Lok gewinnt Basketball-Krimi bei BSW Sixers

Lok gewinnt Basketball-Krimi bei BSW Sixers

Der SSV Lok Bernau nimmt auch die letzte Auswärtshürde in diesem Jahr und bleibt in der 1. Regionalliga Nord ungeschlagen. Die Bernauer Basketballer setzten sich gegen die BSW Sixers am Ende mit 86:80 (38:37) durch. Pierre Bland war mit 22 Punkten bester Werfer der Lok.

 

Nicht nur für die mitgereisten Fans aus Bernau, auch für die Fans der BSW Sixers war das Spitzenspiel am Samstag bis zum Schluss eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Dass die Mannschaft von Lok-Headcoach René Schilling in Sandersdorf kein Spaziergang erwartet, war bereits im Vorfeld klar. Neben dem verletzungsbedingten Ausfall von Jonas Böhm, fehlte aus beruflichen Gründen auch Nino Valentic. Die Lok ging also im Hexenkessel der Sixers nur mit neun Mann ins Rennen, während die Hausherren in voller Besetzung aufliefen. Nach einem ausgeglichenen Abtasten im ersten Viertel, setzten sich die Bernauer nach Punkten von Pierre Bland und einem Dreier von Sebastian Fülle erstmals ab (13:6, 6. Minute). Die knappe Führung hielt bis ins zweite Viertel, allerdings sammelten Oumar Sylla und Friedrich Lotze auf den dünn besetzten großen Positionen bis hierhin jeweils zwei persönliche Fouls. Beide Teams zeigten eine aggressive Verteidigung und schenkten sich auf dem Feld nichts. Die Sixers kämpften sich heran und gingen nach einem Dreier von Robertas Bitinas fünf Minuten vor der Halbzeit 27:25 in Führung. Entsprechend laut wurde die Halle und peitschte das BSW-Team nach vorne. Mit drei Dreiern bremste Alexander 2015-12-07-Ricardo SteinickeRosenthal die Hausherren aus und hielt das Spiel offen. Rosenthal war mit sechs Treffern vom Halbkreis erfolgreichster Distanzschütze auf dem Feld und kam am Ende auf 20 Punkte. Mit einem knappen 38:37-Vorsprung für die Bernauer ging es in die Halbzeitpause.

 

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen. Beide Mannschaften packten in der Defensive noch beherzter zu und unterbanden die gegnerischen Angriffe immer wieder mit Fouls. Nachdem die Lok sich in der 26. Minute nach einem Dreier von Pierre Bland wieder in Führung geschossen hatte, verloren die Gastgeber auf dem Feld ihren roten Faden. Der Sandersdorfer Roland Winterstein kassierte in dieser hektischen Phase sein fünftes Foul und musste auf der Bank Platz nehmen. Mit einem 9:0-Lauf setzte sich der SSV dann wieder ab (56:48) und schraubte die Führung vor dem Schlussviertel auf 62:51 hoch. Und auch die letzten zehn Minuten des Spiels blieben hektisch mit vielen Fouls und ohne richtigen Spielfluss. Beide Teams sammelten mühsam Punkte. Die Bernauer kamen nun durch vergebene Chancen der Hausherren an Rebounds und suchten über Schnellangriffe den Weg zum Korb. Nachdem Sixers-Trainer Tino Stumpf nach seinem zweiten technischen Fouls die Halle verlassen musste, nutzten die Bernauer die Verunsicherung der Hausherren und gingen mit 13 Punkten in Führung (71:58, 36. Minute). Trotzdem fanden die Sachsen-Anhalter noch einmal ins Spiel und verkürzten durch taktische Fouls in der Schlussphase auf 82:80. Die Sixers hatten durch Freiwürfe sogar noch die Chance auf den Ausgleich. Jaroslav Tyrna vergab aber 15 Sekunden vor dem Ende beide Freiwürfe. Sebastian Fülle und Pierre Bland machte den elften Saisonsieg der Bernauer mit Freiwürfen auf der anderen Seite klar und bescherten Mannschaftskapitän Felix Schekauski ein hart erarbeitetes Geburtstagsgeschenk. Der SSV Lok Bernau behält nach dem 86:80 Sieg seine weiße Weste. „Ich bin mit der Leistung heute sehr zufrieden“, konstatierte ein glücklicher Bernauer Headcoach nach dem Schlusspfiff und dem Freudentaumel seiner Mannschaft. „Wir haben heute sehr viel investieren müssen und haben unsere Marschroute gut umgesetzt. Der Schlüssel zum Erfolg lag heute beim Rebound, wo wir als Mannschaft sehr gut agiert haben. Ich bin sehr glücklich“, lobte er seine Schützlinge.

 

An den kommenden beiden Adventswochenenden warten die Bernauer Basketballer mit einem Heimspiel-Doppelpack auf. An diesem Samstag gastiert mit dem SC Rasta Vechta ein starker Aufsteiger in die Hussitenstadt. Die zweite Mannschaft von ProA-Ligist Vechta hat bereits für einige Überraschungen gesorgt. Das Heimspiel beginnt am Samstag zur gewohnten Zeit um 19.00 Uhr in der Erich-Wünsch-Halle (Heinersdorfer Straße).

 

Viertelstände: 19:15, 38:37, 62:61, 86:80

 

SSV Lok Bernau: Pierre Bland (22 Punkte), Alexander Rosenthal (20), Sebastian Fülle (15), Friedrich Lotze (8), Sango Niang (7), Oumar Sylla (6), Felix Schekauski (4), Nico Adamczak (4), Thiemo Williams (0)

 

BSW Sixers: Jaroslav Tyrna (15), Douglass Bennett (11), Filip Bundovic (10), Sandro Kordis (10), Robertas Bitinas (9), Robert Zinn (9), Adam Touray (8), Roland Winterstein (3), Georg Dölle (3), Jörg Soyk (2), Sören Fritze (0), Yannick Hennelotter (0)

 

 

wir danken Ricardo Steinbicke für Text und Bild

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