Lok erklimmt in Aschersleben Tabellenplatz Zwei

Nach einer starken Mannschaftsleistung siegte der SSV Lok Bernau am Samstag im Topspiel bei den BG Aschersleben Tigers mit 94:77 (46:41). Die Bernauer sicherten sich damit auch den direkten Vergleich und rücken in der Tabelle der 1. Regionalliga auf den zweiten Platz vor. Beim SSV ragte Pierre Bland mit 21 Punkten und sieben Rebounds heraus.

 

Foto: Ricardo Steinicke

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Die Freude bei den Lok-Spielern kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenze. In einem hochklassigen Spitzenspiel zeigte der SSV Lok Bernau die wohl beste Saisonleistung und erkämpfte sich in Aschersleben einen verdienten Auswärtssieg. Während Lok-Headcoach René Schilling auf seine komplette Mannschaft setzen konnte, musste Gastgeber Aschersleben auf Routinier und Mannschaftskapitän Sebastian Harke verzichten, der sich während der Woche eine Außenbandverletzung zuzog und den Sachsen-Anhaltinern mehrere Wochen fehlen wird. Die beiden punktgleichen Mannschaften kamen hellwach ins Spiel. Bereits im Vorfeld stand fest, dass sich der Sieger des Topspiels den zweiten Tabellenplatz sichert und alleiniger Verfolger von Ligaprimus Wolfenbüttel wird. Karl Democh erzielte von der Freiwurflinie vor 600 Zuschauern im Ballhaus Aschersleben die ersten Punkte für die

Foto R-Steinicke PierreBland_ASL-Lok

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Tigers. Im direkten Gegenzug netzte Felix Schekauski den ersten Dreier des Spiels ein. Das war der erste und auch einzige Führungswechsel des Spiels. Rückkehrer Julius Zurna, der bereits vor der Halle von den Tigers-Fans herzlich empfangen wurde, legte mit einem Dreipunktspiel für die Lok nach. Die Bernauer zeigten in der Defensive wie zuletzt wieder eine starke Mannschaftsleistung und ließen die gute Offensive der Gastgeber nur selten zur vollen Entfaltung kommen. Nach einem Buzzer-Dreier mit der Schlusssirene von Friedrich Lotze rollte die Lok mit einem sieben Punkte Polster ins zweite Viertel, wo die Schützlinge von René Schilling die Führung weiter behaupteten. (27:20, 10. Minute). Aschersleben bäumte sich immer wieder auf und verkürzte auch den Rückstand. Bernau fand aber stets die passende Antwort. Der Lok-Vorsprung pendelte zwischen zwei und zehn Punkten, so dass es auf keinen Fall ein Spiel für schwache Nerven war. US-Tiger Andrew Jones verkürzte vor der Pause per Dreier zum Halbzeitstand von 46:41 für die Lok.

 

Auch dem Seitenwechsel war es ein offenes Spiel, in dem die Bernauer Gäste die Kontrolle behielten. Jedem Zwischenspurt der Ascherslebener folgten auch Bernauer Punkte. Gut zwei Minuten vor Schluss läutete Felix Schekauski per Dreier die entscheidende Phase des Spiels ein (82:69, 37. Minute). Die Führung wuchs erstmals auf mehr als zehn Punkte. Nach einer Auszeit von Tigers-Trainer Michael Opitz ergriffen die Ascherslebener die letzte Möglichkeit, das Spiel noch zu drehen. Mit taktischen Fouls schickten sie die Bernauer konsequent an die Freiwurflinie. Hier zeigten Pierre Bland, Julius Zurna, Felix Schekauski und Alexander Rosenthal allerdings keine Nerven und schraubten die Führung uneinholbar nach oben. Die letzten Punkte des Spiels von Pierre Bland besiegelten den 94:77-Auswärtssieg der Lok und sorgten für einen ausgelassenen Freudentaumel. Headcoach René Schilling zeigte sich erleichtert und glücklich. „Ich bin unendlich stolz auf meine Mannschaft und die gezeigte Leistung“, so Schilling. „Das Ergebnis ist am Ende aber etwas zu hoch ausgefallen und spiegelt dieses hochklassige Spiel nicht wirklich wieder. Wir werden den Moment aber jetzt genießen und den Blick dann nach vorn richten und uns auf die nächste Aufgabe vorbereiten.“

 

Am kommenden Wochenende empfängt der SSV Lok Bernau in eigener Halle die Hannover Korbjäger, die mit ausgeglichener Bilanz momentan auf dem sechsten Tabellenplatz stehen. Das Lok-Heimspiel beginnt zu gewohnter Zeit am Samstag um 19.00 Uhr in der Sporthalle Heinersdorfer Straße.

 

Viertelstände: 20:27, 41:46, 58:67, 77:94

 

SSV Lok Bernau: Pierre Bland (21 Punkte), Felix Schekauski (17), Julius Zurna (15), Dominique Klein (10), Alexander Rosenthal (10), Friedrich Lotze (9), Jonas Böhm (6), Oumar Sylla (6), Thomas Krausche (0), Thiemo Williams (0), Benito Barreras (dnp)

 

BG Aschersleben Tigers: Andrew Jones (18 Punkte), Karl Democh (14), Ljubisa Markovic (12), Michael Canty (11), Ole Alsen (8), Mads Rasmussen (7), Angelo Görsch (3), Lachezar Karadhov (2), Pascal Wolfram (2), Yuliy Arabadzhiyski (0)

 

 

Wir danken Ricardo Steinicke für Text und Foto

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