Lok zittert sich zum Sieg über ALBA Berlin 77:74

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SangoNiang_ALBA-Lok Foto: Ricardo Steinicke

Lok zittert sich zum Sieg über ALBA Berlin
Der SSV Lok Bernau bleibt in der 1. Regionalliga Nord ungeschlagen. Am Samstag holten die Bernauer beim Nachwuchs von ALBA Berlin einen knappen 77:74 (43:43) Auswärtssieg. In einem jederzeit umkämpften Spiel gab der SSV eine 18 Punkte Führung aus der Hand und machte die Schlussphase unnötig spannend. Oumar Sylla und Sango Niang waren mit jeweils 14 Punkten die besten Werfer beim SSV.

Da musste nach der Schlusssirene nicht nur Lok-Headcoach René Schilling ganz tief durchatmen. Auch die zahlreich in die Max-Schmeling-Halle gepilgerten Bernauer Fans sahen eine Schlussphase ihrer Mannschaft, die nichts für schwache Nerven war. Auch dieses Berlin-Brandenburg-Derby wurde wieder zu einem umkämpften Spiel, in dem die Bernauer zunächst den besseren Start erwischten. Nico Adamczak und Oumar Sylla sorgten anfangs fast im Alleingang für die wachsende Bernauer Führung. Sango Niang schraubte laut umjubelt das Punktepolster auf 24:10 (8. Minute). Dann schreckten die jungen Albatrosse auf. Tim Schneider mit acht Zählern am Stück, sowie Lukas Herwig und Moses Pölking glichen das Spiel innerhalb von zwei Minuten aus. Die Bernauer Schockstarre in der Offensive hielt dann auch im zweiten Viertel fast fünf Minuten lang an. Berlin ging mit einem viertelübergreifenden 17:0-Lauf in Führung (26:32, 14. Minute). Der ungeschlagene Tabellenführer biss sich aber zurück in die Partie und konnte das Spiel bis zur Halbzeit wieder ausgleichen.
Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch mit vielen Chancen, aber wenigen Punkten. Erst ab Mitte des dritten Viertels konnte sich die Lok dank einer starken Freiwurfquote auf elf Punkte absetzen (61:50, 30. Minute). In dieser Phase legten die Bernauer Korbjäger einen 15:0-Lauf auf das Parkett. Die Gäste kontrollierten das Spiel und schienen den Sieg sicher zu haben (72:57, 36. Minute). Allerdings hatte der SSV die Rechnung ohne den Kampfgeist der jungen Berliner Talente gemacht. ALBA wollte seine Siegesserie nicht ohne Gegenwehr abschenken. Acht Sekunden vor Schluss verkürzte Ferdinand Zylka für ALBA auf 75:74. Berlin foulte direkt und schickte Sebastian Fülle an die Freiwurflinie, der seine Würfe sicher verwandelte. Bernau war wieder mit drei Punkten vorn. Der Dreierversuch von Zylka in den letzten sieben Sekunden fand sein Ziel nicht mehr. Mit 77:74 zitterte sich der SSV Lok Bernau zum Auswärtssieg. „Ich bin froh, dass wir das Spiel noch über die Zeit gebracht haben. Am Ende hatten wir heute das Glück auf unserer Seite“, resümierte der Bernauer Trainer nach der Partie. „Wir hatten das Spiel gut kontrolliert und gaben das Zepter dann am Ende fast noch aus der Hand. Berlin kam zweimal ganz stark zurück in das Spiel und hat unsere Fehler ausgenutzt. In der Analyse werden wir viele Hausaufgaben für die nächsten Wochen finden“, sagte Schilling.
Die Siegesserie des Tabellenführers in der 1. Regionalliga Nord hält damit auch weiter. Die Bernauer haben nunmehr 15 Siege auf ihrem Konto und sind nach wie vor ungeschlagen. Bereits am nächsten Wochenende sind die Lok-Basketballer wieder im Derby-Fieber. Mit dem BBC Cottbus gastiert einer von zwei Brandenburg-Rivalen in der Hussitenstadt. Das erste Heimspiel im Jahr 2016 findet am Sonntag statt. Spielbeginn ist dann um 16.00 Uhr.
Viertelstände: 26:24, 43:43, 61:50, 77:74
SSV Lok Bernau: Oumar Sylla (14 Punkte), Sango Niang (14), Pierre Bland (13), Nico Adamczak (13), Friedrich Lotze (12), Sebastian Fülle (7), Nino Valentic (4), Felix Schekauski (0), Alexander Rosenthal (0), Jonas Böhm (dnp)
ALBA Berlin: Ferdinand Zylka (20), Tim Schneider (20), Jannes Hundt (10), Robert Glöckner (8), Aleksandar Dimitrijevic (4), Moses Pölking (4), Lukas Herwig (4), Benedikt Turudic (2), Rijad Avdic (2), Marko Krstanovic (0), Badu Buck (dnp), Jacob Knauf (dnp)

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