Hospizarbeit im Lobetaler Lazarus Hospiz

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  Dr. Katarina Barley informiert sich über die Hospizarbeit im Lobetaler Lazarus Hospiz in Berlin

Ein Rundgang mit anschließendem Austausch zur Hospizarbeit standen auf dem Programm des Besuchs am 7. September. Im Fokus des Gesprächs standen die Themen Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund und das ehrenamtliche Engagement.

„Hospizarbeit ist in anderen Kulturen nicht so stark verankert wie in Deutschland oder nordeuropäischen Ländern. Im

Die Hospizleitung des Lazarus Hospiz Anette Adam (li.) informiert über die Hospizarbeit

stationären Bereich erleben wir immer wieder, dass das Verständnis für unsere Arbeit und für die Hospizidee fehlt. Ganz wichtig ist vor diesem Hintergrund die Aufklärung über die Angebote zum frühen Zeitpunkt. Wir müssen unsere Öffentlichkeitsarbeit deutlich intensivieren „, berichtet Hospizleitung Anette Adam. Menschen mit Migrationshintergrund nehmen palliative Hilfsangebote seltener wahr. Der Grund dafür können Sprachbarrieren, Unkenntnis oder Berührungsängste sein. Andererseits fehlen auch ehrenamtliche und hauptamtliche Hospizkräfte mit Migrationshintergrund. Vor diesem Hintergrund weist Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Martin Wulff darauf

Geschäftsführende Pastorin Friederike Winter (li.) und Marin Wulff (re.) begrüßen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Katarina Barley und überreichen ihr den Jubiläumsband zum 150-jährigen Jubiläum der v. Bodelschwinghschen Stiftung Bethel.

das es wichtig sei, Mitarbeitende mit entsprechendem kulturellen und religiösen Hintergrund auch in der Diakonie zu beschäftigen. „Wenn wir Menschen mit Migrationshintergrund sowie islamischen oder anderen religiösen Wurzeln in der Hospizarbeit, aber auch in anderen Arbeitsfeldern betreuen, dann braucht es die entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür sind wir offen.“

 

Dr. Katarina Barley würdigte das ehrenamtliche Engagement der Hospizhelfer. Sie betonte auch: „Ich möchte den Ausbau einer Hospiz- und Palliativarbeit unterstützen, die auch auf die Herkunft der Patientinnen und Patienten eingeht. Gleichzeitig wollen wir den Zugang und die aktive ehrenamtliche Beteiligung in der Hospizarbeit verbessern.“

Das Stationäre Lazarus Hospiz wurde am 1. April 1999 eröffnet. Es befindet sich im dritten Obergeschoss des Hauses Boegehold im Lazarus Haus Berlin in der Bernauer Straße 117. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen 16 Patienten und deren Angehörige in der letzten Lebensphase.

Das Lazarus Hospiz ist ein Angebot der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal im Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel verfügt über Angebote der Altenhilfe, der Eingliederungshilfe, der Ausbildung in sozialen Berufen, der Migration, der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, der Medizinischen Versorgung, der Suchthilfe sowie der Kinder- Jugendhilfe mit Standorten in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen Anhalt.

 

 

 

 

 


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