Radzählungen für Nutzungskonzept Fahrräder

Rad fahren unter Alkohol

„Männertag“ ist gut und schön, macht Spaß,

Denkt aber bitte daran das Rad fahren unter Alkohol  ernste Konsequenzen haben kann

Medizinisch-psychologische Untersuchung und Strafverfahren drohen

Das Fahrrad ist am Herrentag ein allseits beliebtes Fortbewegungsmittel. Die Konsequenzen werden beim Fahren unter Alkoholeinfluss jedoch gerne ausgeblendet. Denn: Wer betrunken mit dem Rad unterwegs ist, muss mit unangenehmen Folgen rechnen. Der Straftatbestand einer Trunkenheitsfahrt gemäß § 316 Strafgesetzbuch (StGB) kann nämlich nicht nur mit Kraftfahrzeugen, sondern grundsätzlich auch mit fahrerlaubnisfreien Fahrzeugen (Fahrräder, Mofas, Pferdefuhrwerke u.a.) begangen werden. Und zwar immer dann, wenn das Fahrzeug offensichtlich nicht mehr sicher geführt werden kann.

„Im Jahr 2014 ereigneten sich in Deutschland 13011 Unfälle mit Personenschaden, bei denen Alkohol die Ursache war. Im Landkreis Barim forderte das Fahren unter Alkoholeinfluss im vergangenen Jahr drei Todesopfer“, unterstreicht Marcel Kerlikofsky, Leiter der Barnimer Kfz-Zulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde, wie wichtig das Thema ist. Auch bei Radfahrern gehe man beim Erreichen des Wertes von
1,6 Promille Blutalkoholkonzentration von einer absoluten Fahruntüchtigkeit und einer strafwürdigen Gefährdung des Straßenverkehrs aus. „Dies ist unabhängig davon, ob jemand im Besitz einer Fahrerlaubnis ist oder nicht“, so Kerlikofsky weiter.

Die Konsequenzen können teuer werden. Ein Strafverfahren endet meist mit einer hohen Geldstrafe für den Beschuldigten. Zudem kann die Fahrerlaubnisbehörde bei Fahrradfahrern, die erheblich alkoholisiert im Straßenverkehr unterwegs sind, die sogenannte medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hängt es dann ab, ob dem Inhaber einer Fahrerlaubnis der Führerschein entzogen und auch das Führen fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge verboten wird oder nicht.

Ebenso verhält es sich für Nichtinhaber einer Fahrerlaubnis. Diesem kann gleichfalls bei festgestellter Nichteignung das Führen fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge verboten werden.

 

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