Renaturierung der Panke wird fortgesetzt

Renaturierung der Panke wird fortgesetzt

 

Die Panke ist das größte und wichtigste Fließgewässer in Bernau und Panketal. Sie hat ihre Quelle im Pankeborn nördlich von Bernau und mündet nach 27 km in Berlin in den Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts war die Panke fischreich und lud zum Baden ein. Mit der zunehmenden Besiedlung und Industrialisierung des Berliner Nordens wurde aus dem munteren Bächlein jedoch die „Stinke-Panke“. Zuletzt wurde die Panke im Jahr 1984 für die zunehmenden Abflüsse aus Industrie und Regenentwässerung begradigt und ausgebaut.

Foto mit freundlicher Genehmigung vom Bernauer Altstadtkurier

Im Jahr 2009 begannen Untersuchungen und Planungen zur Renaturierung der Panke. Im Rahmen von Beteiligungswerkstätten wurden die Ergebnisse vorgestellt und diese mit interessierten Anliegern und Bürgern diskutiert. Die Anregungen und Hinweise wurden bei der weiteren Planung berücksichtigt. Im Herbst 2016 konnte die Panke an der Dransemündung in Zepernick bereits renaturiert werden.

Nach Abschluss der Planungen und Vorliegen aller Genehmigungen, beginnen in der kommenden Woche die Bauarbeiten zur Renaturierung von zwei Abschnitten der Panke in Bernau. An der Hesselwiese, die sich am Usedom-Radweg zwischen Schwanebecker Chaussee und der Kleingartenanlage „Neue Gärten“ befindet sowie im Abschnitt zwischen Teufelspfuhl und Börnicker Chaussee werden sogenannte Sekundärauen hergestellt. Dabei werden die Gewässerränder auf einer Breite von 20 bis 30 m so weit abgeflacht, dass die Panke in diesem Abschnitt bei höheren Abflüssen über die Ufer treten kann, ohne die angrenzenden Nutzflächen zu vernässen. Diese künstliche Aue kann bei Starkniederschlägen auch mehr Wasser speichern und so die Hochwassergefahr in der Panke reduzieren. Innerhalb der künstlichen Aue wird die heute noch begradigte Panke wieder mäandierend verlaufen und kann sich zu naturnahen Gewässerabschnitten entwickeln.

Der Bodenaushub wird an der Hesselwiese sofort abgefahren, was zeitweise zu Verkehrseinschränkungen auf dem Usedom-Radweg führen wird. Am Teufelsfpuhl wird der Erdaushub dagegen zunächst auf den östlich angrenzenden Flächen zwischengelagert und von dort später abgefahren. Nach Fertigstellung der Erdarbeiten erhalten die neugeschaffenen Auen eine Initialpflanzung mit heimischen Bäumen und Sträuchern.

Die mit EU-, Bundes- und Landesmitteln finanzierten Bauarbeiten werden bis zum Jahresende abgeschlossen.

 

Weitere Unterlagen finden Sie auf der hompage des Wasser- und Bodenverbandes „Finowfließ“ unter www.wbv-finow.de (Projekte/GEK Panke/Hesselwiese und Teufelspfuhl).

 

 

 

 

 

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