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Oumar Sylla verlängert

Oumar Sylla verlängert beim SSV Lok Bernau
Mit Oumar Sylla bleibt ein weiterer Leistungsträger bei den Basketballern des SSV Lok Bernau an Bord. Nach Jonas Böhm ist Sylla der zweite Spieler, der dem Verein eine feste Zusage für die nächste Saison2015-06-08-Foto_R_Steinicke-OularSylla_Lok-CB gegeben hat.

Die Zusage von Oumar Sylla sorgte nicht nur bei den Verantwortlichen des SSV für Freude, auch bei den Bernauer Fans dürfte die Nachricht für gute Stimmung sorgen. Der 30-jährige Malinese, der mit seiner Frau in Berlin lebt, bleibt den Lok-Korbjägern für eine weitere Saison erhalten. Der Verein kann damit einen wichtigen Leistungsträger der Vorsaison halten. Der 2,02m große Flügelspieler kam vor zwei Jahren im Sommer aus Konstanz (ProB) nach Bernau. Nach seiner Schulterverletzung vor einem Jahr, kämpfte er sich in der Sommerpause wieder zurück. In der abgelaufenen Saison verpasste Oumar Sylla kein einziges Spiel. Hinter Pierre Bland war er mit 12 Punkten pro Spiel zweitbester Scorer der Lok. Dazu kamen noch knapp fünf Rebounds. „Ich habe den Verein und die Fans in mein Herz geschlossen. Der Verein und das Umfeld sind sehr professionell aufgestellt. Dazu hat uns ein ganz besonderer Teamgeist durch die letzte Saison getragen. Ich freue mich darauf, wieder dabei zu sein. Lasst uns noch einmal zusammen angreifen mit neuer Energie, Intensität und auch Spaß“, kommentierte Sylla seine Zusage. Neben seinem Engagement als Spieler in der Regionalliga ist Oumar Sylla auch als Nachwuchstrainer im Verein aktiv. Lok-Headcoach René Schilling ist voll des Lobes über seinen Spieler. „Oumar hilft uns nicht nur mit seiner physischen Präsenz auf dem Feld. Er verfügt auch über eine hohe Basketball-Intelligenz. Er war letzte Saison ein wichtiger Teil unseres Erfolges und wird das auch in diesem Jahr wieder sein. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat Oumar in Bernau zu halten“, so Schilling.

Mit Oumar Sylla steht ein wahres Glückskind mit bewegter Geschichte im Lok-Kader. Er wurde am 11. November 1984 im bitterarmen Mali geboren, wuchs in der Hauptstadt Bamako auf. Mit zehn Jahren begann Oumar, barfuss auf den Straßen der westafrikanischen Metropole Basketball zu spielen. Er schloss sich einem der wenigen Basketballvereine, die es dort gibt, an und „musste jeden Tag 45 Minuten zum Training laufen und danach wieder zurück“, erinnert sich Sylla. Zwei Jahre später wanderte er mit seinem Vater nach Frankreich aus und freundete sich während eines Basketballcamps in den Sommerferien mit einem Jungen aus den USA an und erzählte ihm von seinem Leben in Mali. Was danach folgte, erinnert entweder an einen Traum oder einen Hollywood-Film. Die amerikanische Familie entschloss sich kurzerhand, Oumar Sylla mit in die USA zu nehmen und ihn quasi zu adoptieren. „Ich wohnte auf einmal in einem Haus mit Pool und Meerblick in Long Island. Es gab einen Chauffeur und eine eigene Basketballhalle“. Dennoch plagte ihn Heimweh. „Es war ein Kulturschock für mich. Ich war dort allein und wollte nur weg“, gesteht Oumar Sylla.
Trotzdem bis er sich bis zum Ende durch und freundete sich mit seinem Leben in den USA an. Er ging auf ein College und studierte erfolgreich Kommunikationswissenschaften und Französisch. Und natürlich spielte er dort auch Basketball für die Richmond University. 2007 startete er dann seine professionelle Basketballkarriere und spielt als 22-jähriger zunächst im Kosovo beim Erstligisten Bashkimi Prizren. Nach einer Saison ging er zu seiner heutigen Frau nach Deutschland und stand in Friedrichshafen, Berlin und Konstanz auf dem Parkett. Seit 2013 trägt Sylla in Bernau das gelbe Lok-Trikot mit seiner Rückennummer 32.

Wir danken Ricardo Steinicke für Text und Foto

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