Stadtwerke Bernau: in Teilen Bernaus keine Fernwärme vom 26. Juni bis 3. Juli – Ersatzversorgung mit Warmwasser

Der Countdown läuft

Stadtwerke Bernau bereiten Integration der neuen Fernwärmeleitung in ihr Netz vor – keine Fernwärme vom 26. Juni bis 3. Juli – Ersatzversorgung mit Warmwasser

 

BERNAU BEI BERLIN. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Was die Stadtwerke Bernau zwischen dem 26. Juni und 3. Juli 2015 vorhaben, ist eine logistische Herausforderung. In dieser einen Woche wollen sie die erneuerte Fernwärmeleitung – die zum Teil auch unter den Bahngleisen verläuft – in ihr Fernwärmenetz einbinden. Diese ist inzwischen fertig verlegt. Für die komplexen Arbeiten der sogenannten Umbindeaktion darf kein Wasser in den Rohren fließen, die miteinander verbunden werden. Die logische Konsequenz daraus: Abschalten der Fernwärmeerzeugung. Denn über den betreffenden Leitungsabschnitt wird normalerweise fast ganz Bernau mit Fernwärme beliefert. Die Stadtwerke Bernau haben die Integration der neuen Leitung deshalb bewusst in den Sommer gelegt, da dann die Heizungen außer Betrieb sind und der Wärmebedarf wesentlich geringer ist. Für die Versorgung mit Warmwasser haben sie ein ausgeklügeltes Ersatzkonzept erarbeitet. Dieses gewährleistet, dass über 95 Prozent der betroffenen Haushalte, Gewerbebetriebe und sozialen Einrichtungen auch während der abgeschalteten Fernwärmeerzeugungsanlage warmes Wasser haben werden. „Wir werden unsere Kunden in dieser Woche mit einem Schreiben über die Details der Fernwärmeabschaltung und Ersatzversorgung informieren“, kündigt Bärbel Köhler, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau, an.

 

Warmes Wasser aus Containern

„Wir stellen an geeigneten Stellen Containeranlagen auf, über die der Grundbedarf an Fernwärme für warmes Wasser gedeckt werden kann“, erklärt die Stadtwerke-Chefin die Situation. Die Wassertemperatur könnte bei dieser Ersatzversorgung jedoch etwas niedriger sein als gewohnt – und auf ausgiebige Wannenbäder sollten Verbraucher in diesen Tagen aus Rücksicht auf andere auch verzichten. Sie bedauert, dass es technisch bedingt leider nicht möglich ist, 100 Prozent der betroffenen Verbraucher mit solchen Provisorien zu versorgen: Bewohner im Schönfelder Weg und im Gieses Plan werden eine Woche kein warmes Wasser haben. Bärbel Köhler bittet um Verständnis. „Unsere Mitarbeiter werden so zügig wie möglich arbeiten, um die Einschränkungen für unsere Kunden zu minimieren. Vielleicht gelingt es uns ja sogar, den angesetzten Zeitraum etwas zu verkürzen“, betont die Geschäftsführerin.

Die Stadtwerke Bernau haben im Vorfeld vor allem die Versorgung sensibler Einrichtungen wie Krankenhäuser sorgfältig analysiert und mit diesen Kunden Vereinbarungen getroffen. So wird das Krankenhaus beispielsweise auf Eigenversorgung umschalten, warmes Wasser wird in gewohnter Wärme und Menge verfügbar sein. Auch im Sportforum mit Schwimmbad wird es zu keiner Beeinträchtigung kommen.

Versorgungssicherheit hat Vorrang

Die Erneuerung der Fernwärmeleitungen in der Nähe des Bahndamms war notwendig, weil die bestehenden in diesem Abschnitt Korrosionsschäden aufwiesen. Das ist bei einer Routinekontrolle im vergangenen Jahr festgestellt worden. „Wir investieren rund 1,6 Millionen Euro in die aktuelle Baumaßnahme“, informiert Bärbel Köhler und fügt an: „Der Austausch der angegriffenen Rohre sichert unseren Kunden langfristig eine zuverlässige Versorgung, was uns sehr wichtig ist.“ Nur durch kontinuierliche Investitionen in die Netze könne eine so hohe Versorgungsqualität wie in Bernau gewährleistet werden. Die Unterquerung des Bahndamms ist im November 2014 in einer spektakulären Wochenendaktion mit rund 52 Stunden Dauereinsatz vorbereitet worden: Damals wurden die Bahngleise auf einer Länge von 25 Metern entfernt. Dort wurde eine Grube ausgehoben, in die Leerrohre mit 1 Meter Durchmesser verlegt und anschließend in Beton gegossen wurden. Durch diese Leerrohre sind inzwischen Fernwärmeleitungen gezogen worden.

Quelle: Stadtwerke Bernau

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