“, zeigte sich Bürgermeister Friedhelm Boginski am Abend zufrieden. Er dankte vor allem den Stadtverordneten, dass sie 100.000 Euro jährlich für das besondere Instrument der Bürgerbeteiligung zur Verfügung stellen.

 

Wir danken der Pressestelle der Stadt Eberswalde