Gute Nachricht für Radfahrer – Ernüchterung für Pendler

Pressemitteilung

Gute Nachricht für Radfahrer – Ernüchterung für Pendler

Die gute Nachricht zuerst: Mit dem Bau des letzten Teilstücks des Radweges entlang der L200, einem rund 2,46 km lange Abschnitt, der Bernau mit dem Panketaler Ortsteil Gehrenberge verbinden wird, geht es bald los. Im 3. Quartal 2016 soll Baubeginn sein. Diese Botschaft brachte Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider am vergangenen Donnerstag mit nach Panketal. Eingeladen hatte sie die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Stark, gemeinsam mit den Bernauer und Panketaler Sozialdemokraten. Sowohl die Bernauer als auch die Panketaler Genossen hatten sich in ihren Kommunen seit Jahren für den Bau dieses Radweges engagiert. Zufriedenheit deshalb bei Ursula Gambal-Voß, Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Panketal und Cassandra Lehnert, Chefin der Bernauer SPD.

Weniger erfreulich aber die Botschaft, die Ministerin Schneider in puncto 10-Minuten-Takt bei der S2 zu verkünden hatte: In absehbarer Zeit sind hier keine Verbesserungen für die Pendler zu erwarten. Zwar könnten noch in diesem Jahr die technischen Voraussetzungen für die Verkürzung des Taktes durch die Bahn geschaffen werden, es mangelt aber an „rollendem Material“ – sprich, die notwendigen Züge sind nicht vorhanden und können in absehbarer Zeit auch nicht beschafft werden. So verhelfen die technischen Veränderungen, u.a. der für Oktober 2016 geplante Einbau einer neuen Weiche bei Karow und die Verlängerung des Ausfahrtsgleises am Endbahnhof Bernau der S-Bahn zwar zu einem größeren Zeitpolster, nicht aber zu einem neuen Wagenpark, der Voraussetzung für eine Verdichtung des Takts wäre. Nach Auskunft der Ministerin ist vor 2021 diesbezüglich nicht mit Veränderungen auf der S-Bahn-Line 2 zu rechnen. Augenblicklich nimmt das Land Potenzialanalysen und Korridoruntersuchungen im Bereich der Bus/Bahn-Konzepte vor. Auf einen einfachen Nenner gebracht soll damit die Frage geklärt werden, wo überall Busse und Bahnen fahren müssten/könnten, wenn man sie denn hätte.

Landtagsabgeordnete Britta Stark will sich dennoch nicht entmutigen lassen: „Wir müssen weiter dranbleiben und alle Partner an einen Tisch holen. Nur so können wir klären, was geht und was nicht“, ist sie überzeugt. Dass die Bernauer und Panketaler Sozialdemokraten in dieser Frage nicht allein stehen, sondern von allen anderen Parteien unterstützt werden, wertet Britta Stark als Erfolgsgarantie, die sich früher oder später beim 10-Minuten-S-Bahn-Takt ebenfalls auszahlen wird – auch wenn Ministerin Schneider bei ihrem Vor-Ort-Besuch in Panketal einer zeitnahen Einführung erst einmal eine Absage erteilt hat. „Beharrlichkeit und das gemeinsame Ziehen an einem Strang“, so Britta Stark, „werden uns zum Erfolg führen. Das hat auch das Projekt Radweg L 200 gezeigt, dass wir dann hoffentlich noch in diesem Jahr zu einem guten Abschluss bringen können.“

Weitere Beiträge:

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.