Stadtwerke Bernau halten Energiepreise stabil

Bei Strom werden Mehrkosten an staatlichen Lasten durch günstigere Beschaffung und höhere Effizienz beim Netzbetrieb ausgeglichen – auch die Gaspreise bleiben stabil

 

BERNAU BEI BERLIN. Jetzt ist es raus: Die Stadtwerke Bernau lassen sowohl ihre Strom- als auch ihre Gaspreise zum Jahreswechsel unverändert. Das dürfte Kunden freuen. Denn die staatlichen Umlagen und Abgaben zur Finanzierung der Energiewende, die im Strompreis enthalten sind, steigen in Summe ab dem 1. Januar 2016 um 0,60 Cent pro Kilowattstunde an. Von Vorteil ist zudem, dass die Netzentgelte für die Stadtwerke Bernau stabil bleiben – für Gas wie für Strom. In vielen anderen Regionen Deutschlands steigen sie dagegen an. „Bei Strom haben wir die Mehrkosten für die höheren staatlich bedingten Preisbestandteile durch einen günstigeren Energieeinkauf ausgleichen können“, informiert Bärbel Köhler, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau, und fügt an: „Unsere Einkäufer haben die Möglichkeiten am Beschaffungsmarkt optimal genutzt.“ Positiv auf die Preisentwicklung für Strom und Gas bei den Stadtwerken Bernau wirken sich auch Investitionen in die Effizienz der Netze aus. Dass sie ihren Kunden stabile Preise für das gesamte Kalenderjahr 2016 bieten kann, freut die Stadtwerke-Chefin: „Von den Vorteilen, die wir erwirtschaften, profitieren unsere Kunden immer direkt.“ Die Stadtwerke Bernau zählen nach wir vor zu den preisgünstigen Stromanbietern in Bernau und Region. Auch die Preise für Gas sind bei den Stadtwerken Bernau weiterhin vergleichsweise günstig. Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern haben sie ihre Gaspreise in den vergangenen zwei Jahren um  0,6 Cent brutto gesenkt.

 

Stadtwerke müssen Steuern und Abgaben ohne Umweg abführen 

Vom Strompreis, den Haushaltskunden bezahlen, entfallen heute bereits rund 52 Prozent auf staatlich veranlasste Umlagen und Abgaben zur Finanzierung der Energiewende sowie auf Steuern. Diese muss der Energielieferant mit dem Strompreis erheben und an den Staat abführen. Rund 23 Prozent machen durchschnittlich die Netzentgelte aus, wobei es hier regionale Unterschiede gibt. Diese Unterschiede sind bedingt durch die Kosten für den Netzausbau, der vor allem aus dem Zubau an Anlagen zur Erzeugung von Sonnen- und Windstrom resultiert. „Das restliche Viertel des Strompreises können wir als Energieversorger bedingt beeinflussen; das sind die Kosten für Beschaffung und Vertrieb“, erklärt Bärbel Köhler. Die Zusammensetzung des Strompreises hat sich in den vergangenen 17 Jahren – also seit der Liberalisierung des Strommarktes – komplett verändert: Während die Kosten für Strombeschaffung, Vertrieb und Kundenservice in diesem Zeitraum lediglich um 6 Prozent gestiegen sind, haben sich die staatlich veranlassten Steuern, Abgaben und Umlagen zur Finanzierung der Energiewende um mehr als das Dreieinhalbfache erhöht. Insgesamt ist der Strom heute um etwa zwei Drittel teurer als 1998.

 

Energiewende nutzt Klima und Region

„Strom aus erneuerbaren Quellen dient dem Klimaschutz, die wichtigste Voraussetzung für unsere künftige Lebensqualität“, betont Bärbel Köhler und fügt an: „Wir setzen uns für eine wirksame Energiewende ein, von der Bernau und die Region langfristig etwas davon haben.“ Die Stadtwerke Bernau sind beispielsweise Partner für Betreiber von Photovoltaikanlagen in ihrem Netzgebiet. „Neben der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen spielt die Steigerung der Energieeffizienz eine wichtige Rolle für die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes“, ist Bärbel Köhler überzeugt. Die Stadtwerke Bernau haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 mindestens 30 Tonnen Kohlendioxid jährlich einzusparen. Der Weg dorthin: ein Energiesparprogramm für sich selbst und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien.

 

Pressemitteilung der Stadtwerke Bernau

Weitere Beiträge:

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.