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Pflegenotstand in Deutschland

Pflegenotstand in Deutschland: Es fehlen 100.000 helfende Hände.

 

Einladung zur Veranstaltung am 16.03.2016 ab 18Uhr

in die Geschäftsstelle der LINKEN.Bernau, Berliner Str. 17 in Bernau.

 

Deutschlands Gesundheitsversorgung krankt an chronischem Personalmangel. In Deutschland fehlen insgesamt 100.000 Pflegekräfte, zudem Ärzte und technisches Personal. Martin Günther, Mitglied des Stadtvorstandes DIE LINKE.Bernau und des Landesvorstandes DIE LINKE.Brandenburg, dazu: „DIE LINKE greift das Thema auf und fordert ein entschiedenes Umsteuern der Bundesregierung. Die Kürzungspolitik spart das Gemeinwohl systematisch kaputt. Im Rahmen unserer Kampagne gegen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen organisieren wir vom 08. März bis zum 01. Mai bundesweit Aktionen und Veranstaltungen – alle sind eingeladen, mitzumachen. In Bernau starten wir am 16.03. mit einer Veranstaltung zu diesem Thema in unserer Reihe Draufsichten. Ansichten.

Einsichten mit dem Sprecher der Linksfraktion im Bundestag für Krankenhauspolitik und Gesundheitsökonomie Harald Weinberg. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.“

 

„Es gibt vom Deutschen Pflegerat eine Schätzung, dass wir ab sofort jährlich rund 2,5 Milliarden Euro zusätzlich benötigen, um die Pflege einigermaßen auskömmlich finanzieren zu können“, so Günther weiter, „damit könnten ungefähr 45 000 Pflegekräfte eingestellt werden.“

Angesichts des massiven Pflegenotstands und der oft unhaltbaren Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern sind die eingesetzten Summen geradezu lächerlich. Es ist Zeit für ein entschiedenes Gegen- und Umsteuern gegenüber der Kürzungspolitik der Bundesregierung und für eine radikale Neuordnung der Finanzen im Bund und in den Ländern – für handlungsfähige, funktionierende Kommunen und ein soziales, gerechtes und lebenswertes Land.

 

„Die Privatisierung der Gesundheits- und Pflegeversorgung macht aus kranken und pflegebedürftigen Menschen eine Ware. Die börsennotierten Privatkliniken und –pflegeheime sind nicht länger den Patienten verpflichtet, sondern den Aktionären“, kritisiert Günther. „Das macht Krankenschwestern und Altenpflegern, aus Ärztinnen und Röntgenassistenten zu Verwaltungspersonal, das statt Menschlichkeit und Sorgfalt Effizienz und Profite liefern muss.“

 

Mehr Personal für Gesundheit und Pflege: Das muss drin sein – gerade in einem reichen Land wie Deutschland, in dem das reichste ein Prozent der Bevölkerung fast ein Drittel des gesamten Privatvermögens besitzt!