Stadtwerke Bernau prüfen Gasleitungen auf Dichtheit

Zu Fuß auf Spurensuche

Stadtwerke Bernau prüfen mit Spürgeräten Gasleitungen auf Dichtheit – rund 130 Kilometer werden routinemäßig kontrolliert

 

BERNAU BEI BERLIN. Seit Montag (8. Juni) sind sie im Ortsteil Ladeburg der Stadt Bernau zu Fuß unterwegs: Der Gasspürer Jörg Kosewsky und sein Lotse Chris Kirschner von den Stadtwerken Bernau. Sie prüfen mit einem Spürgerät, ob die Gasleitungen des kommunalen Versorgers auch alle dicht sind. Chris Kirschner geht mit den Plänen entlang der Gasleitungen vorneweg, Jörg Kosewsky mit einer Sonde hinterher. „Es sind Routinekontrollen, die regelmäßig gemacht werden“, erklärt Bärbel Köhler,

Die Mitarbeiter der Stadtwerke Bernau, Jörg Kosewsky und Chris Kirschner, bei der Dichtheitsprüfung der Gasleitungen mit einer Sonde als Spürgerät.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke Bernau, Jörg Kosewsky und Chris Kirschner, bei der Dichtheitsprüfung der Gasleitungen mit einer Sonde als Spürgerät.

Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau. Die Dichtheitsprüfungen sind gesetzlich vorgeschrieben, der Turnus richtet sich nach Alter und Material der jeweiligen Leitungen. Bis Ende September will das Gasleck-Suchteam die 110 Kilometer der Mitteldruckleitungen des Unternehmens abgegangen sein; bereits geprüft hat es in diesem Frühjahr die Niederdruckleitungen der Stadtwerke Bernau im Stadtkern und im Puschkinviertel sowie die Hockdruckleitungen von Birkenhöhe bis Nibelungen und von dort bis Friedenstal. Das waren insgesamt gut 20 Kilometer. Pro Tag schaffen Jörg Kosewsky und Chris Kirschner acht bis zehn Kilometer, sofern das Wetter trocken ist. Bei Regen oder feuchter Witterung müssen sie die Kontrolle abbrechen. Da kann das Gerät kein Gas aufspüren. „Gasaustritte sind dank der regelmäßigen Wartung unserer Leitungen und der hochwertigen Materialien sehr selten“, sagt die Geschäftsführerin. Die regelmäßigen Kontrollgänge tragen zusätzlich zur Sicherheit bei.

 

Die hochsensible Sonde, die Jörg Kosewsky dabei hat, kann selbst kleinste Mengen austretenden Erdgases registrieren. „Zehn Teilchen Gas aus einer Million Teilchen Luft kann unser Schnüffelgerät herausschnuppern“, informiert die Geschäftsführerin. Der Apparat saugt die Luft am Boden über der Leitung an, untersucht sie und zeigt Jörg Kosewsky dann an, ob darin Gas enthalten ist. Der erfahrene Gasspürer ist seit fast 25 Jahren bei den Stadtwerken Bernau. Gasspüren darf nur, wer eine spezielle Ausbildung dafür hat. Alle vier Jahre muss Jörg Kosewsky die Prüfung erneut bestehen, die ihn zum Gasspüren legitimiert. Er ist je nach Leitung und Beschaffenheit der Oberflächen mit unterschiedlichen Geräten unterwegs: Die Glockensonde sieht aus wie ein Besenstiel mit einer glockenartigen Saugkappe; die Teppichsonde wie ein zweirädriger Karren mit einem fußmattenähnlichen Plastikteil dazwischen. „Orten wir irgendwo Gas, handeln wir schnell“, erläutert Bärbel Köhler, „Sicherheit ist oberstes Gebot.“ Undichtigkeiten können beispielsweise Folge sein von Korrosion oder beschädigten Isolierungen durch Bauarbeiten oder durch Bewegungen des Untergrunds.

 

Für Grundstückseigentümer, die Erdarbeiten planen, haben die Stadtwerke Bernau noch einen Hinweis: „Auch Privatleute sind verpflichtet, sich vor Beginn von Tiefbauarbeiten zu erkundigen, wo auf ihrem Grundstück Versorgungsleitungen liegen“, teilt Bärbel Köhler mit. Aktuelle Pläne kann man bei den Stadtwerken Bernau einsehen.

Telefon               03338 61390

Fax                        03338 61387

bettina.roemisch@stadtwerke-bernau.de

www.stadtwerke-bernau.de

 

Stadtwerke Bernau GmbH

Breitscheidstraße 45

16321 Bernau bei Berlin

 

Quelle: Stadtwerke Bernau

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