Fahrradtour Foto: Lutz Weigelt

Rad fahren unter Alkohol

Rad fahren unter Alkohol kann ernste Konsequenzen haben
Führerscheinstelle des Landkreises Barnim wirbt für verantwortungsbewusstes Handeln an Herrentag Ausgelassen feiernde Männer mit blumengeschmückten Fahrrädern gehören an Herrentag vielfach zum Straßenbild. Doch was meistens als fröhlicher, ausgelassener Ausflug beginnt, hat mit steigendem Alkoholpegel nicht selten ernste Konsequenzen. Denn, was viele nicht wissen: Wer betrunken mit dem Fahrrad fährt, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Die Fahrerlaubnisbehörde des Landkreises Barnim weist deshalb auch in diesem Jahr wieder darauf hin, was es zu beachten gilt. „Leider ist es auch bei nicht
wenigen Barnimer üblich, an Herrentag Trinken und Rad fahren miteinander zu verbinden“, weiß Marcel Kerlikofsky, Leiter der Fahrerlaubnisbehörde, zu berichten. Dadurch würden aber auch immer wieder Unbeteiligte gefährdet.

Fahrradtour Foto: Lutz Weigelt

Fahrradtour Foto: Lutz Weigelt

Kerlikofsky weist deshalb noch einmal auf die strafrechtlichen Konsequenzen hin. „Eine Trunkenheitsfahrt gemäß § 316 Strafgesetzbuch (StGB) kann nicht nur mit dem Auto, sondern auch mit einem fahrerlaubnisfreien Fahrzeug, also auch Fahrräder, Mofas, Krankenfahrstühle, Pferdefuhrgewerke, begangen werden“, erklärt er. „Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille geht man von einer absoluten Fahruntüchtigkeit und einer strafwürdigen Gefährdung des Straßenverkehrs aus.“
Sobald der Fahrradfahrer verkehrsauffällig geworden ist, kann aber auch die für Kraftfahrzeuge geltende Grenze von 0,5 Promille für Radfahrer herangezogen werden. Hierbei handelt es sich bereits um
eine Ordnungswidrigkeit. Hat dieser sogar einen Unfall verursacht, so kann auch die 0,3 Promillegrenze ausschlaggebend sein. Verwaltungsrechtliche Konsequenzen Erreicht der Rad fahrende Verkehrsteilnehmer eine Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille, wird zunächst eine medizinisch-psychologische Untersuchung durch die Fahrerlaubnisbehörde angeordnet. Gelingt es dem
Verkehrsteilnehmer dann nicht, innerhalb der festgesetzten Frist ein Gutachten vorzulegen, das seine Fahreignung bestätigt, wird der Führerschein eingezogen.
Aber auch ohne Fahrerlaubnis gibt es Konsequenzen. Denn ein Verbot zum Führen fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge wird in jedem Fall ausgesprochen. Dabei ist es sogar unerheblich, ob man erstmaligals Führer eines fahrerlaubnisfreien Fahrzeuges negativ in Erscheinung getreten ist.

 

Wir danken gez. Oliver Köhler von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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