HSV Bernauer Bären : SV Jahn Bad Freienwalde

HSV Bernauer Bären : SV Jahn Bad Freienwalde

29 : 13;   (9 : 7)

 

Die Handballer des HSV Bernauer Bären hatten am Sonntag die Reserve aus Freienwalde zu Gast. Alle Vorzeichen standen eindeutig auf Sieg für die Gastgeber. Zum einen ist da der wichtige Heimvorteil und zum anderen die derzeitige Tabellensituation.

Bernau, in der Tabellenmitte mit 8:4 Punkten platziert, während die Freienwalder, bisher ohne Sieg und ohne Remis, im Moment im Tabellenkeller stehen.

Also eine klare Sache für die Heimmannschaft?

Nein, zumindest in der 1. Halbzeit, man erkennt es deutlich am Pausenstand, hielten die Gäste gut mit. In der Saison 2015/16 gewannen die Bären in Freienwalde nur knapp mit 25:23, das Rückspiel im Januar allerdings deutlich mit 39:24 Toren und waren deshalb am Sonntag klarer Favorit. Doch der „Favorit“ tat sich schwer, fand nicht in sein gewohntes Spiel und machte Fehler ohne Ende.

Die Summe der vergebenen „Torchancen“, teilweise frei vor dem Torhüter, war riesengroß. Dazu kam, dass beim Angriffsspiel die gewohnt präzisen Vorlagen auf enteilte Mannschaftskameraden so ungenau waren, dass sie der Gegner mühelos abfangen und kontern konnte. So hielt das Gäste-Team das Ergebnis und damit den Spielausgang lange offen.

Bären-Coach Christopher Metzdorf muss in der Pause klare Worte und das richtige Rezept gefunden haben, denn mit dem Anpfiff zur 2. Halbzeit spielte und traf nur noch eine Mannschaft und die bisher enttäuschten Zuschauer erlebten nun ein besseres Bärenteam. Ab der 31. Spielminute sahen sie konzentriert vorgetragene Angriffsaktionen ihrer Bären, die mit den 5 in Folge und ohne Gegentor erzielten Treffern aus dem 9:7 ein 14:7 machten und damit den Grundstein für den am Ende deutlichen Sieg legten. Die Abwehrformation agierte sowohl in Halbzeit 1 als auch in der 2. Halbzeit sehr aufmerksam, beide Torhüter waren in guter Form und konnten u.a. jeder einen 7-m-Strafwurf unschädlich machen. Im Angriff wurde endlich schneller und druckvoller, vor allem aber konzentrierter gespielt.

Den Freienwaldern muss man zu Recht zugestehen, dass sie sich nie aufgegeben haben und so die Bären zwangen, ihre laxe Spielweise abzulegen. Gerade mit dem Wissen um die nächste Begegnung am kommenden Sonntag gegen den bisherigen ungeschlagenen Spitzenreiter aus Angermünde sind höchste Konzentration, mannschaftliche Geschlossenheit und der Einsatz aller Handballtugenden von Beginn an gefragt. Das erwarten die Freunde von der Landesliga-Männermannschaft des HSV Bernauer Bären und dann am Ende auch ein achtbares Ergebnis.

Im Spiel gegen Freienwalde konnte Christopher Metzdorf 12 Spieler aufbieten; 2 Torhüter und 10 Feldspieler, von denen sich 8 in die Torschützenliste eingetragen haben. Dennis Bohne gefiel in Angriff und Abwehr, Maximilian Prüfer war trotz Verletzung wieder erfolgreichster Werfer, der kampfstarke Krishan Gunawan und Schütze vom 7m-Punkt und auch kompromissloser Fels in der Abwehr. Markus Lenz hat an diesem Tag gezeigt, dass er mit mehr Mut mehr Tore erzielen, aber auch ein guter Anspieler für seine Nebenleute sein kann.

 

Für den HSV traten an:

Jens Schönstädt und Max Fietz im Tor, Andre Billeb (2), Holger Findeisen (2), Heiko Manzke (2), Eric Wolf (5), Krishan Gunawan (3), Markus  Lenz (4), Dennis Bohne (5), Dirk Brendel, Theo Hildebrand  und Maximilian Prüfer (6).

 

Günter Herzberg

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